Schuljahr 2011
PIT - Prävention im Team
Ein Programm zum sozialen Lernen und zur Vorbeugung gegen Jugendkriminalität
Gemeinsam mit dem Bayerischen Landeskriminalamt und dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung führen die Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und des Innern das schulische Präventionsprogramm „Prävention im Team“ (PIT) heuer auch am Ortenburg-Gymnasium, Oberviechtach, durch.
In einem Team aus Lehrkräften, Polizeibeamten und weiteren Personen wird an den Schulen, eingebunden in die Unterrichtsfächer, kriminalpräventiver Unterricht zu den Schwerpunktthema „Gewalt“ erteilt.
Das Ziel des PIT-Programms ist, das soziale Klima in den Klassen zu verbessern, den Jugendlichen konstruktive Konfliktlösungsmöglichkeiten an die Hand zu geben, die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler, ihr Wertebewusstsein und ihre Verantwortung für gefährdete Mitschülerinnen und Mitschüler zu stärken sowie ihre Zivilcourage zu fördern. Langfristig sollen rege Austauschmöglichkeiten zwischen den Schulen, der Polizei und anderen mit der Präventionsarbeit befassten Institutionen aufgebaut werden.
PIT - Projekt in Zusammenarbeit mit der Polizei
Inhaltsverzeichnis
- Projekt zur Prävention von Alkoholmissbrauch 2008
- be hard - drink soft on tour 2008
- Fortbildung "Klüger essen"
- Modellprojekt "Rauchfreie Schule"
- SELF-Projekt
- Wettbewerb Anti-Rauchen-Plakate
- Extra Tour Sucht
Bist Du stärker als Alkohol?
Plötzlich liegen im Schulhaus lebensgroß nachgebildete Alkoholleichen herum. Was soll denn das für ein fragwürdiges Kunstprojekt sein?
Um Jugendliche für das Thema „Alkohol“ zu sensibilisieren, gibt es zahlreiche Ansätze. Um nur einige zu nennen: Aufklärung durch gute Ratschläge und eindringliche Warnungen, durch Aufzeigen erschreckender Statistiken oder Bilder von Unfallopfern, durch spielerische Aktionen oder auch durch die kreative Auseinandersetzung mit dieser Thematik.
Von Schülern der 11. Klasse zu fordern, etwas Künstlerisches zum Thema „Alkohol“ zu produzieren, war insofern problematisch, da zunächst mit zurückhaltendem Engagement gerechnet werden musste. Spannend war es aber für die Klasse, die betrunkenen Typen, die sie selbst bereits zum Teil schon genau so in der Realität beobachten konnten, plastisch nachzubilden. Skrupel bekamen manche dann allerdings, diese tatsächlich im Schulhaus als Installation zu präsentieren: „Das kann man doch nicht in der Schule zeigen – ein Typ, der sich gerade übergibt…da schreib` ich meinen Namen aber nicht dazu…“ Und genau um dieses befremdliche Gefühl, das Aufhorchen, das sich bei diesem merkwürdigen Anblick von „Alkoholleichen im Schulhaus“ einstellt, ging es bei der Gestaltung der Alkoholfiguren durch die Klasse 11a, die unter Leitung von StRin z.A. Frisch in Zusammenarbeit mit OStR Wolfgang Pöhlmann im zweiten Halbjahr entstanden sind. Eingebunden ist diese Aktion in das SMV-Projekt „Gesünder leben am OGO“, bei dem dieses Schuljahr das Thema „Alkohol“ im Vordergrund steht. Neben dem im Februar durchgeführten Mimach-Parcour „be hard – drink soft“ wird am 15. und 16. Juli 2008 die Ostbayerische Verkehrssicherheitsaktion mit Vorträgen und Vorführungen für die 11. Jahrgangsstufe stattfinden und damit die Reihe der Veranstaltungen zum Thema „Alkohol“ fortgesetzt.
Be hard - drink soft on tour
"BE HARD - DRINK SOFT" - hinter diesem Slogan verbirgt sich eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Es handelt sich um eine informatives Präventionsangebot im Rahmen der bayerischen Gesundheitsinitiative "Gesund.Leben.Bayern". Mit ausgefallenen Ideen und Aktionen, mit Spaß und Spannung sollen junge Menschen auf die Risiken des Alkoholkonsums hingewiesen werden. Ziel der Kampagne BE HARD DRINK SOFT – on tour ist die Sensibilisierung Jugendlicher für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.
Das Tourprogramm machte am 21. Februar 2008 in der Turnhalle des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach Station. Die Veranstaltung war eine Gemeinschaftsaktion des Gymnasiums mit der Haupt- und Förderschule Oberviechtach, des Staatlichen Gesundheitsamtes Schwandorf und der Polizeiinspektion.
Die SchülerInnen wurden an sieben Stationen auf unterschiedlichste Weise mit dem Problemfeld Alkohol vertraut gemacht. Der Erfolg der Tour basiert darauf, dass es gelingt, die Aufmerksamkeit Jugendlicher zu wecken und fachliche Diskussionen über Konsumgewohnheiten und -motivationen mit ihnen zu führen. Die Tour nutzt dabei Erkenntnisse und Wirkweisen der Erlebnispädagogik und verknüpft Mitmach-Angebote und Geschicklichkeitsspiele mit inhaltlichen Diskussionen und jugendgerechten Informationen.
Alkohol ist sowohl Genuss- als auch Suchtmittel. Bei übermäßigem Konsum birgt der Alkohol suchtfördernde und gesundheitliche Risiken in sich. In Bayern leben rund 260000 alkoholabhängige Menschen (deutschlandweit sind ca. 2 Millionen Menschen von einer Alkoholabhängigkeit betroffen). Es sind hier etwa 6000 alkoholbedingte Todesfälle pro Jahr zu verzeichnen (deutschlandweit sind es ca. 42.000).
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Fortbilding "Klüger essen und trinken!
Die Schule muss sich der Aufgabe stellen, verstärkt auf gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung zu achten. Nach den Worten des bayerischen Gesundheitsministers Schnappauf hält der Trend zu mehr Übergewicht in der Bevölkerung nach wie vor an. Inzwischen ist fast jeder Zweite (46 Prozent) in Bayern übergewichtig, während es vor zehn Jahren lediglich jeder Dritte (34 Prozent) war. Als besonders alarmierend bezeichnete der Minister das zunehmende Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Kindergärten und Schulen sind nach Ansicht des Ministers geeignete Orte, an denen Kinder und Jugendliche etwas über ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise lernen können.
Die SMV unter Leitung der beiden Verbindungslehrer Frau Schneider und Herrn Schaller sowie die Biologielehrerin Frau Fridlin führten am 26. Juni eine Schulinterne Fortbildung für die Lehrer und Mitglieder des Elternbeirats am Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach durch. Eingebunden war diese Fortbildung, bei der wertvolle Informationen und Vorschläge für eine gesunde Ernährungsweise angeboten worden sind, in das SMV-Projekt „Gesünder leben am OGO“.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen an der von Schülern zubereiteten Salattheke informierte Frau Mehring von der Verbraucherzentrale Nürnberg die Zuhörer über die „Mach-Bar-Tour“, die verschiedene Klassen zuvor besuchten. Dieses Projekt griff das Thema Trendgetränke aus der Erlebniswelt der Jugendlichen auf und bot eine breite Palette von Ansatzpunkten (Ernährung, Marketing, Umweltaspekte), anhand derer sich die Problemfelder erlebnisnah und interaktiv vermitteln und Handlungsalternativen spaßorientiert entwickeln ließen.
Neben einem Vortrag über die ökologische Landwirtschaft von Herrn Roßmann, der einen Bioland-Hof in Oberviechtach betreibt, und einem Referat des Apothekers Herrn Dr. Foißners mit den Schwerpunkten „Gesunde Ernährung bei Kindern“ und „Süßigkeiten“ wurden die 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung von Schülern der 10a unter Leitung von Frau Friedlin anschaulich vorgestellt. Den Schlusspunkt setzte die Schülerin Anna Haberl mit einem erfrischenden Auftritt über die bisherigen Gesunheitsprojekte der SMV.
Alle Zuhörer waren sich einig, dass es heute mit Sicherheit wichtiger denn je ist, einen kenntnisreichen und verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln zu pflegen und der Ernährungserziehung an der Schule einen hohen Stellenwert einzuräumen.
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Neue Links
Hier gelangen sie zu Links zum Thema "Rauchfrei"!
Abschlusstagung zum Modellprojekt (25.07.06)
Nach zweijähriger Laufzeit wurde das Modellprojekt "Rauchfreie Schule" beendet und auf der Abschlusstagung in München wurde ein Zwischenfazit gezogen, da der Weg zur rauchfreien Schule mit der Einführung noch lange nicht zu Ende ist.
Unten sehen Sie einige Eindrücke der Tagung.
Hier können sie das Programm [53 KB]
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Impressionen der Abschlusstagung
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Preisverleihung "Be smart, don´t start"
Auch in diesem Schuljahr nahmen erneut Schüler der 6. bis 8. Jahrgangsstufen vom Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach am Wettbewerb “Be smart don´t start” teil. Die Erfahrung zeigte, dass "Be Smart - Don't Start" vor allem Kinder und Jugendliche erreicht, die noch nicht mit dem Rauchen begonnen haben. Die Schülerinnen und Schüler gaben während der Laufzeit einmal wöchentlich an, ob sie geraucht haben oder nicht. Beendeten sie den Wettbewerb erfolgreich, das heißt begann keiner der Mitschüler in dieser Zeit mit dem Rauchen, nahm die Klasse an einer europaweiten Preisverlosung teil. In Bayern organisiert und betreut die Landeszentrale für Gesundheit (LZG) den Wettbewerb im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Das Gesundheitsamt Schwandorf vergab zudem dieses Jahr wieder Preise für die teilnehmenden Klassen. Herr Schade, der Geschäftsführer des Suchtarbeitskreises des Landkreises Schwandorf, zeigte sich sehr erfreut, dass viele Schüler des Ortenburg Gymnasiums am Wettbewerb teilnahmen und er den Klassen 8a und 8d Geldpreise in Höhe von 100 € bzw. 200 € überreichen konnte. Im Bild zu sehen sind außerdem die Klassleiter StRin z.A. Rothmeier sowie StRin Hilmer zusammen mit den Klassensprechern bei der Preisverleihung.
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Seit dem Schuljahr 2004/05 nimmt das Ortenburg-Gymnasium am Modellprojekt Rauchfreie Schule teil. Kern dieses Projekts ist es eine Vereinbarung von Schülern, Lehrern und Eltern, die eigene Schule komplett vom Pausenzimmer bis zum Schulhof zur rauchfreien Zone zu erklären. Dieses Ziel wurde ab dem Schuljahr 2005/06 gemäß Beschluss der Lehrerkonferenz erreicht. Fachlich begleitet wird das Gymnasium von Herrn Schade, der als Suchtpräventionsfachkraft am Gesundheitsamt Schwandorf tätig ist. Eine begleitende wissenschaftliche Evaluation erfolgt durch das Institut für Therapieforschung in München (IFT).
Hier [247 KB]
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Ergebnisse des IFT München
In einer Evaluation im Juli 2005 wurden Schüler aus der damaligen 6., 8., 10., und 12. Jahrgangsstufe befragt. Demnach bezeichnen sich am Ortenburg Gymnasium Oberviechtach insgesamt 6,2 % der befragten Schüler als Raucher. In der Klassenstufe 6 und 10 liegen die Raucheranteile bei 0 % und in der 8. Klasse bei 7 %. Damit liegen diese Quoten deutlich unter dem Durchschnitt der Gesamtstichprobe, bei der 3288 Schüler aus 42 Schulen im Freistaat Bayern befragt wurden. Auch der Raucheranteil bei den 12.-Klässlern liegt mit 20 % unter dem Durchschnitt.
Hier können Sie die Ergebnisse [24 KB]
grafisch veranschaulicht einsehen!
SELF-Projekt
Selbstkonzeptförderung durch lehrplankonforme Förderung in der 6. Jahrgangsstufe
Pauschal gesehen ist Rauchen eine Antwort der Kinder und Jugendlichen auf die Entwicklungsaufgaben, die sie im Alter von ca. 11 bis ca. 25 Jahren zu lösen haben. Es geht also zum einem um die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit vom Kind über den Jugendlichen zum Erwachsenen, es geht aber zum anderen auch um gesellschaftliche Anforderungen, die mit zunehmenden Lebensalter gestellt werden. Diese beiden Anforderungen wirken auf das Selbstkonzept der Jugendlichen. Der Aufbau und die Stärkung des Selbstkonzepts muss demnach das erste Ziel einer Suchtprävention im Unterricht sein, das kann aber nur gelingen, wenn die Lebenssituation der Jugendlichen ernst genommen wird und nachgefragt wird, warum sich Jugendliche für das Rauchen entscheiden. Die Arbeit am Selbstkonzept der Kinder steht am Anfang des Programms und beschäftigt sich mit den Themen Freundschaft, Gruppendruck, Ablösung von den Eltern, Leistungsorientierung und Selbstakzeptanz. In einem weiteren Schritt werden Möglichkeiten der produktiven Selbstverwirklichung gezeigt, z.B. anhand der Themen Rollenmuster, Körpererfahrung und seelische Ausgeglichenheit. In diesem Umfeld wird es dann auch möglich sein die Irrwege der Selbstfindung bzw. Selbstverwirklichung zu zeigen und Aufklärungsarbeit zur Sucht und zum Suchtverhalten zu leisten. Dabei bietet es sich an, diese enormen Aufgaben auf verschiedene Fächer zu verteilen und lehrplangemäß in den Unterricht einzubauen: In den Fächern Deutsch, Natur & Technik, Kunsterziehung, Musik und Sport findet man im neuen Lehrplan der sechsten Jahrgangsstufe die erforderlichen Rahmenbedingungen SELF zu implementieren und erfolgreich durchzuführen.Die Betreuung und Auswertung dieses Projekts erfolgt durch den Lehrstuhl für Schulpädagogik der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg.
Wettbewerb Anti-Rauchen-Plakate
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Extra Tour Sucht
Extra-Tour-Sucht ist eine Aktion des Bayerischen Gesundheitsministeriums und bietet eine innovative Verbindung zwischen Erlebnisspiel und Ausstellung. Sie ist eine ein modernes Instrument zur Sucht- und Drogenprävention für den Einsatz mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Beteiligt wurden neben den 9. und 10. Klassen des Ortenburg-Gymnasiums auch die Förder- und Hauptschule Oberviechtach. Neben den Lehrkräften StRin z.A. Dollinger, StRin Zettlmeißl und StR Schaller waren u.a. auch Frau Dr. Spiegler-Denk sowie Herr Schade vom Gesundheitsamt Schwandorf, Herr Senft von der Polizei Oberviechtach und Stefan Kuhn, Jugendpfleger des Landkreises Schwandorf als Betreuer der fünf Stationen an der Aktion beteiligt.
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