Folgende P-/W-Seminare wurden von der Fachschaft Physik durchgeführt:

2009/11: Bau eines Planetenwegs

Einleitung

„Den Himmel auf die Erde holen und mit Lichtgeschwindigkeit die gewaltigen Dimensionen unseres Sonnensystems begreifbar machen, das gelingt uns mit Hilfe eines Planetenwegs.“

Dies war das Motto der Schüler des Ortenburg-Gymnasiums in Oberviechtach, als sie ihr Projekt-Seminar angingen, um einen Planetenweg zur Veranschaulichung unseres Sonnensystems zu erstellen. Dieser ist eine verkleinerte Nachbildung unseres Sonnensystems, bei dem die Größen und Abstände der Sonne und ihrer Planeten im Maßstab 1:1 000 000 000 (eins zu einer Milliarde) dargestellt sind.
In dieser Verkleinerung beträgt die Entfernung zwischen Sonne und dem Zwergplaneten Pluto ca. 6 km. Die tatsächliche Entfernung der beiden Himmelskörper misst ca. 6 000 000 000 km.
Die Sonne mit 1,39 m Durchmesser hebt sich deutlich von unserer Erde ab, einer winzigen Kugel von gerade einmal 1,3 cm Durchmesser. Der Zwergplanet Pluto ist mit 2 mm Durchmesser der kleinste dargestellte Himmelskörper.

Der Planetenweg beginnt in der Nähe des alten Bahnhofs in Oberviechtach und endet nach ca. 6 km kurz vor Pertolzhofen.

Bei dem von uns gewählten Maßstab entspricht die normale Schrittgeschwindigkeit ungefähr der zwei- bis vierfachen Lichtgeschwindigkeit. An jedem Planeten stehen zusätzliche Informationstafeln, auf denen der Besucher Daten und Besonderheiten des jeweiligen Himmelskörpers nachlesen kann.

Nachdem die aufgestellten Tafeln der Witterung stand halten müssen und die Ständer auch nicht bei jedem Windstoß umfallen dürfen, ist der finanzielle Aufwand zur Errichtung recht groß. Wir waren deswegen dringend auf Spenden aus Firmen unserer Region angewiesen.

Wegvermessung

Nachdem mit der Stadt Oberviechtach die prinzipiellen Eckpunkte, ob und wo der Planetenweg gebaut werden darf und welche Auflagen einzuhalten sind, geklärt worden ist, gingen wir daran, den Weg zu vermessen.

Ausgerüstet mit Hammer, Eisenstangen, Signierfarbe und Messrad machten wir uns am 6. Oktober 2009 auf den Weg. In der Nähe des alten Bahnhofs positionierten wir den Ort der Sonne. Von hier aus begannen wir in Richtung Pertolzhofen gehend mit der Abmessung. Die spannende Frage war, ob eventuell ein Aufstellungsort eines Planeten bei dem von uns favorisierten Maßstab von 1:1 Milliarde auf einer Wegeinmündung oder einer kreuzenden Straße zu liegen kommt.

So tasteten wir uns von Planeten zu Planeten vor und markierten die einzelnen Planetenpositionen am Rande des Radweges mit Eisenstangen, die wir zusätzlich mit Signierspray kennzeichneten.

Nach knapp drei Stunden erreichten wir die letzte Station (Zwergplanet Pluto). Insgesamt ist der Planetenweg 5905 m lang und er erstreckt sich von Oberviechtach bis kurz vor Pertolzhofen.

Herstellung der Planeten und Gestelle durch die MMM
(Münchener Medizin Mechanik GmbH)

Als wir mit der Planung des Planetenwegs begannen kam die Frage, aus welchem Material die
Planeten und die Gestelle für die Planeten bestehen sollen. Nach kurzer Zeit kamen wir, durch
Herrn Josef Neuwirth, den Onkel von Tobias auf den Gedanken, die Planeten von der Firma
MMM in Stadlern aus Edelstahl produzieren zu lassen.
.Somit fragten wir im Oktober 2009 an, ob die MMM den Bau einiger Planeten übernehmen
würde. Auf die Zusage die Planeten herzustellen, begann die Lehrwerkstatt mit der
Produktion der aus Edelstahl gefertigten Planeten. Außerdem wurde uns von der MMM
weitere Unterstützung zugesagt. Von Seiten der MMM wurde uns Herr Friedhold Enk als
Hauptverantwortlicher und Kontaktperson zur Seite gestellt
.Ein Teil des Materials für die Planeten im Wert von 280€ wurde von der Firma Rossmann
bereitwillig gespendet.
Um die Planeten an den dafür vorgesehenen Stellen platzieren zu können, benötigen wir auch
Vorrichtungen, auf welche die Planeten später montiert werden sollen. Auf unsere Anfrage
hin erklärte sich die MMM bereit die Produktion der Gestelle anhand einer Skizze zu
übernehmen. Im Januar 2010 konnte von Herrn Dr. Süß und Tobias bereits ein Probegestell in
Augenschein genommen werden. Im Anschluss daran begann die Produktion der
Edelstahlgestelle.

10_planeten_480

Die Firma MMM stellte uns alle 10 Ständer kostenlos zur Verfügung.
Als ein Fazit kann man sagen, dass ohne die Mithilfe der MMM der Planetenweg nicht möglich gewesen wäre.
Wir möchten hiermit unseren tiefen Dank an die MMM ausdrücken.

Ein weiterer Dank gilt der Stadt Oberviechtach, die uns stets bei diesem Vorhaben unterstützt hat und dem Bauhof Oberviechtach für die Durchführung der Betonierungsarbeiten für die Ständer. Ebenso danken wir der Tourismusabteilung der Stadt für die Einbindung des Planetenwegs auf die Homepage der Stadt.
 
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P-Seminar Schaukasten

Im Rahmen des diesjährigen Projektseminars Physik/Informatik unter Leitung von Studienrat Klug wird der Physikschaukasten alle 4 Wochen neu eingerichtet.

Folgende Themen wurden im Schaukasten veranschaulicht:

  1. Sternentwicklung
  2. Sonne
  3. Erneuerbare Energien
  4. Elektrizität
  5. Reflexion
  6. Optik
  7. Blitze
  8. Magnetismus

Elektromagnetische Wellen im Alltag

Im Zeitraum 2009-11 fand dieses W-Seminar unter der Leitung von OStR Uli Hanf statt. Folgende Themen wurden bearbeitet:

  1. Fernsehsignale: Moderne Übertragungstechniken und moderne Alternativen zur Elektronenstrahlröhre
  2. Die Laserpistole – Ihre Anwendung in der Verkehrsüberwachung die die Grenzen Ihrer Anwendbarkeit
  3. Mikrowellen: Funktionsweise und Versuchsreihe
  4. Der nukleare elektromagnetische Puls – Vergleich zwischen James Bond „Golden Eye“ und der Realität
  5. Das Handy – Die Problematik der Abdeckung großer Gebiete und ihre Grenzen hinsichtlich gesundheitlicher Gefahren
  6. Gammaastronomie: Definition von Gammaquanten, ihre Entstehung und Messung
  7. Gefahren und Grenzen der Röntgenstrahlung
  8. Fernsehsignale: Ihre Erzeugung und die Entwicklung ihrer Empfangsgeräte von Schwarzweiß zu Farbe
  9. Radiosignale: Ihre Erzeugung und Verbreitung unter Berücksichtigung verschiedener Frequenzbereiche
  10. Das Radar – Aufbau, Einteilung und wichtige Größen
  11. „Stealth“ – Die Funktionsweise der Tarnkappentechnik
  12. Anwendungen des Lasers in Medizin und Technik
  13. Röntgenstrahlung – Erzeugung, Funktionsweise und Anwendungen
  14. Der Laser

W-Seminar Warum ist der Himmel blau? – Der Natur physikalisch auf der Spur

Dieses W-Seminar wurde von OStRin Paula Deml im Zeitraum 2011-13 angeboten. Folgende Themen wurden bearbeitet:

  1. Aus dem Leben schwarzer Löcher
  2. Die Architektur eines Grashalms – Lernen vom besten Erfinder
  3. Blauer Himmel und Abendrot
  4. Der Wassertransport unserer Riesen
  5. Der Vogelflug aus physikalischer Sicht
  6. Gezeitenkräfte und ihre Wirkung auf die Meere
  7. Gewitter, Blitze und Donner
  8. Polarlichter
  9. Sonnentaler – Wie kann man damit die Uhrzeit bestimmen?

W-Seminar Gleichungen, die die Welt bedeuten

Dieses W-Seminar fand im Zeitraum 2013-15 statt und wurde von StRin Amelie Schwab und StR Gerhard Lehminger geleitet. Folgende Themen wurden bearbeitet:

  1. Euklid von Alexandria und die Geometrie
  2. Carl Friedrich Gauß und die Glockenkurve
  3. Leonhard Euler und das Königsberger Brückenproblem
  4. Albert Einstein und der Photoeffekt
  5. Isaac Newton und die Mechanik
  6. Otto Hahn und die Kernspaltung
  7. Johann Bernoulli und das Brachistochronen-Problem

Nachhaltigkeit im ländlichen Raum

Dieses W-Seminar wurde in Kooperation der Fachschaften Geographie, Biologie, Chemie und Physik veranstaltet und von den beiden Lehrkräften StRin Franziska Hofstetter und StR Dr. Franz Süß durchgeführt:

  1. Nutzungsmöglichkeiten der Wasserkraft aus physikalischer Sicht – Spezialisierung auf Pumpspeicherkraftwerke
  2. Wärmedämmung aus der Natur aus baulicher und physikalischer Sicht
  3. Das Solar-Wasserstoff-Projekt in Neunburg v. Wald
  4. Biogas-Anlage in Kombination mit einer Heutrocknungsanlage
  5. Nutzungsmöglichkeiten für Solarenergie und deren technische Umsetzung vor Ort
  6. Die Entwicklung der Wasserkraftnutzung im ländlichen Raum am Beispiel des Eixendorfer Stausees
  7. Technische Details und Potenziale der Windkraft
  8. Energiegewinnung aus Holz und deren Einsatz im Bereich der Verstromung

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