neue Gymnasiallehrer am OGO StRefin Sonja Kronawitter (Mu), StRefin Daniela Hecht (Sp, L), StRef Stephan Sturm (D, F), StRefin Julia Niedermaier (B, Ch), StRefin Petra Zillner (B, Ch), StRefin Judith Freisleben (E, WR); StRef Alexander Krämer (M, WR), StRef Michael Herrgen (M, Ph), StR z.A. Stefan Obendorfer (D, Ek), StR z.A. Matthias Zeidler (L, F), StRef Thomas Koller (Sp, D); nicht auf dem Bild: StRefin Tanja Ripper (D, L), StRef Thomas Schwesinger (M, Ph), StRef Dr. Franz Süß (M, Ph), StRin z.A. Elisabeth Frisch (Ku);

OGO stellt Weichen für die Zukunft

Personell gut positioniert - 806 Schüler und 65 Lehrer - Wahlunterricht und Intensivierung

Oberviechtach. (lg) Zum Beginn des neuen Schuljahres werden am Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach 806 Schülerinnen und Schüler von insgesamt 65 Lehrkräften unterrichtet. Ein Großteil dieser Pädagogen arbeitet aber auf Teilzeitbasis. Die Stundenplanmacher vollbrachten eine wahre Meisterleistung, so Schulleiter Hans Wurm, als sie den Einsatz der Vollzeitkräfte, der Teilzeitlehrkräfte, der zwölf Referendare und der vier reaktivierten Pensionäre unter einen Hut brachten.

Letzteren dankte Oberstudiendirektor Hans Wurm im besonderen Maße, weil sie mit ihrem Einsatz Engpässe verhindern helfen. Die pensionierten Lehrer ersetzen zusammen eine volle Lehrkraft. Das landesweite Personalproblem konnte somit am OGO "gut gepuffert" werden. Überschaubare Klassen und kleinere Lerngruppen sind die Früchte der vorausschauenden Personalplanung. Anfangsfranzösisch kann somit in Lerngruppen von 17 bzw. 18 Schülern erteilt werden. Die vier Übertrittsklassen mit 25 bzw. 26 Schülern bieten eine lerngünstige Größe, wodurch sich etwaige Übertrittsprobleme minimieren lassen. In den Klassen 5 mit 11 befinden sich 670 Schüler, wobei hier eine durchschnittliche Klassenstärke von 27,9 erreicht wurde. Insgesamt 136 Schüler befinden sich in der Kursphase der Kollegstufe.

Der personelle Wechsel zeigt sich in der Neuzuweisung der Studienräte z.A. Elisabeth Frisch (Kunst), Stefan Obendorfer (Deutsch, Erdkunde) und Matthias Zeidler (Latein, Französisch). Daneben kamen zwölf Referendare an das Ortenburg-Gymnasium, die teilweisen aus der Region stammen und somit mit der Bedürfnislage bestens vertraut sind. Einige Referendare sind sogar Absolventen des Ortenburg-Gymnasiums. In der Verjüngung des Kollegiums sieht der Schulleiter zusätzliche Chancen. Oberstudienrat Ludwig Pfeiffer (Wirtschaft und Recht, Sport), der ein Jahr lang Erfahrungen bei BMW in Dingolfing sammelte, kehrte zum Schuljahrsbeginn an das OGO zurück.

In stundenplanorganisatorischer Hinsicht wird im neuen Schuljahr ein besonderes Augenmerk auf die Doppelstündigkeit gerichtet. Diese Unterrichtsform ist in der Unterstufe als Übergangshilfe von der Grundschule zum Gymnasium zu sehen und nimmt in der Oberstufe den universitären Lehrbetrieb vorweg. Die Doppelstündigkeit bringt auch organisatorische und lerntechnische Vorteile, ganz zu schweigen von den leichteren Schultaschen, wenn nur die Bücher für drei Fächer pro Schultag mitgenommen werden müssen.

Trotz der Versorgungsengpässe kann am Oberviechtacher Gymnasium Wahlunterricht mit differenzierenden Sportangeboten, Textverarbeitung, Schulspiel und Musik angeboten werden. Bei letztgenanntem Fach sind es 19 Stunden in Chor, Orchester, Big Band und Instrumentalunterricht (Geige, Posaune, Trompete).

Als besonders erfreulich sieht der stellvertretende Schulleiter Günter Jehl die Möglichkeiten der Intensivierungsstunden im Kernfachbereich. Für die zweite und dritte Fremdsprachen (Französisch, Latein) und auch für Mathematik konnte Personal bereitgestellt werden.

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Oberstudiendirektor Hans Wurm (links) empfing die neuen Lehrkräfte am Ortenburg-Gymnasium. Foto: Zm

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Was kann ich studieren?

Aus 90 Vortragsveranstaltungen konnten sich die Kollegiaten der 13. Jahrgangsstufe ein Informationsprogramm über Studiengänge bzw. über die Organisation des Studiums zusammenstellen. Die künftigen Abiturienten des Ortenburg-Gymnasiums besuchten am Freitag den 12. Bayerischen Hochschulinformationstag 2007, der von der Bundesagentur für Arbeit an der Universität Regensburg angeboten wurde. Schirmherr war der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Siegfried Schneider.

Insgesamt 35 Universitäten und Fachhochschulen präsentierten ihr Hochschulprofil bzw. ihr Lehrangebot. Auch an Bibliotheksführungen bzw. Eignungstests konnten die 62 Schüler aus Oberviechtach teilnehmen.

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International anerkannte Diplome überreicht

Foto: Zm Die Kollegiaten können stolz sein auf die international anerkannten Sprachdiplome, die ihnen im Direktorat überreicht wurden.

Vorbereitung im Französischunterricht - Hilfreich bei Bewerbungen

Oberviechtach. (glg) Fremdsprachenkenntnisse gewinnen angesichts der Globalisierung im internationalen Wirtschaftsleben einer immer größere Bedeutung. Dies trifft umso mehr zu, wenn die Kenntnisse mit einem international anerkannten Diplom zertifiziert werden.

In diesen Genuss kamen jetzt Kollegiaten der 12. Jahrgangsstufe des Ortenburg-Gymnasiums, die sich im zurückliegenden Schuljahr den Prüfungen für DELF B 1 unterzogen. Dieses Diplom bestätigt international anerkannte Fremdsprachenkenntnisse in Französisch. Die zehn beteiligten Schüler aus der letztjährigen Klasse 11c schafften alle die Prüfung, die von Studiendirektor Arwid Krauß im regulären Französisch-Unterricht vorgestellt und vorbereitet wurde.

Der Französisch-Lehrer war deshalb jetzt auch zu Recht stolz auf seine Schüler, als Harald Krämer von der VHS Weiden an das Oberviechtacher Gymnasium kam und zusammen mit Oberstudiendirektor Hans Wurm die begehrten Diplome aushändigte. Diese Diplome ergänzen die schulische Leistungseinschätzung. Bei Bewerbungen nehmen sie einen hohen Stellenwert ein, da sie wegen der Standardisierung und der klaren Leistungsbeschreibung für Personalchefs aussagekräftiger sind als Schulnoten.

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Eine Sperlingsfamilie frisst 50 Zentner Insekten

Über den Nutzen der Vögel informiert - Vielfältige Gefährdung für Greifvögel

Oberviechtach. (lg) Mit dem Vogel des Jahres 2007, dem Turmfalken, machten die Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe des Ortenburg-Gymnasiums Bekanntschaft bei einem äußerst aufschlussreichen Vortrag von Karl Büchl. Dieser war aus Regenstauf angereist, wo er Ansprechpartner der Auffang- und Pflegestation für Greifvögel ist.

Den Kontakt zu dieser Einrichtung des Landesbundes für Vogelschutz stellte Oberstudiendirektor Hans Wurm während der Sommerferien her, als es galt, einen auf dem Schulgelände aufgefundenen verletzten Sperber fachmännisch zu versorgen. Kontaktmann war Dr. Werner Schuler aus Niedermurach, der im Oberviechtachern Raum die Belange des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern (LBV) vertritt.

"Ein Großteil der in Regenstauf versorgten Tiere sind im Straßenverkehr verunglückt", so die Erfahrung von Karl Büchl. Die am Straßenrand auf Beute ansitzenden Vögel verkennen die Gefahr durch herannahende Fahrzeuge und fliegen erst in letzter Sekunde auf. Dabei streifen sie das Fahrzeug oder stoßen mit ihm zusammen. Anpflanzungen an Straßen sind aus der Sicht des Vogelschützers daher nicht sinnvoll.

Gefahr droht den Greifvögeln auch durch Umweltgifte. Die Tiere stehen am Ende einer mit Giften belasteten Nahrungskette. Vor Jahrzehnten ausgebrachtes DDT beispielsweise beeinträchtigt noch heute den Reproduktionserfolg von Greifvögeln. Doch auch aktuell zugelassene Pestizide, wie sie in der Land-, Forst- und Teichwirtschaft sowie beim Gartenbau eingesetzt werden, erreichen das Ende der Nahrungskette: Pflanzenschutzmittel, Insekten, Spitzmaus, Greifvögel.

Wenn man bedenkt, dass z.B. ein Mäusebussard pro Jahr 2000 Mäuse vertilgt und eine Sperlingsfamilie jährlich 50 Zentner Insekten frisst, dann könnte man durch gezielte biologische Schädlingsbekämpfung Spritzmittel einsparen. Durch sein umfangreiches Arten- und Biotopschutzprogramm bemüht sich der LBV seit Jahrzehnten um intakte Lebensräume für Vögel unserer Heimat. Karl Büchl ermutigte auch die Schüler, aktive Umweltschützer zu werden.

Der mitgebrachte Turmfalke war gleichsam Botschafter für diese Belange. Die Schüler erfuhren, dass dieser Vogel ein Felsbrüter ist. In felsarmen Regionen nutzt der Turmfalke allerdings die verlassenen Nester anderer Vögel, wie z. B. von Krähen. Seine Beutetiere sind Feldmäuse, Wühlmäuse und manchmal Kleinvögel. Er packt seine Beute mit den Fängen und tötet sie mit einem Biss in den Nacken.





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Zertifikate für Kollegiaten (Bewerberseminar)

Nach erfolgreicher Absolvierung von "Job-Train" erhielten die Kollegiaten ihre Zertifikate. Bild: lg

Mit "Job Train" Bewerbung meistern

Oberviechtach. (lg) Sich beim Vorstellungsgespräch ins rechte Licht zu rücken und die Formalitäten bei den schriftlichen Unterlagen zu meistern - das sind wichtige Aufgaben, wenn es um Bewerbung geht. Die Mitglieder des Grundkurses für Wirtschaftsenglisch und Kommunikation bei Studiendirektor Arwid Krauß am Ortenburg-Gymnasium (diesjährige K 13) haben es jetzt Schwarz auf Weiß, dass sie diese Modalitäten beherrschen. Der Bundesagentur für Arbeit, der Lernenden Region Schwandorf e.V. und dem Management Training Center "topfit jobfit" haben es die Schüler zu verdanken, dass sie künftig vor den Personalchefs bestehen können. Unter anderem wurden die Kollegiaten von Personalverantwortlichen aus Firmen wie z.B. Witt Weiden getestet und der Zertifikate für würdig befunden, die sie jetzt aus der Hand von Schulleiter Hans Wurm und StD Arwid Krauß in Empfang nehmen durften.

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Vortrag über Islam

Nevfel Cumart: "Wie das Christentum so ist auch der Islam kein homogener Block!" Bild: lg

Zum Bild des Islam in Deutschland

Vortrag von Nevfel Cumart am OGO - Vielschichtigkeit dieser Religion

Oberviechtach. (lg) "Die Vielschichtigkeit des Islam wird bei uns nicht wahrgenommen", erklärte der Arabist und Islamwissenschaftler Nevfel Cumart, der mit seiner griechischen Frau in Bamberg lebt und bereits zum dritten Mal am Ortenburg-Gymnasium zu Gast ist. So wie es den religiösen Pluralismus im Christentum gebe, so existiere er auch im Islam.

Bei der öffentlichen Abendveranstaltung, zu der das Oberviechtacher Gymnasium zusammen mit mehreren Vereinen einlud, wurde die Wissensfülle des Referenten deutlich, der in seinem ruhigen und souveränen Vortragsstil zum Bild des Islam in Deutschland Stellung bezog.

Der Islam in der Türkei sei ein anderer als der in Afghanistan oder im Iran und in Saudi Arabien. Insgesamt 55 Länder gibt es weltweit, in denen mehrheitlich die islamische Religion verbreitet ist. In Deutschland leben 3,3 Millionen Menschen islamischen Glaubens, weitweit sind es 1,3 Milliarden.

Islam dürfe nicht mit dem Islamismus (islamischer Fundamentalismus) und dieser wiederum nicht mit dem Terrorismus gleichgesetzt werden. Nach dem Ende des Kommunismus werde der Islam in der westlichen Welt nicht selten mit einem neuen Feindbild belegt.

Cumart setzte sich mit vier herrschenden Thesen auseinander, warum Islam und Demokratie nicht vereinbar seien. Er widerlegte diese und stellte den Ansatz eines Vergleiches von Religion und politischer Struktur in Frage. Auf einen Diskussionsbeitrag aus dem Publikum zur Toleranz des Islam erklärte der Redner, dass "Halbsätze aus dem Koran" als Legitimation von Gewalttaten instrumentalisiert werden können.

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Literarische Versuche in "Schreibwerkstatt"

Der Dichter Nevfel Cumart beim Gedankenaustausch mit den Jugendlichen der "Schreibwerkstatt". Bild: lg

Nevfel Cumart eröffnet Zugang zur Literatur - Einführung in Liebeslyrik

Oberviechtach. (lg) Schüler und Jugendliche an Literatur und insbesondere Lyrik heranzuführen ist für Lehrer keine leichte Aufgabe. Einem Autor, der selbst Gedichte schreibt, bieten sich aber Möglichkeiten, seine "Schreibwerkstatt" den Jugendlichen zu öffnen und damit einen Zugang zur Literatur zu ebnen.

Genau das machte der türkisch-stämmige Schriftsteller Nevfel Cumart, 1964 in Lingenfeld geboren, als er am Ortenburg-Gymnasium Oberstufenschüler in eine "Schreibwerkstatt" einlud. Ein Zeitungsartikel über einen blinden Mann an einer Bushaltestelle und ein meditativer Text über ein Tier bildeten die Grundlage für produktives Schreiben.

Für die 10. Klassen stand Liebeslyrik auf dem Stundenplan. Romantische Gedichte, Alltagstexte und Wortspiele aus dem reichen lyrischen Werk Cumarts bildeten die textliche Bandbreite des literarischen Feldes, auf das die Jugendlichen vom Autor selbst geführt wurden.


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Karolinum und Weißer Berg auf dem Programm

Für die Schüler aus Oberviechtach öffneten sich diesmal auch die Tore des großen Sitzungssaals der Karlsuniversität. Bild: lg

18. Partnerschaftsbesuch in Prag - Reiches Besichtigungsprogramm - Gemeinsamer Unterricht

Oberviechtach. (lg) Bei ihrem 18. Partnerschaftsbesuch in Prag durften die Schüler des Ortenburg-Gymnasiums auch das Karolinum besichtigen. Dies ist der älteste Teil der Prager Universität, wo gerade die Promotions- und Immatrikulationsfeiern stattfanden. Aber auch eine Exkursion zum Weißen Berg (Bila Hora) und ein Besuch des Schlosses Konopiste standen neben den bekannten touristischen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm.

Zum Auftakt des zehntägigen Besuchs wurden die Schüler und die begleitenden Lehrkräfte Dr. Christine Paschen und Ulrich Wohlgemuth offiziell von Direktorin Jana Maierova begrüßt, die die guten Kontakte und die große Bedeutung des Austausches hervorhob. Als Sprecherin der Gäste dankte Oberstudienrätin Dr. Christine Paschen für den herzlichen Empfang.

Ausgehend von sprachlichen Einflüssen des Tschechischen auf das Bayerische stellte sie das Bewusstsein von Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen benachbarten Völkern in den Mittelpunkt.

Beim Besuch des Karolinums wurden die Oberviechtacher Schüler in die Geschichte der bereits 1348 von Kaiser Karl IV. gegründeten Hochschule eingeführt. In Anbetracht der gerade stattfindenden Immatrikulationsfeiern durften die Jugendlichen sogar einen Blick auf das sonst im Safe verwahrte Szepter des Kanzlers der Universität werfen.

Beim Besuch des wegen seines Grundrisses so benannten Sternenschlosses auf dem Weißen Berg (Bila Hora) wurde auch die Schlacht von 1620 mit ihren Auswirkungen auf die Oberpfalz in Erinnerung gerufen. Im Schloss Konopiste wurden die Schüler mit der gewaltigen Trophäensammlung des Erzherzogs Franz Ferdinand konfrontiert, der 1914 zusammen mit seiner Frau Sophie Opfer des Attentats wurde, das den Ersten Weltkrieg auslöste. Konopiste war Familiensitz des österreichischen Thronfolgers gewesen.

Neben weiteren Besichtigungen standen auch ein kleiner Sprachkurs und Unterricht an der Obchodni Akademie auf dem Programm. Gastgeber und Gäste beschäftigten sich mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Tschechien.


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Klanggewaltiges Symphoniekonzert

Schulleitung und Fachschaft Musik bedankten sich bei Dirigent Markus Schindlbeck und Solist Hans Kistler. Bild: lg

"Junge Symphonie" Regensburg zu Gast
- Werke von Beethoven, Spohr und Tschaikowsky - Erlös für neuen Flügel

Oberviechtach. (lg) Einen Tag nach ihrem Auftritt im Regensburger Neuhaussaal gastierte die "Junge Symphonie" in voller Orchesterbesetzung am frühen Sonntagabend am Ortenburg-Gymnasium. Die zahlreichen Besucher erlebten das klanggewaltige Konzert eines voll besetzten Symphonieorchesters mit 60 Mitwirkenden. Schulleitung und Musiklehrer sahen darin auch eine besondere musikpädagogische Chance für den Unterricht.

Der Klarinettist Hans Kistler, der als Solist Louis Spohrs Konzert für Klarinette und Orchester No. 2 op. 57 bravourös meisterte, hatte die Verbindung zwischen dem Regensburger Laienorchester und dem Ortenburg-Gymnasium hergestellt. Hans Kistler und dem musikalischen Leiter des Orchesters, Markus Schindlbeck, dankte Oberstudiendirektor Hans Wurm daher besonders für die Bereitschaft, das Oberviechtacher Publikum "auf den Schwingen der Musik" zu entführen.

Ganz beschwingt war tatsächlich der Einstieg mit Ludwig van Beethovens Ballettmusik "Die Geschöpfe des Prometheus (op. 43). Leben, Liebe, Tod und nach der Wiedererweckung des Prometheus auch Lachen sind in dieser Komposition musikalisch thematisiert. Das zweite Werk des Abends stammte von Louis Spohr, einem überragenden Komponisten und Dirigenten der Frühromantik, der insgesamt vier Konzerte für Klarinette und Orchester geschrieben hat.

Spohrs Konzerte tauchen allerdings eher selten in den Konzertsälen des 21. Jahrhunderts auf. Um so verdienstvoller ist es, dass sich Hans Kistler an diesen Stoff heranwagte. Nach kraftvollem Einstieg im 1. Satz (Allegro) folgten äußerst melodische Rahmenteile im 2. Satz (Adagio), in denen sich der Solist im unteren Register bewegte. Das Konzert schließt mit einem Rondo alla Polacca, bei dem Kistler alle musikalischen Möglichkeiten seines Instruments ausspielte. Ein ganz modernes Stück von Graham Buckland (Rilke-Bild Nr. 3) war die kontrastreiche Zugabe, mit der Kistler das Publikum überraschte.

Nach der Pause, in der sich die Schülermitverantwortung verdienstvoll um die Bewirtung der Gäste kümmerte, stand Peter Tschaikowskys Fünfte Symphonie auf dem Programm, die im Reigen seiner Werke zur populärsten Orchester-Komposition wurde, wenngleich Tschaikowsky selbst sie nicht an die Spitze seiner Kompositionen stellte. Mit Hingabe und Freude dirigierte Markus Schindlbeck diese bekannte Symphonie, die das Oberviechtacher Publikum zu Beifallsstürmen und stehenden Ovationen hinriss. Nur schade, dass der Musikgenuss durch plötzliche Dunkelheit in der Halle, verursacht durch die eingebaute Zeitschaltuhr, jäh unterbrochen wurde. Die vorwiegend jungen Musiker und ihr Dirigent nahmen den unerwarteten "Anschlag" der Technik mit Gelassenheit und ließen sich nicht von einer Zugabe abhalten. Sie belohnten die Begeisterung des Publikums mit einem Auszug aus den Enigma-Variationen des englischen Komponisten Edward Elgar.

Schulleitung und Fachschaft Musik des Ortenburg-Gymnasiums bedankten sich beim Orchester und seinem musikalischen Leiter für den Erlös des Konzertabends. Es ist die Anschaffung eines neuen Flügels für den Musikunterricht geplant.



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OGO-Mädchen im Schachspiel Spitze

Die OGO-Mädchen wurden Oberpfalzmeister im Schulschach, aber auch die Leistungen der Jungen können sich sehen lassen. Foto: lg

In Neumarkt Oberpfalzmeister geworden - Qualifikation für Bayerische Meisterschaft

Oberviechtach. (lg) Mit dem Titel eines Oberpfalzmeisters kehrten die Mädchen des Ortenburg-Gymnasiums von den diesjährigen Schulschachmeisterschaften zurück. Diese wurden mit der Teilnahme von 280 Schülerinnen und Schülern in der Kleinen Jurahalle in Neumarkt ausgetragen.

Unter der Betreuung des Oberpfälzer Schulschachreferenten Günter Jehl sowie der Jugendleiter des Oberpfälzer Schachverbandes traten 69 Vierermannschaften an. Den Oberviechtacher Mädchen, die sich den Oberpfalztitel sicherten, gratulierte Schulleiter Hans Wurm bei einem Empfang im Direktorat.

Maria Zinkl (10a), Lea Schüle, Lisa Semmelmann (beide 11d) und Katharina Wittmann (11b)gewannen in Neumarkt alle acht Begegnungen souverän. Sie qualifizierten sich damit für die Bayerische Meisterschaft, die im März nächsten Jahres in Roth stattfinden wird.

Die Jungen der Wertungsklasse I belegten unter dreizehn Mannschaften mit drei Siegen und drei Niederlagen einen achten Rang, punktgleich mit dem Fünftplazierten. Damit erbrachten Johannes Hilburger (11b), Sebastian Forster (K 12), Markus Hofstetter (11d) und Andreas Schneider (8c) eine beachtliche Leistung, denn die Konkurrenz setzte sich auch hochkarätigen Vereinsspielern, insbesondere aus Regensburg, zusammen.



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"Dem OGO wachsen Flügel"

Der Dank aller Spieler galt dem langjährigen Organisator der Klavierabende, Musiklehrer Hans Bock. Foto: lg

Reiches Repertoire beim 29. Klavierabend - Anschaffung eines neuen Instruments

Oberviechtach. (lg) "Dem OGO wachsen Flügel!" Stellvertretender Schulleiter Günter Jehl bezog sich mit dieser Ankündigung beim 29. Klavierabend nicht nur auf den florierenden Musikunterricht am Oberviechtacher Gymnasium, sondern auch auf die Initiative von Anne Gierlach, die sich nach der Einrichtung des zweiten Musiksaals auch für die Anschaffung eines zweiten Flügels stark machte.

Auch beim Klavierabend unter Leitung von Musiklehrer Hans Bock wurde dieses Vorhaben nicht aus dem Auge verloren, denn die Spenden der über 100 begeisterten Zuhörer machten die geplante Neuanschaffung wieder etwas realistischer.

Die Schüler von der 5. bis zur 13. Jahrgangsstufe unterhielten die Besucher mit Werken von Bach bis Schönberg. Teresa Rauch (6d) trug ihren Lyrischen Walzer von Schostakowitsch schwungvoll vor, bevor die Abiturientin Barbara Dietlinger mit einem Bach-Werk die Barockepoche einleitete. Julia Ruß (10a) und Christine Tretter (9a) führten das Publikum mit dem schmissigen Radetzky Marsch in die Pause.

Anschließend glänzte Jana Hartinger (8a) mit ihrem technisch ausgereiften Chopin-Stück "Valse in e-Moll", während Christine Tretter Schuberts "Impromtu in As-Dur" auswendig darbot. Florian Sorgenfrei (11b) trug sein schwieriges Mendelssohn-Rondo meisterhaft vor, bevor Barbara Dietlinger mit Schönbergs "Klavierstück op. 33a", einem modernen Werk der Zwölftontechnik, die Gäste verabschiedete. (glg)

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Mit einfachen Techniken Merkleistung steigern

Bundesweit hat sich Markus Hofmann einen Namen als Gedächtnistrainer gemacht, der auch vor Managern und im Fernsehen seine Techniken vorstellt. Foto: glg

Gedächtnistrainer Markus Hofmann - Über 800 Besucher kamen in die Sporthalle

Oberviechtach. Über 800 Besucher kamen am Montagabend in die OGO-Sporthalle, um sich bei Gedächtnistrainer Markus Hofmann das Rüstzeug für ein besseres Denk- und Merkvermögen zu holen. Der gebürtige Nabburger, der heute in München lebt und bundesweit zu Seminaren über Memo-Mind verpflichtet wird, wusste sein Publikum von Anfang an mit Humor und Esprit zu begeistern.

Bereits bei der Nachmittagsveranstaltung vor den 140 Kollegiaten des Ortenburg-Gymnasiums überzeugte Hofmann mit leicht erlernbaren Techniken, mit denen man sich große Zahlenreihen, Namen und Sachverhalte leicht merken kann. Für die Schüler war also der Besuch des Seminars von fundamentaler beruflicher Bedeutung.

"Ich freue mich, dass ich heute in der Oberpfalz auftreten kann", erklärte Hofmann, der auf Einladung des Rotary Clubs Oberpfälzer Wald in seine Heimat gekommen war. Eines seiner vorgestellten Merkraster orientierte sich an zehn Körperstellen von Kopf bis Fuß, mit denen jeweils ein Sachverhalt verbunden wird. Ein anderes Bespiel waren zehn Stellen in der Turnhalle, die im Uhrzeigersinn abgegangen wurde. Anhand dieser zehn Merkstellen wurden die zurückliegenden zehn amerikanischen Präsidenten abgespeichert. Ähnliches vollzog Hofmann am Nachmittag mit den Bundesländern und ihren Hauptstädten.

Langfristigen Erfolg hat das Einführungsseminar aber nur, wenn das Raster immer wieder ausgetestet wird, d.h., Wiederholung ist wichtig. Im Anschluss an den Vortrag müssen 20 bis 30 Stunden Einübung vollzogen werden. Rotarier-Präsident Christian Schneider bedankte sich ebenso wie Oberstudiendirektor Hans Wurm für den eindrucksvollen Abend, dessen Erlös voll dem Ortenburg-Gymnasiums zugute kommt. Dort will man in absehbarer Zeit einen neuen Flügel anschaffen. (glg)


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Einsatz der Familie Erös für Afghanistan

Informationen aus erster Hand über Afghanistan bot Annette Erös den Schüler des Ortenburg-Gymnasiums. Bild: glg

Sozial- und Bildungseinrichtungen - Hilfe für ein geknechtetes Land

Oberviechtach. Bereits Ende der achtziger Jahre engagierte sich Annette Erös als Lehrerin in Peschawar, während ihr Mann, Dr. Reinhard Erös, in diesen schrecklichen Jahren als Arzt medizinische Hilfe für die Afghanen leistete. Damals waren noch die Sowjets als Besatzungsmacht im Land.

Mittlerweile hat die Familie Erös aus Mintraching bei Regensburg in dem immer noch nicht zur Ruhe gekommenen Land zahlreiche Sozial- und Bildungseinrichtungen vor allem für Kinder, Jugendliche und Frauen geschaffen. Ausschließlich mit afghanischen Mitarbeitern errichteten die Helfer aus der Oberpfalz in den Ostprovinzen so genannte Friedensschulen, Computer-Klassen, Werkstätten, Waisenhäuser, Gesundheitsstationen und Mutter-Kind-Kliniken.

Während Dr. Reinhard Erös am Dienstag vor Kollegiaten der 12. und 13. Jahrgangsstufe in der Auferstehungskirche referierte, zeigte Annette Erös den Schülern der 7. Jahrgangsstufe des Gymnasiums eindrucksvolle und informative Bilder von den Menschen, dem Land und den Aufbauleistungen der Familie Erös.

Kritische Worte fand die Lehrerin in Bezug auf das militärische Engagement des Westens und insbesondere der Einschätzung der Situation des Landes durch die US-Regierung. Deren Haltung ignoriere die Mentalität der Afghanen, die ein friedliebendes Volk seien. (glg)


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Zeitzeuge Dr. Karl Zehrer berichtet über die Stasi

Dr. Karl Zehrer am OGO - Vortrag zum Tag der Menschenrechte - Überwachung und Druck

Oberviechtach. (lg) "Sind Sie bereit, für uns zu arbeiten?", fragten Stasi-Funktionäre den evangelischen Pfarrer Dr. Karl Zehrer, als er in Halle in das DDR-Polizeikreisamt geladen worden war. "Nein, für Sie arbeite ich nicht!", war seine klare Antwort auf den Anwerbungsversuch des "Ministeriums für Staatssicherheit".

Die gesamte 10. Jahrgangsstufe des Ortenburg-Gymnasiums hatte am Mittwoch zum "Tag der Menschenrechte" den heute im Ruhestand lebenden Pastor zu Gast, der über die "Stasi in der ehemaligen DDR" aus erster Hand berichtete. Es waren vor allem die unmittelbaren eigenen Erfahrungen, mit denen Dr. Zehrer das Interesse der Jugendlichen weckte, die nach dem Vortrag noch mit zahlreichen Fragen ihr Informationsbedürfnis stillten.

"Ich hüte mich, schlimm über Leute zu reden, die sich anwerben haben lassen!", stellte Dr. Zehrer auch fest, denn die Verhältnisse in der DDR waren dazu angetan, die Menschen mürbe zu machen. Oftmals wurden durch das "operative Vorgehen" der Stasi Bedingungen geschaffen, unter denen Regimegegner im privaten oder beruflichem Umfeld unter Druck gesetzt wurden und ihren Widerstand aufgaben.

Als Dr. Zehrer angeworben werden sollte, war die Frage "Zuchthaus oder Mitarbeit" nicht relevant. "Aber wie hätte ich mich als Familienvater verhalten, wenn ich damit konfrontiert worden wäre?" Er ist heute froh, dass es nicht soweit kam und dass er andererseits nicht die Mitmenschen "bespitzeln, verraten und verkaufen musste".

In Zehrers aufschlussreichem Vortrag wurde deutlich, dass er immer aus einer tiefen religiösen Überzeugung heraus dachte und handelte. Mit zahlreichen Hintergrundinformationen gestaltete er als Zeitzeuge einen lebendigen und unmittelbaren Geschichtsunterricht. Die Schüler hatten sich vorher schon in Arbeitsgruppen mit vielfältigen Themen des Überwachungsstaates DDR und ihrem "Ministerium für Staatssicherheit" auseinandergesetzt. In Vorträgen und an einer Info-Wand stellten sie ihre Arbeitsergebnisse dem Plenum vor.

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Fotos und Artikel von Georg Lang

Letzte Änderung am Mittwoch, 14. September 2011

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"Fröhlich soll mein Herze springen"

Studienrätin Stefanie Jehl hatte die Gesamtleitung des Weihnachtskonzertes Foto: Lang

Klassische Linie beim OGO-Weihnachtskonzert - Texte von Mutter Teresa

Oberviechtach. (lg) "Fröhlich soll meine Herze springen" stimmte das Blechbläserensemble unter Leitung von Martin Hinkel zum Auftakt des OGO-Weihnachtskonzerts auf der Empore der evangelischen Kirche an, bevor der Unterstufenchor unter der Führung von Sonja Kronawitter in einem Musical-Auszug den "Weg nach Santiago" pries. Die Beiträge der Nachwuchssänger wirkten erfrischend und waren beeindruckend in Szene gesetzt.

Unter der musikalischen Gesamtleitung von Studienrätin Stefanie Jehl boten sämtliche Gruppen und Ensembles eine abwechslungsreiche musikalische Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Theresa Kiener (10b) begleitete das Musikprogramm mit meditativen Texten von Mutter Teresa.

John Rutters "Jesus child" und Julie Golds "From a distance" waren gelungene Beiträge des Großen Chors unter der Leitung von Stefanie Jehl, während Mozarts Rondi für drei Klarinetten von Christina Dommer (K 12), Verena Sinzger (K 12) und Hans Kistler begeistert vorgetragen wurde. Der kalten Jahreszeit angemessen erschien Vivaldis bekannte Komposition "Der Winter" (aus den Vier Jahreszeiten), die das Streichorchester unter der Klavierbegleitung von Florian Sorgenfrei (11b) bravourös meisterte. "Have yourself a merry little christmas" meinten anschließend Matthias Salomon (Saxophon), Daniel Woschée (Gitarre) und Florian Sorgenfrei (Klavier). "Jesus bleibet meine Freude" von Johann Sebastian Bach intonierte zum Schluss des dezidiert klassischen Konzerts der Große Chor unter der Begleitung eines Streicherensembles.

Das Publikum belohnte die anspruchsvollen Darbietungen mit lang anhaltendem Schlussapplaus. Die prägnanten meditativen Texte, die Theresa Kiener zwischen den musikalischen Beiträgen vortrug, entsprachen einem gedanklichen Zyklus Mutter Teresas. Diese stellte eine schlüssige Verbindung zwischen Stille, Gebet, Glaube, Liebe, Dienen und Frieden her.

Bei Biologieolympiade gepunktet

Gratulation für Katharina Biegerl zum Erfolg bei der Biologieolympiade

Urkunde für Katharina Biegerl - Erfolg bei internationalem Wettbewerb

Oberviechtach. (glg) Warum sind Karotten gut für die Augen? Mit diesen und ähnlichen Fragen musste sich die Oberviechtacher Kollegiatin Katharina Biegerl bei der Biologieolympiade auseinandersetzen, bei der sie jetzt mit einer Urkunde ausgezeichnet wurde. Der zu bearbeitende Fragenkatalog, z.B. auf dem Gebiet der Genetik, ging über das reguläre Biologiewissen hinaus.

Die 1990 gegründete Biologieolympiade ist international ausgerichtet. Sie dient der Förderung biologisch begabter Schülerinnen und Schüler und richtet sich speziell an Jugendliche der Oberstufe weiterführender Schulen. In Deutschland ist das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Technik der Träger dieses Wettbewerbs.

Oberstudiendirektor Hans Wurm und Oberstudienrat Wolfgang Graf als Fachbetreuer für Biologie überreichten Katharina Biegerl die Auszeichnung. (glg)


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Diplome des französischen Bildungsministeriums

Elf Kollegiaten bekamen Zertifikate - Wertvoll bei Studium und Bewerbung

Oberviechtach. (lg) Diplome des französischen Ministeriums für Unterricht und Bildung bekommt man als Kollegiat eines deutschen Gymnasiums nicht alle Tage verliehen. Für elf junge Damen und Herrn aus der Kollegstufe 12 des Ortenburg-Gymnasiums war aber gestern so ein Tag. Harald Krämer von der Volkshochschule Weiden-Neustadt a.d.W. überreichte die begehrten Sprachdiplome.

Die Urkunden zertifizieren als DELF B1 Französischkenntnisse der mittleren Ebene. Die Diplome gelten beispielsweise als Nachweis von Kenntnissen einer modernen Fremdsprache, wie es für bestimmte Studiengänge verpflichtend ist. Auch für Personalchefs sind die klaren Leistungsbeschreibungen dieser Zertifikate sehr aufschlussreich, weil sie die sprachlichen Fähigkeiten der Bewerber detailliert angeben.

Studiendirektor Arwid Krauß, der die Schüler im zurückliegenden Schuljahr für die Prüfung fit gemacht hatte, freute sich zusammen mit Schulleiter Hans Wurm über deren Erfolg in der französischen Fremdsprache. Frankreich ist übrigens das einzige Land, das auf dieser hohen Ebene diese nummerierten Diplome verleiht.

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International anerkannte Französisch-Diplome erhielten elf Kollegiaten des Ortenburg-Gymnasiums. Bild: Lang



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Spende von 4000 Euro an Förderverein

Vertreter der "Ortenburger" mit Prof. Stefan Beer und Oberstudiendirektor Hans Wurm nahmen die Spende von Präsident Christian Schneider in Empfang. Bild: lg

Scheck von Christian Schneider - Erlös aus dem Gedächtnisseminar

Oberviechtach. (lg) Über 950 Schüler und Gäste erlebten im November den Auftritt des bundesweit bekannten Gedächtnistrainers Markus Hofmann am Ortenburg-Gymnasium. Der Präsident des Rotary Clubs Oberviechtach/Oberpfälzer Wald, Christian Schneider, der seinerzeit die Veranstaltungen am OGO in die Wege geleitet hatte, kam jetzt erneut an die Schule, um den Reinerlös zu überreichen.

Empfänger des Schecks in Höhe von 4000 Euro war der neu gewählte Vorsitzende des Fördervereins "Die Ortenburger", Prof. Dr. Stefan Beer. Dieser nahm in Anwesenheit von Oberstudiendirektor Hans Wurm den Betrag treuhänderisch in Empfang. Beide brachten ihre Dankbarkeit für die erfolgreiche rotarische Initiative zum Ausdruck.

Das Geld wird zweckgebunden zur Finanzierung eines Schutzbelags für den Sporthallenboden investiert. Dieser Teppichbelag, der in den Besitz des Fördervereins übergeht, macht eine Nutzungserweiterung der Halle für kulturelle und innerschulische Zwecke möglich, wie es dem Wunsch der Sponsoren entspricht.

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Facharbeiten an Traditionsuniversität

Die beiden Abiturienten Jakob Simeth und Anna Hammer mit Diplom-Wirtschaftsingenieur Sebastian Waengler.

Tore der Bergakademie Freiberg öffneten sich - Betreuung durch Dipl-Ing. Sebastian Waengler

Oberviechtach. (lg) Bei Lehrerfortbildungen oder berufsorientierenden Veranstaltungen für Abiturienten arbeitet das Ortenburg-Gymnasium ebenso mit Hochschulen und Fachhochschulen zusammen wie bei der Vergabe von Facharbeitsthemen. Nicht selten sind Ehemalige des OGOs die Verbindungspersonen zwischen Schule und Hochschule.

Diplom-Wirtschaftsingenieur Sebastian Waengler aus Gaisthal betreute jetzt zusammen mit seiner Kollegin Madlen Ullmann die beiden Facharbeiten der Abiturienten Jakob Simeth und Anna Hammer aus dem Leistungskurs Chemie. Waengler ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Metallformung der TU Bergakademie Freiberg, wo die beiden Abiturienten auch vom Institutsdirektor, Prof. Dr.-Ing. Rudolf Kawalla, empfangen wurden.

"Einfluss der Temperatur auf die Gefügeentwicklung und die mechanischen Eigenschaften von Magnesiumfeinblechen" lautete das Facharbeitsthema, das Anna Hammer bearbeitete, während Jakob Simeth den "Einfluss der Umform- und Kühlbedingungen auf die Mikrostruktur und die mechanischen Eigenschaften des Stahls C45" untersuchte.

Für beide Abiturienten war es ein Erlebnis, Einblicke in die traditionsreiche Montanuniversität zu bekommen, an der auch der Dichter der Romantik, Novalis (Friedrich von Hardenberg), vor mehr als 200 Jahren studiert hatte. Bei den Seminaren der neuen Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums werden derartige Formen der Zusammenarbeit zwischen Gymnasium und Hochschule eine gesteigerte Bedeutung erlangen.



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Verkaufsinitiative der Klasse 6a kam an

Die Klasse 6a bot am OGO den Mitschülern und Lehrern "Produkte des fairen Handels" an. Bild: Zettlmeissl

"Eine-Welt"-Produkte des fairen Handels

Oberviechtach. (lg) Aus dem Religionsunterricht der 6. Klassen heraus wurde die Idee geboren, am OGO eine "EINE-Welt-AG" zu gründen, die Produkte aus Entwicklungsländern verkauft. Im Religionsunterricht von Silke Zettlmeißl beschäftigten sich die Schüler mit dem Thema Missbrauch und Ausbeutung von Kindern, wobei nicht selten Strukturen des Welthandels für die Ungerechtigkeiten an Kindern verantwortlich sind.

Die Schüler taten sich deshalb mit dem EINE-WElt-Laden in Neunburg zusammen, um fair gehandelte Produkte anzubieten. Eine erste Verkaufsrunde wurde von den Mitschülern sehr gut angenommen, so dass jetzt einmal im Monat der Eine-Welt-Laden am OGO seine Pforten öffnet. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung der Aktion Schutzengel, die sich ebenfalls besonders Not leidender Kinder in der Welt annimmt.

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Spitzenplatz bei "Jugend musiziert"

Florian Sorgenfrei am Flügel auf Platz 1 - Jury des Regionalwettbewerbs überzeugt

Oberviechtach. (lg) Beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" in Tirschenreuth holte sich der Oberviechtacher Gymnasiast Florian Sorgenfrei (Klasse 11b) in der Solowertung Klavier für seine ausgezeichnete Leistung einen 1. Preis.

Die Jury verlangte Werke aus drei verschiedenen Musikepochen. Der "Stammpianist" des OGO spielte von Johann Sebastian Bach Präludium und Fuge VI d-moll, von Ludwig von Beethoven den 1. Satz der Mondscheinsonate sowie von Felix Mendelssohn-Bartholdy das Rondo Capriccioso op. 14.

Am Ortenburg-Gymnasium wirkt der junge Musiker alljährlich bei den Klavierabenden mit und er übernimmt seit Jahren die Klavierbegleitung in den verschiedenen Ensembles. Über seinen bisher größten Erfolg freut sich auch seine Musik- und Klavierlehrerin Stefanie Jehl, die ihren Schüler nach Tirschenreuth begleitete.

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Am Flügel ist Florian Sorgenfrei in seinem Elemente. Bild: lg

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Oberviechtach und St. Pourcain wachsen zusammen

Die französischen Jugendlichen bedankten sich bei den Organisatoren des diesjährigen Partnerschaftsbesuchs.

43 Jugendliche aus der Auvergne am OGO - Große Abschiedsfeier nach umfangreichem Besuchsprogramm

Oberviechtach. (lg)"Bei uns in St. Pourcain sieht man immer mehr Schüler aus Oberviechtach!", erzählte Monique Lachérade, die zusammen mit ihren zwei Kollegen 43 Jugendliche aus der Auvergne zum Schüleraustausch ans Ortenburg-Gymnasium begleitet hatte.

Ein Empfang durch die Stadt Oberviechtach, gemeinsamer Unterricht am OGO, sportliche Veranstaltungen und ein umfangreiches Besichtigungsprogramm (Bamberg, Nürnberg, Waldsassen, Karlsbad) lagen hinter den französischen Jugendlichen, als sich diese am Dienstagabend zusammen mit ihren Partnerschülern, Gasteltern und Lehrern zur Abschiedsparty in der Mensa des Gymnasiums trafen.

Bei Käse, Wein, Pizza und feinem Gebäck ließen alle den Aufenthalt Revue passieren, wobei die Elternbeiräte mit ihrer Vorsitzenden Iris Steindl einmal mehr ihre Fähigkeiten einer umsichtigen Bewirtung unter Beweis stellten. Studienrat Ulrich Hanf stellte in seiner Dia-Show mit Überblendtechnik die landschaftlichen und kulturellen Schönheiten des französischen Zentralmassivs vor. Er entführte die Gäste in jene Vulkanlandschaft "im Herzen Frankreichs", wohin die 43 Schüler tags darauf zurückkehrten.

Mit seinem Dank an den "Cheforganisator" Arwid Krauß und die übrigen Lehrer würdigte Oberstudiendirektor Hans Wurm die "Weltläufigkeit", die eine derartige Partnerschaft neben dem fremdsprachlichen Aspekt für die Schüler mit sich bringt. "Die Nase in den Wind zu stecken und über den eigenen heimatlichen Tellerrand hinauszuschauen" sei ein Ziel der schulischen Partnerschaften.

Der Schulleiter und Monique Lachérade dankten auch der Stadt Oberviechtach und den gastgebenden Eltern, bevor sich die Versammlung allmählich von der Mensa in die Pausenhalle verlagerte, wo die Neunburger Schülerband "Social Disease" mit ihrer Rockmusik den Abend nach den Wünschen der Jugendlichen ausklingen ließ. (glg)

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Die französischen Jugendlichen bedankten sich bei den Organisatoren des diesjährigen Partnerschaftsbesuchs. Foto: Lang


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Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger

Behörden- und schulübergreifender Aktionstag - Aufklärungsinitiative gegen Alkoholmissbrauch

Oberviechtach. (lg) Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern auf spielerischer Weise sollen die Jugendlichen vom Alkohol fern gehalten werden. "Be hard - drink soft" - hinter diesem Slogan verbirgt sich eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Bei vielfältigen Geschicklichkeitsspielen in der Dreifachturnhalle des Ortenburg-Gymnasiums sollten den Schülern Aufgeschlossenheit, Relaxtheit und Gemeinschaftsgefühl vermittelt werden. Jürgen Vogelsang als Tourleiter und Vertreter des Gesundheitsministeriums und Dr. Karla Spiegler-Denk erläuterten die Zielsetzungen dieser behördenübergreifenden Veranstaltung, in die auch die Polizei und das Landratsamt einbezogen waren.

Das Oberviechtacher Tourprogramm erlebten nicht nur die Gymnasiasten, sondern auch M-Zug-Klassen der Doktor-Eisenbarth-Schule und Jugendliche der Förderschule. Am OGO liefen die Fäden unter anderem bei Matthias Schaller und Silke Zettlmeißl zusammen, seitens der Hauptschule wirkte Gertrud Waldherr als Moderatorin mit. Bürgermeister Wilfried Neuber ließ es sich nicht nehmen, dem Aktionstag beizuwohnen.

In sieben Stationen wurden die Schüler auf unterschiedliche Weise mit dem Problemfeld Alkohol vertraut gemacht. Der Erfolg der Tour basiert auch darauf, dass es gelingt, die Aufmerksamkeit Jugendlicher zu wecken und fachliche Diskussionen über Konsumgewohnheiten und -motivationen mit ihnen zu führen. Die Tour nutzt hierbei Erkenntnisse und Wirkweisen der Erlebnispädagogik und verknüpft Mitmachangebote und Geschicklichkeitsspiele mit inhaltlichen Diskussionen.

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Relaxtheit und Gemeinschaftsgefühl durch Geschicklichkeitsspiele. Foto: Lang

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Elterninformation für übertrittswillige Schüler

In der Oberpfalz weniger Übertritte

Info-Abend zum Wechsel ans Gymnasium - Kritische Denkanstöße von Schulleiter Hans Wurm

Oberviechtach. (lg) "Warum sollen die Kinder in der Oberpfalz weniger geeignet für das Gymnasium sein als in Oberbayern?" Diese Frage stellte Oberstudiendirektor Hans Wurm vor zahlreich erschienenen Eltern am Ortenburg-Gymnasium, als es um den Übertritt an weiterführende Schulen ging.

Wurm bezog sich mit seiner Fragestellung auf die um zehn Prozent höhere Übertrittsquote an oberbayerischen Gymnasien. In manchen Städten betrage diese Quote sogar 50 bis 70 Prozent. "Mut zur Zukunft der Kinder!" lautete der eindringliche Rat des Schulleiters an die Eltern. Diese sollten auf der Grundlage klarer Informationen ihre Entscheidung zur Schullaufbahn der Kinder fällen.

"Wir müssen unseren Kindern etwas zutrauen!" und "Die Kinder wollen etwas leisten!" lauteten zwei grundlegende Statements des Schulleiters, der auch auf die Zusammenhänge zwischen Bildungsgrad und Lebenszufriedenheit verwies. Das G 8 sei kein Gespenst, sondern lasse auch noch Raum für Sport und musische Aktivitäten der Jugendlichen. Meist beruhe der schulische Erfolg auf "simplen Regeln" wie kontinuierlichem Arbeiten und einer sinnvollen Strukturierung der Aufgaben.

Das Ortenburg-Gymnasium mit seinen 800 Schülern sei der "Normalfall eines bayerischen Gymnasiums", nämlich einer naturwissenschaftlich-technologischen bzw. neusprachlichen Ausrichtung, bei der auch musische und sportliche Aktivitäten zu ihrem Recht kämen. Wurm verwies auf den erhöhten Anteil an Mädchen, stellte die Schulpartnerschaften mit Frankreich und Tschechien vor und verwies auf die Kooperation mit Firmen.

Studiendirektor Günter Jehl referierte über die Übertrittsbedingungen und -modalitäten, die auch in einem von der Schule herausgegebenen Flyer zusammengefasst sind. Er informierte auch über die Schullaufbahn und die Stundentafeln sowie über den Nachmittagsunterricht und die Mittagsverpflegung in der Mensa.

Für alle Eltern und übertrittswilligen Kinder findet am kommenden Samstag (8. März) von 8.30 bis 12 Uhr ein so genannter "Schnuppertag" am Gymnasium statt, bei dem auch Unterrichtseinheiten von 20 Minuten besucht werden können. Studiendirektor Ulrich Wohlgemuth informierte über den Ablauf dieser Veranstaltung, bevor die Eltern in Kleingruppen unter der Führung verschiedener Lehrer das Schulgebäude vorgestellt bekamen.

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Schulneulinge "erschnupperten" das OGO

"Leckerbissen" aus dem Fach "Natur und Technik" präsentierte Studienrat Matthias Schaller zusammen mit seinen jungen Assistenten im Chemiesaal. Bild: Lang

Besuch in den Klassen - Vorführungen und Informationen - Schulmensa getestet

Oberviechtach. (lg) Begleitet von einer beeindruckenden Choreographie empfing der Unterstufenchor unter Leitung von Sonja Kronawitter am Samstag die zahlreichen Eltern und Schüler zum OGO-Schnuppertag. Die Schulneulinge und ihre Angehörigen hatten am Samstagvormittag Gelegenheit, das Oberviechtacher Gymnasium kennen zu lernen.

"Via Jacobi" und "Deo adorando" sangen die Schüler in der Pausenhalle, bevor Oberstudiendirektor Hans Wurm die Marschrichtung dieses besonderen Schulvormittags vorgab. In Einheiten von 20 Minuten konnten die Gäste den Unterricht in Kernfächern, aber auch in Natur und Technik, Geographie und Musik erleben.

Damit es den kleinen Geschwistern nicht langweilig wurde, dafür hatten die Sportlehrer in der Dreifachturnhalle ein kurzweiliges Bewegungsprogramm vorbereitet, das gerne angenommen wurde. Von der Möglichkeit, sich bei Schulleitung, Lehrern, Elternbeirat und Schülermitverantwortung zu informieren, wurde immer wieder Gebrauch gemacht. Die Atmosphäre hierzu wurde im Gesprächscafe der SMV mit einem reichen Kuchenbüffet so angenehm wie möglich gestaltet. "Das Gymnasium ist der originale Weg zum Abitur!", betonte der Schulleiter in seiner Begrüßungsrede, bevor er die mitwirkenden Lehrkräfte vorstellte.

Ihr "Blaues Wunder" erlebten Schüler und Eltern bei den Vorführungen des Faches "Natur und Technik" im Chemiesaal. Studienrat Matthias Schaller und seine Assistenten aus der jetzigen 5. Jahrgangsstufe boten dem staunenden Publikum nicht nur ein Feuerwerk, als Wasserstoffballons mit einem Stab entzündet wurden, sondern zeigten auch eine "Essiggurke unter Strom" oder "Gummibärchen on speed". Es rauchte und stank manchmal bei den chemischen Vorführungen, aber die jungen Zuschauer waren begeistert.

Nach der Absolvierung der unterschiedlichen Unterrichtseinheiten winkte ein Mittagessen in der Schulmensa. Zum Abschluss eines erlebnisreichen Schulvormittags nutzten viele Familien die Möglichkeit, zusammen mit Schulleitung und Lehrern die Schulverpflegung zu kosten.

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Unter der Leitung von Studienreferendarin Sonja Kronawitter begrüßte der Unterstufenchor die zahlreichen Gäste mit einer beeindruckenden Darbietung. Bild: Lang

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Literatur- und Geschichtstour der Klasse 6d

Zeitzeugen Johann Elsner und Luzia Guttenberger im Gespräch mit Studiendirektor Ulrich Wohlgemuth. Bild: lg

Klassenlektüre als Aufhänger - Zeitzeugen beim Präsentationsabend - Zum Schluss Königsberger Klopse

Oberviechtach. (lg) Voller Begeisterung lasen die Schüler der Klasse 6d des Ortenburg-Gymnasiums ihren Eltern aus Willi Fährmanns Flüchtlingserzählung "Das Jahr der Wölfe" vor. Aber es war kein gewöhnlicher Vorleseabend, zu dem Eltern und Verwandte der Kinder zusammen mit Lehrern in die Mensa des Ortenburg-Gymnasiums gekommen waren.

Ausgehend von ihrer Klassenlektüre hatten sich die Jugendlichen mit der gesamten Flüchtlingsproblematik und dem Ende des Zweiten Weltkriegs auseinandergesetzt. In einer Ausstellung waren schriftliche Dokumente, Fotos, Überreste und Literatur historisch aufbereitet. Im Kunstunterricht hatten die Schüler Motive aus Fährmanns Buch unter Anleitung von Studienrätin z.A. Elisabeth Frisch in einer wirkungsvollen Drucktechnik bildnerisch umgesetzt.

Zu Beginn der Veranstaltung lasen die Schüler aus dem Brief vor, den ihnen Willi Fährmann auf ihre Anfrage hin aus Xanten zugeschickt hatte. "Gab es ein Vorbild für Ihr Buch?", lautete eine der ganz konkreten Fragen, die sie dem Autor der Flüchtlingserzählung stellten. Und jetzt konnten sie das Antwortschreiben des renommierten Schriftstellers in der Ausstellung vorweisen.

Studiendirektor Ulrich Wohlgemuth, der die Klasse 6d im zweiten Jahr in Deutsch unterrichtet, war hochzufrieden mit den Leistungen seiner Schüler. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie beim Ostkundewettbewerb mit einem ähnlichen Projekt den ersten Platz erlangt.

Man merkte, dass die Schüler in Sachen Präsentation schon einige Erfahrung haben. Dies gefiel auch den Gästen, denen in Programmzusammenstellung und Darbietung ein kurzweiliger Abend geboten wurde. Zum interessanten Ablauf trugen auch die beiden Zeitzeugen Luzia Guttenberger aus Moosbach (Flucht aus der Ukraine 1944/45) und Johann Elsner aus Thanstein (Kriegsteilnehmer an der Ostfront mit 18 Jahren) bei. Die Schülerin Eva-Maria Prey aus Siegelsdorf hatte ihren Großonkel Josef Bierler (86 Jahre) dazu gebracht, dass er sein Kriegstagebuch im Original zur Verfügung stellte. Johannes Bindl und Felix Rieß steuerten Orden, Wehrmachtszeichen und Feldpostbriefe aus ihren Familien für die Vitrinenausstellung bei.

Nach all den Darbietungen ergab sich noch Gelegenheit zum Gespräch und zum Gedankenaustausch beim gemeinsamen Abendessen. Tobias Gillitzer und sein Team servierten - ganz auf das Programm zugeschnitten - Königsberger Klopse.

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"Schule nicht nur ein Lernort"

Oberstudiendirektor Hans Wurm und Personalratsvorsitzende Dr. Christine Paschen verabschiedeten Dr. Karl-Heinz Foißner mit einem Buchgeschenk. Bild: lg

Dr. Karl-Heinz Foißner als Vorsitzender verabschiedet - Förderung zahlreicher Unternehmungen

Oberviechtach. (lg) "Niemand sollte ausgeschlossen sein!" Diesen Grundsatz wendete Dr. Karl-Heinz Foißner immer wieder an, wenn es darum ging, allen Schülern die Teilnahme an schulischen Unternehmungen zu ermöglichen. Während seiner fünfzehnjährigen Tätigkeit als Vorsitzender des OGO-Fördervereins "Die Ortenburger" fand Dr. Foißner immer wieder Wege, Schulveranstaltungen für alle im Klassenverband zu ermöglichen.

Diesen Zug würdigte Oberstudiendirektor Hans Wurm bei der jüngsten Lehrerkonferenz, wo Foißner offiziell vom Kollegium und vom Personalrat verabschiedet wurde. "Viele Jahre war er eine Institution des schulischen Lebens!", lobte der Schulleiter das Engagement und die "unermüdliche Präsenz" bei herausragenden schulischen Veranstaltungen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Rezession müssten sich alle Kräfte der Schulfamilie im Interesse der Chancenbehauptung der Jugendlichen zusammenfinden.

Den Einsatz des verabschiedeten ehemaligen Vorsitzenden wertete der Schulleiter als "ein Stück Loyalität zu dieser Region und den Menschen dieser Region". Der Förderverein ermögliche, dass das Ortenburg-Gymnasium "nicht nur ein Lernort, sondern auch ein Lebensort" sei. Fahrtenprogramme, aber auch Anschaffungen wie beispielsweise die Lautsprecheranlage oder das Fernrohr für den Astronomieunterricht seien in der Amtszeit Foißners gefördert worden.

Die Personalratsvorsitzende Dr. Christine Paschen, die in ihren Reden für ihre geologischen Metaphern bekannt ist, dankte Dr. Foißner, dass er "Steine aus dem Weg geräumt" habe, wenn es um die Finanzierung schulischer Vorhaben ging. "Es war mir ein Anliegen, diesen Job gut auszufüllen!", betonte der scheidende Vorsitzende in seinem Schlusswort. Mit Blick auf seine eigene Schulzeit am Ortenburg-Gymnasium verabschiedete er sich besonders von jenen Lehrkräften im versammelten Kollegium, die mit ihm einst die Schulbank gedrückt hatten. Erinnerungen an die "spannende Zeit in der Mädchenschule und im Feuerwehrhaus", wo in der Anfangszeit das Gymnasium untergebracht war, konnte er sich mit einem Schmunzeln nicht verkneifen.

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Französische Gastschüler gehören zur Familie

Die 40 Schüler aus Arveyres mit einem Teil ihrer deutschen Gastgeber beim offiziellen Empfang nach ihrer Ankunft. Foto: Lang

40 Schüler aus Arveyres am OGO - Gefestigte Partnerschaft - Europa als Basis

Oberviechtach. "Fühlen Sie sich als Freunde bei uns wie zu Hause, lernen Sie Land und Leute kennen!" Der Aufruf von 2. Bürgermeister Josef Biebl galt den 40 französischen Schülern aus Arveyres und den beiden Lehrerinnen, die bis zum Ende der nächsten Woche am Ortenburg-Gymnasium zu Gast sind.

Der vertraute Ton und der lockere Umgang mit Marie-France Roulenq und Sabine Corrent zeigen, dass die Partnerschaft mit der südwestfranzösischen Schule gefestigt ist. Die Deutschlehrerin Marie-France betonte auch, dass sich die Schüler in den deutschen Gastfamilien wie eigene Kinder behandelt fühlen.

Der Aufgeschlossenheit der Eltern der OGO-Schulregion galt daher auch der Dank aller Redner beim offiziellen Empfang am Gymnasium. Oberstudiendirektor Hans Wurm, Bürgermeister Josef Biebl, Elternbeiratsvorsitzende Iris Steindl wünschten den Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren erlebnisreiche Tage und Offenheit für neue Eindrücke.

Die Redner blendeten aber auch zurück auf Zeiten, als das deutsch-französische Verhältnis belastet oder gar feindlich geprägt war. "In jeder Generation müssen die jungen Leute lernen, freundschaftlich miteinander umzugehen", folgerte Oberstudiendirektor Wurm und nannte die europäische Einigung als Basis für Frieden, Zukunft, Wohlstand und Selbstbehauptung. In Zeiten der Globalisierung habe ein einzelnes Land keine Chance, gab 2. Bürgermeister Josef Biebl zu bedenken. Für die 40 Schülerinnen und Schüler hatte er als Gastgeschenk Eisenbarth-T-Shirts mitgebracht, die gleich begeistert übergezogen wurden.

Marie-France Roulenq brach in ihren Dankesworten eine Lanze für das Erlernen von Fremdsprachen, die genau so wichtig seien wie Mathematik und Physik. Sie dankte den Eltern und allen Kräften an der Schule, die den Besuch ermöglichten, insbesondere auch den betreuenden Lehrern mit Oberstudienrätin Bettina Meier als Koordinatorin. (glg)




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62 Abiturienten starten in Schlussprüfung

Dort, wo sonst das Besteck klirrt, rauchten am Freitag die Köpfe der Abiturienten. Foto: Lang

Oberviechtach. (lg)Über 31000 Abiturienten unterziehen sich dieses Jahr in Bayern der Abiturprüfung. Am Ortenburg-Gymnasium sind es 62 Kandidaten, die sich gestern Vormittag den Prüfungen in den Grundkursen Mathematik, Deutsch, Englisch, Physik, Biologie und in anderen Fächern stellten.

Pünktlich um 9 Uhr begann in der zum Prüfungssaal umfunktionierten Mensa die diesjährige Abiturrunde. Bereits ab 6 Uhr sichteten die Kursleiter die zentral gestellten Aufgaben und überprüften diese auf Lösbarkeit. Jeweils etwa sechs Aufgaben zur Infinitesimalrechnung, Wahrscheinlichkeitsrechnung und zur Analytischen Geometrie mussten im Fach Mathematik in drei Stunden bewältigt werden. In Geschichte ging es unter anderem um die deutsch-französischen Beziehungen, während im Grundkurs Deutsch ein Dramenauszug von Botho Strauß oder einer Ballade von Brecht mit Vergleichsaufgaben zu bewältigen war.

Am Montag beginnen die Prüfungen in den Leistungskursen, am Ortenburg-Gymnasiums stehen zu Wochenbeginn die Fächer Geschichte sowie Wirtschafts- und Rechtslehre an. Die letzte schriftliche Prüfung am OGO findet am 8. Mai im Leistungskurs Mathematik statt.

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Rekordbeteiligung bei Minimarathon

Mini-Marathon in Regensburg Das OGO stellte die meisten Teilnehmer.

75 Läufer des OGO sicherten 1. Platz - Spitzenläufer in Regensburg am Start

Oberviechtach. (lg) Ein kleines Jubiläum konnten die Läufer des Ortenburg-Gymnasiums in diesem Jahr feiern, als sie zum fünften Mal beim Ostwind-Minimarathon in Regensburg antraten. Gekrönt wurde dieses Engagement mit dem 1. Platz, denn die 75 Läuferinnen und Läufer aus Oberviechtach stellten in der Bezirkshauptstadt die teilnehmerstärkste Gruppe.

Aber nicht nur mit der Rekordteilnahme glänzte das Ortenburg-Gymnasium, es stellte auch mehrere Spitzenläufer auf der 2,1 Kilometer langen Strecke für die jüngeren Teilnehmer und auf dem 4,2 Kilometer langen Straßenkurs für die älteren Läufer. Christian Richthammer (K 12) erzielte in der Jugend A den 1. Platz, dicht gefolgt von Stefan Prey (11. Jahrgangsstufe), der sich über einen 2. Platz freuen konnte.

Aber auch die Mädchen zeigten sich von der besten Seite. Anna Haberl (11c) gelang ebenfalls ein hervorragender 1. Platz, gefolgt von Magdalena Kellner (9b) mit einem 3. Rang in ihrer Altersgruppe. Über die rege Teilnahme und die Lauferfolge freuten sich auch die betreuenden Lehrkräfte Gisela Bader, Beate Rothmeier und Ludwig Pfeiffer.

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Gesprächsrunde am OGO zum Europatag

Eine Vielzahl an Themen wurden bei der Veranstaltung zum Europatag mit Pressesprecher Jürgen Gmelch erörtert. Bild: lg

Oberviechtach. (lg) Politische, wirtschaftliche und administrative Kriterien müssen erfüllt werden, wenn ein Land der Europäische Union beitreten will. Jürgen Gmelch, der Pressesprecher der Vertretung der Europäischen Kommission in München, klärte Oberstufenschüler des Ortenburg-Gymnasiums in einer Diskussionsrunde zum Europatag über die Beitrittsvoraussetzungen auf und beantwortete damit die Frage von Daniela Schießl, die die Chancen Kroatiens als 28. EU-Land ins Gespräch brachte.

Gmelch sprach damit die "Kopenhagener Kriterien" an, in denen in den 90er Jahren die Aufnahmebedingungen exakt abgefasst wurden. Auch auf Anna Haberls Frage nach der Diskrepanz zwischen geographischem und politischem Europa ging der Fachmann der Europäischen Kommission ein, der seit fünf Jahren in der Münchner Vertretung tätig ist und einen erfreulichen Zugang zu den Schüler fand, die in der eineinhalbstündigen Gesprächsrunde noch manches brisante Thema wie Umfragewerte, EU-Bürokratie oder Umwelt- und Energiepolitik ansprachen.

Auch die aktuelle Initiative, Deutsch als europäische Amtssprache zu etablieren, wurde nicht ausgespart. Deutsch sei eine "privilegierte Sprache" in der EU, werde aber vorerst nicht den Status des Englischen oder Französischen erlangen.

Schülersprecherin Michaela Hammer, die selbst intensiv an der Gesprächsrunde mitwirkte, überreichte am Schluss ein Präsent an den Gast aus München und bedankte sich auch bei Studienrat z.A. Matthias Zeidler, der die Europa-Veranstaltung organisiert hatte.



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Jedermann: Vom Prasser zum reuigen Büßer

Eindrucksvolle Inszenierung vor Stadtpfarrkirche - Ortenburg-Ensemble mit beachtlicher Leistung

Oberviechtach. (lg) Nicht Doktor Eisenbarth, sondern Jedermann bestimmte am Wochenende das Spielgeschehen auf der Bühne vor der Stadtpfarrkirche. Wie vor 19 Jahren anlässlich des 25-jährigen Schuljubiläums des Ortenburg-Gymnasiums inszenierte Wolfgang Pöhlmann erneut das "Spiel vom Sterben des reichen Mannes" auf der Freitreppe vor der Stadtpfarrkirche. Der Festspielverein stellte seine Bühne, Tribüne und Organisationspersonal zur Verfügung.

Über 300 Zuschauer sahen am Samstag das gewaltige Schauspiel und am Sonntag noch mal gut die Hälfte davon. Brausender Orgelklang (Hans Bock), Glockenläuten und die Jedermann-Rufe begleiteten die Auftritte des Ortenburg-Ensembles, in dem neben jetzigen Schülern vor allem auch Ehemalige, die längst das Gymnasium hinter sich gelassen haben, dem angestammten Regisseur die Treue halten.

Klaus Zirkelbach, mittlerweile selbst Gymnasiallehrer, überzeugte wie vor 19 Jahren souverän mit Jedermanns Wandel vom selbstsüchtigen Lebemann zum reuigen Büßer. Uli Wabra, jetzt Diakon in Neunburg, spielte nicht nur den um Jedermanns Seele kämpfenden Teufel, sondern sprach zu Beginn den Monolog, in dem Gott der Herr über das sündhafte Leben der Menschen klagt. Gott schickt den Tod (Michael Eckl) zu Jedermann, der trotz der Warnungen und Bitten seiner Mutter (Regina Wutz) ein prasserisches Leben führt, bei dem ihm der "gute Gesell" (Christian Schönberger) so lange seinen Beistand leistet, bis der Tod - effektvoll inszeniert - im Nebel aus der Stadtpfarrkirche heraustritt. Jetzt wenden sich auch Jedermanns Geliebte (Julia Gruber), die Vettern (Florian Waldherr, Uwe Niederdräing) und der gesamte Freundeskreis von ihm ab.

Bereits während der Feier steigen in Jedermann dunkle Ahnungen hoch und die Tanzgesellschaft versucht vergeblich die Stimmung in dem Barockgarten zu heben. Als es ernst wird mit der "Reise", weigert sich selbst Jedermanns Reichtum, hervorragend ausgespielt durch Anja Killermann, ihn zu begleiten. Die Rettung für Jedermann kommt durch die personifizierten Werke (Julia Gruber) und den Glauben (Julia Hofmeister), die nach anfänglicher Schwäche Jedermanns Umkehr unterstützen.

Wiederholter Szenenapplaus signalisierte die Begeisterung des Publikums, die auch durch kurzfristig notwendig gewordene Umbesetzungen in der Spielerliste nicht beeinträchtigt wurde. Die Klänge des evangelischen Posaunenchors und der Neunburger Festspielmusik trugen ebenso zur Atmosphäre des Spiels bei wie die eingespielte gewaltige Rheingold-Musik oder die ausgeklügelte Beleuchtung. Ein begeisterter Schlussapplaus belohnte die Spielerschar für ihr Engagement und Können. Hugo von Hofmannsthal schrieb das Drama 1911 als "Spiel vor der Menge". Dieser Intention wurde an diesem Wochenende auch in der Oberviechtacher Festspielarena Rechnung getragen.

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Landessieger in Latein und Französisch

In Latein, Französisch und Mathematik erzielten Schüler des OGO bei Wettbewerben herausragende Leistungen. Bild: lg

Fremdsprachenasse am OGO ausgezeichnet - Auch Erfolg bei Bundeswettbewerb Mathematik

Oberviechtach. (lg) Dass es am Ortenburg-Gymnasium herausragende Fremdsprachenasse gibt, haben die Schulleitung und die Fachlehrer in Latein und Französisch jetzt Schwarz auf Weiß erhalten. Gabriela Kleber (10b) erzielte beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2008 in Latein einen 1. Landessieg. Von den 529 Teilnehmern in ganz Bayern gingen an das Oberviechtacher Gymnasium 34 Platzierungen.

Beim Bundeswettbewerb Mathematik wurde Thomas Kühner (K 12) in der ersten Runde 2008 ein 1. Preis zugesprochen. Auch das ist ein beachtlicher Erfolg, über den sich Studiendirektor Günter Jehl als Kursleiter freute. Bei der Preisverleihung umriss er die zu bewältigenden Aufgaben.

Bei der Siegerehrung im Direktorat stellten sich die Preisträger vor, die von Oberstudiendirektor Hans Wurm Urkunden und Geldpreise überreicht bekamen. Die betreuenden Lehrkräfte Monika Krauß (Latein) und Arwid Krauß (Französisch) informierten bei der Vorstellung der Wettbewerbsbedingungen über das hohe Anforderungsniveau, dem sich die teilnehmenden Schüler aus der 9., 10. und 11. Jahrgangsstufe zu unterwerfen hatten.

Neben Übersetzungen, Grammatikfragen und Hörverstehen auf Latein galt es im Rahmenthema über Pompeji und Herculaneum Bescheid zu wissen. Neben dem 1. Platz von Gabriela Kleber wurden die Schüler Simon Höpfl (10b), Florian Herl (10a) und Eva Scherr 2. Landessieger in Latein. In der 9. Jahrgangsstufe schnitten mit entsprechenden Leistungen Katharina Käsbauer, Thomas Prey, Peter Prey und Christian Scharf am besten ab.

In Französisch wurde Michaela Hammer 2. Landessiegerin, gefolgt von Kristina Kramer, Florian Sorgenfrei, Andrea Spichtinger, Theresa Gillitzer, Corinna Plach und Julia Dirmeier. Das Rahmenthema bildete hier Kanadas französische Provinz Quebec. Die Erschließung eines Romanauszugs, mündliche Äußerungen, ein Wortergänzungstest, Fragen zur Landeskunde und kreatives Schreiben zählten zu den Aufgaben, die die Französisch-Schüler mit Bravour meisterten.


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Gedankengänge zum Jakobsweg

Vielfältige Einblicke in die Jakobspilgerschaft vermittelte der meditative Abend in der Auferstehungskirche. Bild: lg

Reise zum eigenen Ich - Erfahrungen, Erlebnisse, Einblicke - Literarische Beispiele

Oberviechtach. (lg) Für alle Jakobspilger, die sich auf den über 2000 Kilometer langen Weg ins Sternenfeld nach Santiago de Compostela aufmachen, ist die Wanderung auch eine "Reise zum eigenen Ich". Darin waren sich Pfarrer Leo Heinrich, Rita Köppl und der Weidener Augustinerpater Jeremias Kiesl einig, die Erfahrungen und Erlebnisse ihrer Pilgerschaft in der evangelischen Auferstehungskirche vorstellten.

Geladen hatten das Ortenburg-Gymnasium, der Rotary Club Oberpfälzer Wald/Oberviechtach und Pfarrer Leander Sünkel. "In unserer Zeit der großen Worte über die kleinen Schritte nachdenken, mit denen oft Großes beginnt!", gab Oberstudiendirektor Hans Wurm in seinen Begrüßungsworten als Motto des Abends vor.

Mit einer meditativen musikalischen Einstimmung eröffneten Stefanie Jehl (Orgel), Sonja Kronawitter (Saxophon) und Hans Kistler (Klarinette) die Gedankenreise ins Sternenfeld in Nordwestspanien. "Gebt mir die Muschel der Ruh für die Reise!", zitierte Michaela Hammer einen Segensspruch von Sir Walter Raleigh. Weitere Oberstufenschüler gaben ebenfalls markante Denkanstöße zum Thema "Gehen, Pilgern Selbstfindung". Ruhe, Muße und Zeit muss der Jakobspilger mitbringen und die Hektik des Alltags hinter sich lassen.

Der Teunzer Pfarrer Leo Heinrich hat vor acht Jahren begonnen, Santiago de Compostela zu erpilgern. Jedes Jahr ist eine Etappe von etwa 200 Kilometern vorgesehen. Mittlerweile ist der Geistliche nördlich der Pyrenäen angelangt. "Das Wandern in der Natur ohne Termindruck macht den Kopf frei", bekannte Pfarrer Heinrich.

Der Waldmünchner Schriftsteller Bernhard Setzwein zeigte in literarischen Beispielen, wie Cees Noteboom, Werner Herzog und Peter Handke ganz unterschiedliche religiöse, geschichtliche, physische und psychische Erfahrungen auf ihren Fußmärschen machten.

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Der Weg nach Santiago

Musikalisch auf "Weg nach Santiago" aufgebrochen

Musical in der Auferstehungskirche - Eindrucksvolle Inszenierung mit Chören und Musikern

Oberviechtach. (lg) Eine musikalische Reise auf den Jakobsweg ins Sternenfeld nach Santiago unternahmen am Donnerstag die beiden Chöre des Ortenburg-Gymnasiums sowie Big-Band-Musiker zusammen mit einer Schar begeisterter Spieler und Solosänger der Unterstufe. Mit dem Musical "Der Weg nach Santiago" erlebten die Besucher in der Auferstehungskirche eine meditative Stunde zum Thema Umkehr und Selbstfindung unter der Gesamtleitung von Studienreferendarin Sonja Kronawitter.

André Bauer (6a) spielte den Börsenspekulanten Jakob Mayer, der seiner Mutter auf dem Sterbebett verspricht, den Weg nach Santiago zu gehen. Sein Gewissen treibt ihn dazu, das Versprechen zu erfüllen. Auf dem Weg trifft er andere Pilger, eine Bäuerin, Musiker, Gärtner und Mönche. Sie alle bewirken, dass der Börsenhai ein neues Leben beginnt: "Geld ist nicht alles im Leben. Meine Aktien steigen menschlich und spirituell!", erkennt der einstige Wirtschaftsmensch, der von Gott nichts wissen wollte.

"Wir sind Pilger" und "Menschen bauen Brücken" sangen der Große Chor (Leitung Stefanie Jehl) und der Unterstufenchor (Leitung Sonja Kronawitter) unter der Begleitung der Instrumentalisten, die mit Trompeten und Posaunen klanggewaltig von der Empore aus die Musical-Aufführung eröffneten. Meditative Bilder von Silke Zettlmeißl, eindrucksvoll an die Kirchenwand gestrahlt, begleiteten die Aufführung von Siegfried Fietz' Musical, das heute, Samstag, um 19.30 Uhr nochmals in der Auferstehungskirche vorgestellt wird.

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Der einstige Aktienspekulant (André Bauer) bekehrt sich zum spirituellen Pilger. Bild: lg
Das klösterliche Leben ist dem weltzugewandten Börsenhai völlig fremd. Bild: lg
Eindrucksvoll inszenierten die Spieler und die Sänger im Hintergrund das religiöse Musical. Bild: lg

1989 wurde die Schulpartnerschaft begründet

Gemeinsam erkundeten deutsche und tschechische Schüler die Hintergründe des "Prager Frühlings" von 1968. Foto: Lang

Städte-Fahrten und gemeinsamer Unterricht am OGO - Dank an die Gastgeber

Oberviechtach. Seit Oktober 1989, also seit 19 Jahren, pflegt das Ortenburg-Gymnasium seine Schulpartnerschaft mit der Obchodni Akademie in Prag. Daran erinnerte 1. Bürgermeister Heinz Weigl beim offiziellen Empfang der Gäste aus der Goldenen Stadt.

Am Ortenburg-Gymnasium gehören die begleitenden Lehrerinnen Hana Bubenicková und Marisa Vsetulová fast schon zum Kollegium. Bei der Begrüßung im Lehrerzimmer durch Oberstudiendirektor Hans Wurm übermittelten sie die Grüße ihrer Schulleiterin Jana Meierova, die am OGO ebenfalls keine Unbekannte mehr ist.

Trotz der langjährigen Verbindungen müsse die Partnerschaft immer wieder aufs Neue mit Leben erfüllt werden. Daran erinnerte OStD Wurm, als zusammen mit dem betreuenden Lehrkräften Dr. Christine Paschen, Ulrich Wohlgemuth und Erik Waengler die Schüler im Medienraum begrüßte. Der Bürgermeister hatte die begehrten Doktor-Eisenbarth-T-Shirts als Gastgeschenk mitgebracht. Alle Redner dankten den Eltern für die gastfreundliche Aufnahme der Jugendlichen aus Prag. Jeweils im Herbst dürfen die Oberviechtacher Schüler in die Goldene Stadt zu ihren Partnern reisen.

Der zehntätige Aufenthalt der Prager Gäste war unter anderem von einem umfangreichen Fahrtenprogramm geprägt. München, Bamberg, Amberg und teilweise Regensburg waren die Städte, deren Sehenswürdigkeiten die Jugendlichen aus Prag kennen lernten. In München stand auch ein Empfang im Tschechischen Zentrum auf dem Programm.

Gemeinsamer Unterricht für tschechische und deutsche Schüler bildete einen besonderen Programmpunkt an der Schule. Zusammen mit den Geschichtslehrern Ulrich Wohlgemuth und Georg Lang setzten sich die Klasse 10a und die tschechischen Jugendlichen mit dem "Prager Frühling" von 1968 auseinander. Ein Film, Text- und Bildquellen sowie die Prager Lehrerinnen als Zeitzeuginnen sorgten für einen lebendigen Unterricht. Die unterrichtliche Erkundung Deutschlands oder der Oberpfalz bildeten ebenfalls produktive Themen am Tag vor der Rückreise nach Prag. Der Abi-Scherz, der in die Zeit des Partnerschaftsbesuchs fiel, wurde für die Besucher aus Prag zu einem überraschenden Schulfest, an dem alle ihren Spaß hatten. (glg)

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Mathematische Sprünge mit "Känguru"

23 Sieger des bundesweiten Mathematikwettbewerbs Juni 2008

Auszeichnung der 23 Sieger des Mathematik-Wettbewerbs - Sachpreise für die Schüler

Oberviechtach. (lg) Logisches Denken, räumliches Anschauungsvermögen und taktisches Geschick bescheinigte stellvertretender Schulleiter Günter Jehl den Siegern des Mathematik-Wettbewerbs Känguru 2008 am Ortenburg-Gymnasium. Dort hatten sich im April 411 Schüler mit den anspruchsvollen Aufgaben beschäftigt. Jetzt wurden die 23 Sieger des bundesweit ausgetragenen Wettbewerbs von der Schulleitung und den betreuenden Lehrkräften, Studiendirektor Karl Frisch und Oberstudienrätin Elisabeth Hüttner, ausgezeichnet.

Alle Sieger von der Jahrgangsstufe fünf bis zehn erhielten Sachpreise. Ein hervorragender 1. Preis ging hierbei an folgende Schülerinnen und Schüler: Sebastian Bindl (5c), Albert Kiener (7a), Andreas Schneider (8c), Wolfgang Völkl (9a), Sebastian Roith (10a) und Sarah Fleischmann (10c).

Einen 2. Preis erhielten Carolin Meier (5a), Philipp Zilk (5c), Michael Seegerer (5d), Timo Sorgenfrei (5d), Thomas Zimmermann (6a), Tina Wieczorek (7b), Andreas Steiner (8c), Josef Kiener (9a), und Martin Kiener (9a). Über einen ebenfalls beachtenswerten 3. Preis konnten sich folgende Schüler freuen: Daniela Horn (5c), André Bauer (6a), Florian Ferstl (6b), Katharina Jonas (6b), Andreas Rückerl (6b), Stefan Kopetzky (7a), Thomas Prey (9a) und Theresa Reiml (10b).


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Spendenlauf für die Kinderhilfe

Schüler und Sportlehrer übergaben an Annette Erös für die Kinderhilfe Afghanistan einen Spendenscheck über 2222 Euro. Bild: lg

Annette Erös freute sich über Spendenscheck - Schüler drehten ihre Runden im Jahnstadion

Oberviechtach. (lg) Seit Jahren pflegt das Ortenburg-Gymnasium eine Verbindung zu Dr. Reinhard und Annette Erös, die unter dem Slogan "Bildung statt Fundamentalismus" zahlreiche Friedensprojekte auf dem medizinischen, sozialen und schulischen Gebiet in Afghanistan betreiben.

Der diesjährige Spendenlauf der Fachschaft Sport brachte den Betrag von 2222 Euro, der jetzt von Sportlehrern und Schülervertretern an Annette Erös übergeben wurde, die anlässlich ihres Besuchs den Unterstufenschülern von ihrer Friedensarbeit am Hindukusch erzählte.

Beim Spendenlauf konnten die Schüler des Ortenburg-Gymnasiums drei bis zwölf Runden im Jahnstadion drehen, wobei pro Runde ein Spendenbetrag von einem Euro fällig wurde. Den mussten die Schüler aber nicht selbst aufbringen, sondern die Jugendlichen freuten sich über Sponsoren aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis.


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Tastgalerie, Rieseltafel und Klangschale

Was ist da drinnen? Ertasten von Materialien.

Mobiles Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne machte am Ortenburg-Gymnasium Station

Oberviechtach. (lg) Kann man Töne sehen, Klang spüren, Wasserbewegungen verfolgen und Schattenfarben erraten? Diese völlig neuen Erfahrungen konnten Schüler des Ortenburg-Gymnasiums und der Doktor-Eisenbarth-Schule im "Mobilen Erfahrungsfeld der Sinne" machen, das für eine knappe Woche am OGO seine Zelte aufschlug.

Bausteine für eine Pädagogik der Wahrnehmung wollen die Verantwortlichen den Schulen und Lehrern an die Hand geben. Im bewussten Hören, Fühlen, Erspüren erschließt sich den Jugendlichen eine neue Dimension des Lernens. Bei einem Gang auf dem Barfußweg mit geschlossenen Augen erspüren die Schüler Steine, Holz, Sand. Durch seine Vibrationen lässt der Gong überraschend stark das physische Element von Klängen erfahren. Der Wasserstrudel und die Strömungstafel macht den Kindern auf faszinierende Weise deutlich, auf welche Weise Wasser fließt, strömt, Strudel bildet. In der Tastgalerie konnten die Teilnehmer durch einen Griff in Behälter unterschiedliche Materialien begreifen.

Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne wurde von Hugo Kükelhaus (1900 - 1984) konzipiert. Die auf seine Erkenntnisse zurückgehende Ausstellung, bei der alle Sinne angeregt werden, war für die teilnehmenden Schüler ein Erlebnis.


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OGO-Sommerkonzert mit wehmutsvollen Klängen

So kennt man am OGO Stefanie Jehl: Hingebungsvoll dirigiert sie die Chöre.

Oberviechtach. (lg) Die Freude am gemeinsamen Musikerleben, aber auch Wehmut prägten das Sommerkonzert, das dieses Jahr am Ortenburg-Gymnasium im Zeichen des Abschiednehmens stand. Oberstudiendirektor Hans Wurm geht in den wohl verdienten Ruhestand und Studienrätin Stefanie Jehl, die alljährlich die Konzerte ausrichtete, wechselt nach zehn Jahren an das Johann-von-Schmeller-Gymnasium Nabburg.

"Weit, weit weg" von Hubert von Goisern sang wehmutsvoll der Große Chor, wobei allen aber bewusst war, dass Nabburg und Oberviechtach Nachbarstädte sind. "Gar nicht weit weg" lautete daher der Sahneschriftzug auf einer Torte, die Stefanie Jehl neben einem Blumenmeer und Fotos überreicht bekam. Die Abschiedsstimmung kam aber wieder auf, als der Unterstufenchor gemeinsam mit dem Großen Chor sein "Time to leave" sang.

Der Unterstufenchor, das Orchester und die Combo standen unter der Leitung von Studienreferendarin Sonja Kronawitter, die zum Ende des Schuljahrs an ihre Seminarschule zurückkehrt. Mit ihrem C-Jam Blues und Moten Swing brachte die Combo Schwung in die Aula, wo sich die Besucher schon auf das anschließende Sommerfest unter den Klängen der Schülerband "Social Disease" einstellen konnten. Das Bläserensemble von Martin Hinkel und das Geigenensemble von Alexander Lewartowski warteten unter anderem mit klanggewaltiger Trompetenmusik und mit Vivaldi-Kompositionen bzw. volkstümlichen Ländlern auf.

Ein witziger Dialog zwischen Harald Höpfl und seinem Handpuppen-Krokodil leitete den Croc Rock von Orchester, Klavier (Florian Sorgenfrei) und Schlagzeug (Jonas Sorgenfrei) ein, worauf Stefan Sturm unter der Gitarrenbegleitung von Andreas Gagel mit einem Springsteen-Song und einem auf die Schulsituation gemünzten Seefahrerlied Beifallsstürme ihrer Schüler und deren Eltern ernteten. Die Junior Big Band wartete zum Schluss mit rockigen Titeln auf, bevor mit dem Gemeinschaftssong "Wind of change" das Konzert stimmungsvoll beendet wurde.

Anschließend verlagerte sich das Geschehen in den Pausenhof und das Foyer des Naubaus, wo die Schülermitverantwortung für die Verköstigung der zahlreichen Besucher sorgte. Beim Ehemaligentreffen fanden sich die Abiturjahrgänge von 1998, 1988 und 1983 ein, die sich am Nachmittag bei Schulführungen durch Studiendirektor Ulrich Wohlgemuth über die gravierenden baulichen Veränderungen am Schulhügel informiert hatten.

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"Er hat das Gymnasium vorangebracht!"

Rotarier-Freund Jost Heine aus Friedrichshäng chauffierte Hans Wurm im Oldtimer über das Schulgelände. Günter Jehl (Mitte) hatte die Überraschung eingefädelt. Bild: lg

Abschiedsfeier der Schüler für Hans Wurm - Fahrt mit BMW-Oldtimer über das Schulgelände

Oberviechtach. (lg) "Jeder Schritt in die Zukunft soll ein Schritt nach vorne sein!" Das wünschte der scheidende Leiter der Ortenburg-Gymnasiums seinen Schülern und Lehrern zum Abschied am letzten Schultag. Oberstudiendirektor a.D. Hans Wurm erlebte diesen Tag mit vielfältigen Würdigungen, Dankesworten und Überraschungen, die die Schüler vorbereitet hatten.

Die größte Überraschung gab es zum Schluss, als Wurms Nachfolger, Studiendirektor Günter Jehl, die gesamte Versammlung vor die Halle dirigierte. Dort wartete Jost Heine aus Friedrichshäng mit seinem BMW-Cabrio, Baujahr 1932. In diesem Oldtimer erlebte Hans Wurm eine Rundfahrt über das weitläufige Schulareal, bejubelt von den Schülern, die sich über den gelungenen Event ebenso freuten wie der scheidende Schulleiter.

Wer die eine oder andere biografische Station von Hans Wurm noch nicht kannte, der erfuhr dies in einem Rückblick, der in der Feierstunde per Beamer geboten wurde. Vielfältige Seiten von Hans Wurm kamen in Statements zur Sprache, die Lehrer und Schüler zwei Wochen vor der Verabschiedung spontan in die Kamera der Schülermitverantwortung (SMV) gesprochen hatten. Seine väterliche und fürsorgliche Art wurde z.B. ebenso gewürdigt wie die Pflege internationaler Schülerkontakte oder die Verpflichtung namhafter Schriftsteller für ostbayerische Lesereisen. "Er hat das Gymnasium vorangebracht!", war die einhellige Meinung aller Sprecher.

"Ist er nun ein europäischer Oberpfälzer oder ein oberpfälzischer Europäer?" Diese Frage stellte Schülersprecherin Michaela Hammer in ihrer launigen Rede angesichts der vielfältigen Auslandskontakte von Hans Wurm, der aber andererseits auch ein bewusstes Bekenntnis zur Pflege der Regionalität ablegte. Für die Schüler sei hierbei jedenfalls ein breites Chancenspektrum zur Selbstverwirklichung entstanden.

Die Theatergruppe der Unterstufe stellte Spekulationen an, wie Hans Wurm seinen Ruhestand verbringen werde. Da man auf mündlich weitergegebenes Getratsche hörte, kamen am Ende ganz abenteuerliche Beschäftigungen heraus. Zum Schluss zogen sportbegeisterte Schüler der Mittelstufe eine Spielführerbinde heraus, die Hans Wurm seinem Nachfolger Günter Jehl an den Arm steckte. Jehl seinerseits hatte vorher schon ein überdimensionales Foto mit allen Schülern und Lehrern als Erinnerung an die nahezu zehnjährige Leitung des OGOs überreicht.

Seminar "eine Superwoche mit tollen Leuten"

Stefan Rückerl vom Ortenburg-Gymnasium durfte am Ferienseminar des Kultusministeriums teilnehmen. Bild: lg

Stefan Rückerl vom OGO beim Ferienseminar - Kultusministerium lud zu interessantem Programm

Oberviechtach. (lg) "Es war eine Superwoche mit tollen Leuten!", bilanziert Stefan Rückerl aus Nefling bei Neunburg das Ferienseminar in Pegnitz. Der Kollegiat, der im nächsten Schuljahr am Ortenburg-Gymnasium sein Abitur ablegt, gehörte zu den ausgewählten Oberstufenschülern der Oberpfalz und der drei fränkischen Regierungsbezirke, für die das Kultusministerium das Seminar in Pegnitz ausrichtete.

Mit dieser Einladung würdigte das Ministerium die herausragenden Leistungen von Stefan Rückerl, der aber nicht nur wegen seiner guten Noten, sondern auch wegen der vielseitigen Interessen teilnehmen durfte. Das Ferienseminar bietet aber den 32 jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Horizonte noch zu erweitern.

"Franken und die Romantik" bildete einen Fokus des Programms. Regisseur Jan Burdinski, der jedes Jahr den "Fränkischen Theatersommer" ausrichtet, führte die jungen Leute auf die Spur von Eichendorffs "Taugenichts". Eine phantasievolle Zweistunden-Theaterfassung dieser Novelle prägte sich bei Stefan Rückerl nachhaltig ein. Nicht minder beeindruckend für den Kollegiaten war eine Führung in der Basilika Waldsassen und in der Klosterbibliothek.

Natürlich schauten die Kollegiaten auch über die Grenze, als sie die Region Waldsassen und Marktredwitz erkundeten. Harald Ehm, der Geschäftsführer der Euregio Egrensis, informierte über die deutsch-tschechische Zusammenarbeit und lud zu einer Fahrt nach Eger/Cheb. ein.

Einblicke in das schwierige Geschäft der Kommunalpolitik durch den Pegnitzer Bürgermeister Manfred Thümmler gehörten ebenso zum Programm wie ein Abstecher in die naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Universität Bayreuth oder in die journalistische Arbeit der "Frankenpost". Dort verfassten die Schüler eine Rezension zum Bayreuther Theaterabend des vorherigen Tages.

Ganz wichtig war der Austausch der Seminarteilnehmer untereinander über ihre Erfahrungen, Pläne und Träume am Schluss der Veranstaltung, die nach Meinung von Stefan Rückerl viele gute Eindrücke hinterließ, aber manchmal ein zu dicht gedrängtes Programm aufwies.

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