Französischer Comic-Wettbewerb

Siegerehrung einmal anders: Glückwünsche zum Bundessieg gab es online per Live-Schalte für das Schülerteam und Projektleiter Stephan Sturm.

Siegerehrung via Live-Schalte

Sicherheit in der französischen Sprache, aber auch Empathie bewiesen Jugendliche des OGO bei einem Comic-Wettbewerb. Diese Haltung brachte ihnen jetzt einen Bundessieg ein.

Ein Bundessieg beim nationalen französischen Comicwettbewerb „Francomics 2020“, das gibt es auch nicht alle Tage. Die Jugendlichen der diesjährigen 10a des Ortenburg-Gymnasiums schafften diese Leistung als ehemalige Klasse 9+a im zurückliegenden Schuljahr. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die gebührende Würdigung jetzt erst im Rahmen einer Live-Schalte statt. Normalerweise werden die Sieger im Sommer bei der Internationalen Comicmesse in Erlangen ausgezeichnet. Die Siegerpreise und Urkunden kamen diesmal per Post ans OGO.

Die Freude über den Erfolg war aber deshalb bei den Schülerinnen und Schülern sowie bei ihrem Französischlehrer Stephan Sturm nicht geringer. Der im Zweijahresturnus stattfindende Wettbewerb wird vom Deutsch-Französischen Institut (DFI) in Erlangen und dem Institut Français, das dem Goethe-Institut entspricht, ausgerichtet. Die Aufgabe für die Jugendlichen bestand in der Bewertung von drei französischsprachigen Comics, die online in der Culturthéque vorgestellt wurden. Mit einem selbst gestalteten Video begründen die Jugendlichen die Wahl des von ihnen favorisierten Comics.

Die Oberviechtacher Schüler begründeten in ihrem Clip ihre Entscheidung für das Werk der jungen französischen Comiczeichnerin Cécile Bidault, die ein taubstummes Mädchen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt hatte. Dabei ging es um Verständnis, Toleranz, Offenheit und Inklusion. Die Jugendlichen gingen in ihrem erfolgreichen Clip teilweise mit Gebärdensprache darauf ein und lieferten somit eine dezidiert themabezogene Arbeit ab, in der auch die emotionale Seite zu ihrem Recht kam. Die Autorin der Comics zeigte sich im Rahmen eines Webinars, bei dem das Oberviechtacher Video vorgeführt wurde, äußerst begeistert über die vom OGO abgelieferte Leistung. Dem erfolgreichen Team gehörten an: Diego Bruner, Laura Ehrenthaler, Marie Fichtinger, Celina Franke, Alexander Hanauer, Nadine Klier, Kerstin Kugler, Alexandra Pogoda und Maren Sänger.

Bundeswettbewerb Mathematik

Mathe-Ass ganz vorne dabei

Erfolg für Christoph Greger in 2. Runde – Der Kultusminister gratuliert

Ein persönliches Gratulationsschreiben des Kultusministers Prof. Dr. Michael Piazolo erreichte in der zurückliegenden Woche Christoph Greger von der 11. Jahrgangsstufe des Ortenburg-Gymnasiums. Der Neunburger Schüler hatte sich beim Bundeswettbewerb Mathematik in die zweite Runde vorgearbeitet und erlangte hier einen dritten Platz. Für die Unterstützung der Schüler bei diesem bundesweiten Wettbewerb dankte der Kultusminister auch den betreuenden Lehrkräften und der Schulleitung. Anfang Februar 2021 sind die Teilnehmer zur dritten Wettbewerbsrunde geladen, wo sie sich einem einstündigen Fachgespräch mit Mathematikern von Universität und Schule stellen müssen. Auf der Basis dieses Gesprächs werden dann die endgültigen Bundessieger ermittelt. (lg)

OGO gibt 800 Masken aus

Das Tragen von Mund-Nasen-Masken wird in der nächsten Zeit den Alltag vieler Menschen bestimmen. Das OGO hat jetzt schon gehandelt und gab die Masken nicht nur an der Schule selbst aus.

Noch bevor an diesem Montag der Unterrichtsbetrieb für die 12. Jahrgangsstufe wieder aufgenommen wird, hat das Ortenburg-Gymnasium kostenlose Mund-Nasen-Masken ausgegeben. In diese Aktion, die am Freitagnachmittag neben dem Gymnasium selbst noch an zwölf weiteren Orten der Schulregion von statten ging, sind alle Schülerinnen und Schüler einbezogen. Auch die Lehrerschaft und das gesamte Schulpersonal erhalten diese Alltagsmasken. 

„Wir haben frühzeitig reagiert und bereits gehandelt!“, erklärte Schulleiter Ludwig Pfeiffer und lobte in diesem Zusammenhang die schulischen Gremien. Denn die Initiative ging von Elternbeirat, Förderverein, Schülermitverantwortung (SMV) und den Projektseminaren der Q 11 aus. Die Oberstufenschüler dieser Jahrgangsstufe, die im nächsten Jahr das Abitur ablegen, waren auch maßgeblich an der fast generalstabmäßig organisierten Verteilung am Freitagnachmittag beteiligt.

Damit es zu keinen ungewollten Schüler- bzw. Elternansammlungen kommt, wurden die Masken neben dem OGO auch an den Grundschulorten der Schulregion von Moosbach bis Thanstein und Tiefenbach verteilt. Hierbei waren auch die Initiatoren vor Ort, und so war bei der Ausgabe in der Neunburger Schwarzachtalhalle der Elternbeiratsvorsitzende Hans Steinsdorfer mit von der Partie. In Eslarn gab der Vorsitzende des Fördervereins „Ortenburger“, Manfred Klug, die Masken mit aus und auch Schülersprecher Roman Fischer war durchgehend im Einsatz.

Insgesamt werden ca. 800 Personen mit Masken versorgt, die bei der Firma Ebnet in Dietersdorf fachmännisch gefertigt wurden. Da die Jugendlichen von der 5. bis zur 12. Jahrgangsstufe größenmäßig differieren, hat das Gymnasium Masken in drei Größen anfertigen lassen, die sich auch in Farbe und Muster unterscheiden. „Dank gebührt den Initiatoren, denen die Gesundheit der Kinder unserer Schule am Herzen liegt!“, resümierte Schulleiter Ludwig Pfeiffer in einem Elternbrief.

Schule in der Coronakrise

Schule findet seit Wochen zu Hause statt. Diese neue Unterrichtsform stellt Schulen und Familien vor Herausforderungen.

„Der Tag beginnt später, da die Kinder auch am Abend später zu Bett gehen“, merkt Michael Teplitzky zu seinen Erfahrungen mit dem „Corona-Home-Schooling“ an. Er ist selbst Lehrer am Ortenburg-Gymnasium und hat vier Kinder. Zwei besuchen das Gymnasium, die Zwillinge Emil und Leo die 3. Klasse der Grundschule. Alle vier Kinder werden mit Wochenarbeitsplänen ihrer Klassenlehrer versorgt. „Die Pläne sind so hergerichtet, dass keine Über-, aber auch keine Unterforderung eintritt“, stellt der Vater fest. „Bei Fragen sind die Fachlehrer des Gymnasiums und die Klassenleiter an der Grundschule leicht erreichbar und geben gerne Hilfestellung“, ergänzt die Mutter Verena Teplitzky.

An der Gesamtkonzeption der Wochenarbeitspläne des Ortenburg-Gymnasiums hat Studiendirektorin Silke Zettlmeißl maßgeblich mitgewirkt. Sie konnte hierbei auf ihre Erkenntnisse aus einem Arbeitskreis über „offene Unterrichtsformen“ aufbauen. In normalen Zeiten werden diese auf eine Woche angelegten Arbeitspläne der verschiedenen Fächer mit unterschiedlichen Sozialformen wie Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit in Kombination mit Freiarbeit an der Schule umgesetzt. Jetzt geschieht das in einer angepassten Form zu Hause. Am Ortenburg-Gymnasium erhalten die Schüler die Arbeitsaufträge über das digitale Infoportal des Schulmanagers. Nach einer Anpassung sind sie auch über die Homepage abrufbar. Mit anderen Lösungen habe man keine guten Erfahrungen gemacht, merkt Schulleiter Ludwig Pfeiffer an und plädiert uneingeschränkt für das am Ortenburg-Gymnasium entwickelte „Home-Schooling-System“.

Drei sehr übersichtlich gestaltete Info-Blätter der Schulleitung erleichtern die Umsetzung der Wochenarbeitspläne. Schüler, Eltern und Lehrer wurden hier bereits beim Einstieg kompakt und zielgerichtet auf den häuslichen Unterricht vorbereitet.

Das System funktioniert grundsätzlich gut, wie zahlreiche Rückmeldungen von Eltern und Schülern an Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer offenbaren.

Wie leicht oder wie schwer die Umsetzung von statten geht, hängt aber auch von der familiären Situation und von den beruflichen Verpflichtungen der Eltern ab. Auch die Qualität des häuslichen Internets und die Anzahl der familiären Computerarbeitsplätze spielen eine gewichtige Rolle.

„Glücklicherweise haben wir einen guten Internetzugang und die entsprechenden Endgeräte, so dass unsere Kinder über soziale Netzwerke ihre Freundschaften pflegen können“, freut sich Michael Teplitzky. Gerade in den Zeiten der Coronakrise sind soziale Kontakte auf der digitalen Schiene wichtig. Tochter Rosa unterhält sogar eine Konferenzschaltung mit einer ehemaligen Klassenkameradin, die momentan in Prag zur Schule geht.

Generell sind im getakteten Tagesablauf neben den schulischen Aufgaben auch sinnvolle Freizeitbeschäftigungen von enormer Bedeutung. Dies betont auch Schulleiter Ludwig Pfeiffer in einer Mitteilung an die Eltern. In der Familie Teplitzky endet die schulische Arbeit in der Regel am Mittag. Nur in seltenen Fällen, wenn das Aufgabenpensum nicht geschafft wurde, muss am Nachmittag nachgearbeitet werden. „Aber dann sollen die Kinder raus!“ Diese nutzen dreimal wöchentlich das vom Oberviechtacher Handballverein angebotene Online-Training. Das Spielen im Garten, aber auch kleinere Außenarbeiten bei der aktuell günstigen Wetterlage gehören dazu. „Abends haben wir für uns das Brettspiel „Die Siedler von Catan“ entdeckt. Sollten nur vier Familienmitglieder spielen wollen, dann natürlich Schafkopf!“ Im Vergleich zur Schulzeit endet der Tag für die Teplitzky-Kinder aber eine Stunde später.

Georg Lang

OGTS war verzaubert

Zauberei vor kritischem Publikum

Magie und Illusion war bei der Offenen Ganztagsschule am Ortenburg-Gymnasium angesagt , als der Zauberer Marius Koslowski aus Pressath den Stundenplan bestimmte. Verblüffende Fertigkeiten mit dem Zauberwürfel, Seilkunststücke, Gedankenlesen und Kartentricks bestimmten unter anderem das Programm des jungen Magiers, der auch sein vor vier Jahren abgelegtes Prüfungskunststück beim „Magischen Zirkel von Deutschland e.V.“ zum Besten gab. Dabei hatte es der versierte Künstler durchaus mit einem kritischen Publikum zu tun. Dieses wollte bei Trickbeginn alle Spielkarten in Augenschein nehmen und auch andere Zauberobjekte unter die Lupe nehmen. Der Magier kam all den Forderungen nach, zumal die gesamte Vorstellung auf ein Höchstmaß an Interaktivität angelegt war. „Das war heute ein spannender Tag!“ lautete das Resümee eines Schülers zu diesem besonderen Schulnachmittag. Die Leiterin der Offenen Ganztagsschule, Maria Scherr-Passenberger, von der gfi(Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration) bedankte sich bei der Schulleitung, namentlich bei Studiendirektorin Dr. Christine Paschen, die sich als Zuschauerin ebenfalls über einen besonderen Schulnachmittag freute.

Regionalwettbewerb von Jugend forscht

Am 25. Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ in Neumarkt nahmen mit 84 Projekten 139 junge Tüftler teil. Vom Ortenburg-Gymnasium beteiligten sich elf Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 6 und 7 mit vier Projekten in der Sparte „Schüler experimentieren“ sehr erfolgreich am Wettbewerb.

Alle konnten eine Platzierung erreichen:

Alan Faras und Tim Reisnecker erzielten im Fachgebiet Physik den Regionalsieg mit ihrem Projekt „Nitinol als Indikator“. Die Eigenschaften der Formgedächtnislegierung Nitinol werden dabei genutzt anzuzeigen, ob ein sensibles Medikament zu warm gelagert oder transportiert worden ist. Damit haben sie sich für den Landeswettbewerb in Regensburg qualifiziert. Zudem erhielten sie auch noch den „Sonderpreis Qualitätssicherung durch zerstörungsfreie Prüfung“.

Bastian und Laurin Roßmann und Leonard von Wenz wurden im Fachgebiet Arbeitswelt für ihre Laufradbremse mit Fernbedienung mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

Anna-Lena Hummer, Lena Pflug und Paulina Zapf erreichten im Fachgebiet Chemie den zweiten Platz mit der Entwicklung ihres „Icy Stickers“. Dieser lässt erkennen, ob beim Transport von Tiefkühlprodukten die Kühlkette unterbrochen worden ist.

Lucas Frommann, Jonas Karl und Jonas Zitzmann bauten eine Vorrichtung, die bei sich erhitzenden Heuballen vor der drohenden Brandgefahr warnt. Dafür erhielten sie im Fachgebiet Technik den dritten Platz.

Eine besondere Wertschätzung erfuhren auch die beiden Betreuungslehrerinnen für ihren jahrelangen überdurchschnittlichen Einsatz. Paula Deml erhielt den „Sonderpreis für engagierte Talentförderer“ und Andrea Klug den „Sonderpreis Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften“.