94 Schülerinnen und Schüler des OGO nehmen am 11. Tag der Mathematik der Universität Bayreuth teil

Am Samstag, den 9. Juli 2016, besuchten insgesamt 94 Schülerinnen und Schüler des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach zusammen mit ihren Lehrkräften StRin Lohrer, LaV Käsbauer und StR Rötzer den 11. Tag der Mathematik der Universität Bayreuth. Die Veranstaltung hat sich am Oberviechtacher Gymnasium inzwischen etabliert und erfreut sich immer größerer Beliebtheit: In diesem Schuljahr mussten zum ersten Mal zwei Busse bestellt werden, um allen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen.

Am Vormittag traten die Jugendlichen in vier Altersklassen in einem Team-Wettbewerb (insgesamt über 400 Teilnehmer aus verschiedenen bayerischen Gymnasien) gegeneinander an. Bei der Lösung der Aufgaben sind – im Unterschied zu vielen Aufgaben aus dem Unterricht – besonders Kreativität und die Fähigkeit zum Problemlösen gefragt. Nach einer Mittagspause konnten die Schülerinnen und Schüler Vorträge (z.B. „Planung von Flugzeugen auf Landebahnen: Wie mathematische Optimierung helfen kann, Verspätungen zu vermeiden“ oder „Mathematik in Hollywood“) besuchen, an verschiedenen Workshops (z. B. „Magic Eye: Blickst du durch?“) teilnehmen oder auch den Universitätscampus sowie die Bayreuther Innenstadt erkunden.

Für viele Heranwachsende war es eine lohnenswerte Erfahrung, eine Universität sowie die Stadt Bayreuth kennenzulernen. Besonders beeindruckend war es für viele Teilnehmer, welch bedeutsame Rolle die Mathematik in unserer Lebenswelt spielt.

 

Mit Bauer Schlepp, Harry Potter und Papa Schlumpf im Reich der Mathematik

12_tagdermthematik62 Schüler aus den Jahrgangsstufen 5 bis 10 des Ortenburg-Gymnasiums und Freunde machten sich an einem Samstag in aller Frühe zusammen mit ihren Lehrkräften Gerhard Lehminger, Dr. Franz Süß und Paula Deml auf nach Bayreuth. Dort fand an der Universität zum siebten Mal der „Tag der Mathematik“ statt. Und zum vierten Mal waren auch die Ortenburger wieder dabei.

Am Vormittag fand ein Mathematik-Wettbewerb statt, bei dem die Schüler in Gruppen mit bis zu fünf Personen als Teams mit selbstgewählten Namen starteten. Dabei gingen „The Kings of Maths“, „Die Mathefreaks“, „Lookingforthemaster“ und „Die fantastischen Drei“ ebenso ins Rennen wie z.B. „Frauenpower“, „Die wilden Küken“, „Giftgrüne Schnecken“ und „irgenwei hald“, um nur einige davon zu nennen. Allein an der Namenswahl wird schon klar, dass Mathematik von den Teilnehmern ganz und gar nicht als trockene Sache empfunden wurde, sondern dass sie sich darauf freuten, mathematische Nüsse zu knacken und gemeinsam zu knobeln. Um diese Begeisterung zusätzlich zu fördern, waren die meisten Probleme in ansprechende Geschichten verpackt. So hatte z.B. Bauer Schlepp mit dem Rückgang des Wassergehalts in seiner Erdbeerladung zu tun. Während er nämlich mit dem Reservekanister Sprit holen musste, hatte er seinen Hänger mit Erdbeeren leider in der prallen Sonne stehen gelassen. Hermine musst den kürzesten Weg zwischen Harry Potter und Ron finden, der vorgegebene Eigenschaften zu erfüllen hatte. Und Papa Schlumpf spielte mit seinen Schlümpfen ein Spiel, bei dem sie anhand bestimmter Informationen herausfinden mussten, ob ihnen eine gelbe oder violette Mütze aufgesetzt worden war. Sie konnten allerdings nicht alle anderen Schlümpfe sehen und sich selber sowieso nicht. Mogeln war nicht anzuraten, denn dann hätten sie eine Woche WII-Verbot erhalten. Natürlich gab es auch ein paar rein mathematische Aufgaben, in denen bestimmte Eigenschaften von Quadraten, Kreisen bzw. Kugeln herausgefunden werden mussten.

Nachmittags wurden mehrere mathematische Vorträge und Workshops angeboten. Als Alternative bestand auch die Möglichkeit, an diesem Tag nicht nur die Universität sondern auch die Stadt Bayreuth selbst etwas näher kennenzulernen.
Anschließend fand im Audimax der Universität die Preisverleihung statt. Die Konkurrenz war mit ca. 480 Teilnehmern sehr groß. So dass die Ortenburger es leider nicht auf das Siegertreppchen schafften. Aber sie wurden ausgezeichnet, die am zweitstärksten vertretene Schule zu sein.
So ging ein doch eher ungewöhnlicher Samstag wieder zu Ende, an dem die Gymnasiasten viel Spaß hatten und zahlreiche neue Eindrücke gewinnen konnten.

 

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Schon während der Fahrt zur Universität Regensburg stellten Polizisten im Bus als erstes unsere Zahlen und Additionskenntnisse auf den Prüfstand. Nach also einer nicht ganz mathefreien Fahrt kamen wir schließlich am Universitätsgelände in Regensburg an.

Doch hier erwartete uns etwas ganz Anderes, fern von jeglicher normalen Mathewelt: Zahlen, Mengen, Gleichungen aller Art und Knoten.
Einen ganzen Tag im Paradies der angehenden, fertigen Mathematiker.
So ging es dort gleich richtig los. Während normale Menschen mit einer Schere zwei ineinander verknotete Seile einfach auseinander schneiden würden, haben wir uns am Anfang mit einer ganz anderen Herangehensweise beschäftigt. Welche verknoteten Seile sind dieselben, welche nicht? Wie löst man diese durch weiteres Verknoten? Ja, es ging um Knoten, Knoten und nochmals Knoten.
Frisch mit diesem Wissen ausgestattet, fingen wir munter an, unsere Wettbewerbsaufgaben zu bearbeiten. Innerhalb von zwei Stunden knobelten wir also und die Köpfe rauchten geradezu. Zum Glück konnten wir die Knoten danach ja wieder lösen!
Doch auch Zahlen machen eher hungrig als satt. So machten wir uns auf den Weg in die Mensa. Nachdem wir uns nun gestärkt hatten, ging es ab in die Tiefen der Bibliothek. Der vielen Buchstaben müde werdend, wendeten wir uns lieber wieder der Mathematik zu.
Um aber mit unseren Zahlen auch Geld verdienen zu können, wurden uns selbstverständlich auch die verschiedenen Werdegänge eines Mathematikers aufgezeigt. Vom Studium über die Nebenfächer und die Berufsfelder war alles auf dem Programm. Um Insider-Informationen zu erhalten, fanden wir extra Studenten vor, die uns bei Kaffee und Lebkuchen geduldig Rede und Antwort standen.
Nachdem diese danach für unseren Geschmack zu viele Löcher in den Bäuchen hatten, gingen wir wieder zurück zu unserer Mathematik. Denn dieses Mal galt es sie zu finden! Ob Krümmungsausgleiche, Fraktale, die Drachenkurve oder die Selbstähnlichkeit: Wir schreckten vor nichts zurück und fanden Erstaunliches heraus. Ja, ja die Mathematik ist überall und nirgendwo. Passt nur auf: Sie lauert hinter jeder Ecke und kann dich jeden Moment überfallen!
Mit diesem Wissen ging der Tag zu Ende und wir, die unerschrockenen Mathematiker, fuhren wieder zurück nach Oberviechtach. Doch was erwartete uns dort? Ein Chaos von Krümmungen (für Nichtmathematiker: Autos), Geraden mit versteckten Krümmungen (= Straßen) und Knoten (=im Kopf).
Doch wir wussten ja, wie wir sie lösen konnten; eine Bereicherung, die bei der Studienentscheidung sicher in vielerlei Hinsicht nützlich sein wird.

Am Ende bleibt nur noch zu sagen:
Und wenn die Mathematiker sich nicht verknoten, dann rechnen sie noch morgen!

Ilona Schneider, Q11