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Schulhund-Projekt

Seit Oktober 2015 gibt es am OGO einen Schulhund.

Mit dem Schuljahr 2017/18 erhält Moses Unterstützung von Bayu.

 


Was ist hundegestützte Pädagogik?

Mit dem Begriff „hundegestützte Pädagogik“ wird der systematische Einsatz von ausgebildeten Hunden in der Schule zur Verbesserung der Lernatmosphäre und individuellen Leistungsfähigkeit sowie des Sozialverhaltens der Schüler bezeichnet.

Der Hund unterstützt die Pädagogen bei deren Erziehungs- und Bildungsauftrag. Der Umfang und die inhaltliche Gestaltung des hundegestützten Unterrichts variieren dabei im Allgemeinen von einer reinen Anwesenheit des Hundes in der Schule, bis hin zur aktiven Teilnahme des Vierbeiners als Lernkamerad am Unterricht.


Schulhundprojekt am OGO

Voraussetzungen Hund und Ausbildung
Moses ist ein Mischlingshund und im Dezember 2014 geboren. Er besitzt ein ausgeglichenes, ruhiges und freundliches Wesen. Aufgrund seines Alters ist er noch in der Entdeckungs- und Lernphase und ist an allem Neuem interessiert.
Inzwischen haben wir eine Grundausbildung abgeschlossen, die sich über einen Zeitraum von einem Jahr erstreckte. Am Ende stand eine Prüfung. Auch in diesem Jahr geht die Ausbildung in verschiedenen Kursen weiter. Ziel ist das Ablegen der Begleithundeprüfung. Während der Ausbildung kommt Moses schon in ausgewählte Klassen mit in die Schule.

 

Wie sieht der Alltag mit Moses aus?
Der Schulhund begleitet den Halter durch die Schule. Kommt der Hund, müssen die Schüler sofort ruhig werden. Die Regeln werden mit den Schülern vorher besprochen und ein Regelkatalog verbleibt im Klassenzimmer. Moses begleitet mich dann tage- bzw. stundenweise in den Unterricht. Montag ist heuer Schulhundtag, was den Wochenbeginn nach Aussagen der Eltern für die Schüler deutlich angenehmer macht und sie sich auf die Schule freuen.
Während des Unterrichts bewegt sich Moses frei in der Klasse. Man darf ihn aber nicht zu sich rufen. Er entscheidet, zu wem er geht, kann sich hinlegen oder an einen festgelegten Platz zurückziehen. Die Schüler dürfen Moses auch während der Stunde streicheln, wenn er kommt, müssen es aber nicht. Die Anwesenheit des Hundes im Klassenraum muss von jedem toleriert werden, der Umgang ist aber auf völlig freiwilliger Basis. Ein Schüler kann den Hund auch ignorieren oder aber ruhig wegschicken.
Übertreten die Schüler die vereinbarten Regeln, wird der Hund sofort geschützt, und das bedeutet, aus der Klasse entfernt. Regeln zum Umgang mit dem Hund werden nicht diskutiert und sind nicht verhandelbar. Auch werden die Schüler nicht zurechtgewiesen, sie erfahren einfach die Konsequenz ihres Handelns. Die daraus resultierende ruhige Lernatmosphäre wird von Schüler- und Lehrerseite als positiv erlebt und hoffentlich auf die Folgestunden übertragen.


Rechtliche Fragen
Die Gesundheit und Unbedenklichkeit des Hundes wird von einem Tierarzt schriftlich bescheinigt.
Ferner ist auch die Haftpflichtversicherung informiert. Eventuelle Ansprüche, die aus der Hundehaltung entstehen, sind damit versicherungstechnisch abgedeckt.
In der Klasse muss es die Möglichkeit geben, sich nach dem Hundekontakt die Hände zu waschen. Außerdem muss ein Desinfektionsmittel greifbar sein.

 

Bedenken
Eine eventuelle Angst vor Aggressionen und Beißunfällen ist in meinen Augen bei Moses unbegründet, muss aber ernst genommen werden. Einige Schüler haben große Angst vor Hunden. Durch die freundliche Ausstrahlung und die Sanftheit kann es aber gelingen, diese Angst zu vermindern und einen natürlichen Umgang mit Hunden zu erlernen. Die Vermittlung von „Hundesprache“ im Schulhundprojekt hilft im Alltag beim richtigen Umgang mit Hunden. Sollte ihr Kind eine Hundephobie besitzen, sprechen Sie mich bitte im Vorfeld an.

Allergien gegen Tierhaare scheinen eine untergeordnete Rolle spielen. Diese wirken sich bei Hunden nur aus, wenn sich die Haare in Teppichen festsetzen oder wenn der Hund im gleichen Zimmer schläft. In der Schule reicht der Zeitraum nicht aus (vgl. HuPäSch S. 113). Trotzdem können Sie Ihre Bedenken in dieser Richtung natürlich äußern, es müssten dann Einzellösungen gefunden werden.

 

Sprechen Sie mich bei Fragen oder Problemen ruhig an.

Silke Zettlmeißl


    Hundeleo zu Besuch am OGO

    Im Rahmen des Projekts sollten Schüler erfahren, welche Bedeutung Hundeausbildung und-training haben. Hierzu besuchte die Hundetrainerin Doris Leopold der Hundeschule hundeleo Burglengenfeld das OGO.

    Literaturhinweise:

    • www.schulhundweb.de

    • Agsten, Lydia, HuPäSch und Praxisbuch HuPäSch , GmbH Norderstedt 2009 bzw. 2011.

    • Vanek-Gullner, Andrea, Lehrer auf vier Pfoten. Wien 2007.

    • Betz, Andrea, Hunde im Schullalltag. München 2013.