Am Ortenburg-Gymnasium hat das Theaterspielen Tradition. In zwei Theatergruppen können die Schüler von der Unterstufe bis zur Kollegstufe ihre Talente ausbauen und ihr Können zeigen.

2009/10

Theatergruppe der Unter- und Mittelstufe:

Seit Schuljahresbeginn probten die engagierten Schülerinnen und Schüler der Theatergruppe der Unter- und Mittelstufe für ein Theaterstück, das am diesjährigen SMV-Tag in der Mensa zweimal auf die Bühne gebracht wurde: einmal für alle 5. Klassen des OGO und einmal für Eltern und Verwandte sowie sämtliche interessierte Schüler und Kollegen.
Dabei glänzte Julia Kleber in ihrer Rolle als keckes Mädchen Johanna, das die Existenz des Weihnachtsmannes – Lothar Pietrek in seiner Paraderolle – in Zweifel zieht. Als dieser Johanna jedoch in das Märchenland entführt und diese dort den Märchenfiguren (Rotkäppchen: Theresia Wittmann; dessen Wolf: Markus Wild; Dornröschen: Fabiene Ring; Hänsel: Lea Wittmann; Gretel: Rebekka Marko; tapferes Schneiderlein: Julia Hierold; gestiefelter Kater: Marco Bader) hilft, sich gegen die dunklen Machenschaften der Hexe Gundula (Marina Völkl), der bösen Fee (Annika Zielbauer) und des Rumpelstilzchens (Franz Reitinger) zu verteidigen und diese zum Guten zu bekehren, wandelt sich auch Johannas Einstellung gegenüber dem Weihnachtsmann, an dessen Existenz sie von nun an auch in der realen Welt glaubt. Als Souffleuse stand Anna Rustler den Spielern zur Seite. Ein herzliches Dankeschön hierbei auch an Hausmeister Alois Prey, der die Theatergruppe durch den Bühnenauf- und –abbau tatkräftig unterstützte.
Im weiteren Verlauf des Schuljahres übten sich die Mitglieder der Theatergruppe der Unter- und Mittelsstufe an verschiedenen Varianten des Theaterspiels. So erlernten die Schüler beispielsweise Grundbegriffe der Pantomime, erarbeiteten kurze Improvisationsszenen, trainierten ihre Teamfähigkeit oder übten mit Handpuppen eine kurze Choreographie ein. Darüber hinaus schnupperte man bei der Auswahl eines neuen Stückes sowohl in sehr moderne als auch in klassische Bühnenstücke hinein und setzte sich kritisch mit verschiedenen Texten auseinander. Der Schwerpunkt hierbei lag schließlich auf der Barockkomödie „Absurda comica oder Herr Peter Squentz“ von Andreas Gryphius.
Beate Schwarz, StRin, und Susanne Kiowski, StRin

Schuljahr 2006/07

Trotz der durch das G8 voller gewordenen Stundenpläne fanden sich auch in diesem Schuljahr 13 engagierte Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5-8 immer donnerstags in der 7./8. Stunde zum Theaterspielen ein.
Ihr Debüt gab die Gruppe bereits am 21. Dezember mit einem Kriminalstück, das wunderbar in die Vorweihnachtszeit passte: Eine findige Schülergruppe versuchte sich hier an einem kniffeligen Fall, bei dem es galt, das Verschwinden der Frau des Hausmeisters und der heiß begehrten Wurstsemmeln aufzuklären. Die Erkenntnis „Tote schmieren keine Brote“ konnte schließlich zur Entwirrung aller Missverständnisse und Verwicklungen beitragen. Mit dem von Frau Kiowski und Frau Schneider bereits im letzten Schuljahr gut vorbereiteten Stück konnten die jungen Schauspieler zeigen, wie viel Witz und Situationskomik in dieser Kriminalkomödie von Dirk Salzbrunn steckt.
Die Truppe erntete für diese Darbietung zurecht stürmischen Applaus und machte sich mit Elan an das nächste Projekt, das am 12. Juli auf die Bühne gebracht wurde.
Zusammen mit der Oberstufentheatergruppe von Wolfgang Pöhlmann gestaltete man einen abwechslungsreichen Abend, bei dem man mit verschiedenen kleineren Stücken die unterschiedlichsten, bisweilen auch verschrobenen Facetten der Erziehung aufzeigen wollte.
Den Anfang bildete das Stück „Schule gestern – Schule morgen“ von Hannelore Möller. Hier wurden die Institution Schule, Schüler und Lehrer gleichermaßen aufs Korn genommen.
„Immer cool bleiben“ lautete dagegen der Ratschlag an die gestressten Eltern im folgenden Stück von Heinz Franken-berger. Nach der Pause wurden die Zuschauer von einem Huhn begrüßt. Erziehungsfehler oder Wahnsinn?
Als krönenden Abschluss zeigte die Oberstufentheatergruppe das Leben „Am Sandkasten“ von Dirk Salzbrunn.
Ein großes Lob sei an dieser Stelle allen Schauspielerinnen und Schauspielern ausgesprochen, die das ganze Jahr hindurch mit viel Spaß und Einsatz bei der Sache waren und zu schönen Theatererlebnissen beigetragen haben.

A. Rieß, StRin / B. Rothmeier, StRin z.A.