Ess-Störungen sind Krankheiten, die vor allem junge Menschen im Alter von ca. 12 bis 25 Jahren treffen. Hauptsächlich erkranken Mädchen und junge Frauen. Es wird geschätzt, dass rund 5% dieser Altersgruppe betroffen sind. Der Begriff Ess-Störungen bezeichnet psychische Krankheiten, zu denen die Magersucht (Anorexia nervosa), die Bulimie (Bulimia nervosa) und die sogenannte Ess-Sucht (Binge-Eating-Disorder) gehören. Ihre Ursachen sind bis heute nicht eindeutig bekannt. Neben einer genetischen Veranlagung sind offenbar persönliche Eigenschaften des Betroffenen, Eigenschaften seiner Familie und Eigenschaften der Gesellschaft (soziokulturelle Faktoren) an der Entstehung beteiligt.
Die Behandlung der Erkrankungen ist oft schwierig, langwierig und nicht immer erfolgreich. Es gilt daher, Ess-Störungen, wenn irgend möglich, zu verhindern, Betroffene so früh wie möglich zu erkennen und sie von der Notwendigkeit einer Behandlung zu überzeugen. Mit der Ausstellung "Is(s) was?!", welche zur Zeit am Ortenburg-Gymnasium in Oberviechtach zu sehen ist, will die Landeszentrale für Gesundheit in Bayern auf dieses Thema aufmerksam machen und erste Informationen geben. Um mit Jugendlichen über das Thema ins Gespräch zu kommen, hat die SMV Frau Amann von der Caritas Schwandorf eingeladen. Die Diplom-Psychologin referierte über die verschiedenen Formen von Ess-Störungen, ihre Häufigkeiten, Komplikationen und Behandlungsmöglichkeiten. Der SMV ist es ein besonderes Anliegen, dass in der Schule über Ess-Störungen geredet werden kann, ohne dass damit ein Tabu gebrochen werden muss. Ziel ist vor allem die Information und Aufklärung über Essstörungen und deren Ursachen, denn nur so kann präventiv gewirkt werden. Die Veranstaltung, welche am 23. Oktober im Medienraum des Ortenburg-Gymnasiums abgehalten wurde, ist eingebunden in eine Reihe von Aktionen, die die SMV zum Thema „Gesunde Schule“ anbietet.