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Mit Janoschs Tigerente unterwegs
Ostkundewettbewerb und Schulprojekt - Eltern machten begeistert mit
Oberviechtach. (glg) Wer kennt sie nicht, die Tigerente von Janosch? Weiß aber auch jeder, dass ihr Schöpfer aus dem niederschlesischen Hindenburg stammt? Die Klasse 5d des Ortenburg-Gymnasiums machte sich beim Ostkundewettbewerb des Bayerischen Kultusministeriums auf die Suche nach dem biographischen Umfeld des beliebten Kinderbuchautors und recherchierte im Internet und auch im heimischen Bücherregal.
Ihr erworbenes Wissen über Janoschs Werk, über schlesische Märchen und Sagen sowie landeskundliche Besonderheiten nutzten die Schüler nicht nur zum Ausfüllen von Wettbewerbs-Fragebögen, sondern sie entschieden sich auch, Janoschs "Oh, wie schön ist Panama" unter der Regie ihres Deutschlehrers Ulrich Wohlgemuth als Theaterstück zu inszenieren. Auch die Schülereltern konnten für dieses Projekt gewonnen werden, indem sie zusammen mit ihren Kindern einen Speiseplan mit typisch schlesischen Gerichten kreierten.
Zum "Schlesischen Abend" in der Mensa des Ortenburg-Gymnasiums erschienen Eltern, Verwandte und Lehrer, so dass zwei Schüler gut 100 Gäste in die Thematik des Abends einführen konnten. Nach dem Theatergenuss der von den Kindern liebevoll gespielten Inszenierung wartete auf die Gäste eine mit schlesischen Speisen reich bestückte Theke. Kürbis- und Kartoffelsuppe, Bigos mit Brot, Mohnkuchen und das von der Metzgerei Gillitzer vorzüglich zubereitete "Schlesische Himmelreich" waren Leckerbissen, von denen die Besucher schwärmten.
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Dechemax-Chemie-Wettbewerb
Die Mitglieder der fünf erfolgreichen Chemie-Teams freuten sich zusammen mit Studienrätin z.A. Andrea Klug über ihren Wettbewerbserfolg. Bild: lg
Wo die Chemie in der Kunst mitmischt
Schüler spüren Zusammenhänge auf - Bei Chemie-Wettbewerb erfolgreich
Oberviechtach. (lg) Was passiert in chemischer Hinsicht, wenn man sich eine Tätowierung stechen lässt? Wie haben sich Färbemethoden vom Altertum bis heute verändert? Woraus besteht ein Bleistift? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich Jugendliche der 11. Jahrgangsstufe des Ortenburg-Gymnasiums im Rahmen eines Schülerwettbewerbs der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie.
Zur Beantwortung dieser Fragen zum Bereich "Chemie und Kunst" mussten die Schüler zehn Wochen lang umfassende Internetrecherchen durchführen, um aufzudecken, "wo die Chemie in der Kunst mitmischt". Fünf Teams konnten die erste Runde erfolgreich abschließen und erhielten als Anerkennung ihrer Leistungen Urkunden und Sachpreise. Die beiden besten OGO-Teams lösten neun von zehn Fragen richtig und erhielten je Teammitglied Uhren der veranstaltenden Dechema-Gesellschaft.
Mit Feuereifer stürzen sich die erfolgreichen Teams nach den Osterferien in die zweite Runde des Wettbewerbs, wo es bei der Auswertung von chemischen Versuchen um experimentelles Geschick geht. "Sauer macht bunt - Das pflanzliche Chamäleon" heißt jetzt das Thema, das die Schüler unter der Betreuung von Studienrätin z.A. Andrea Klug bearbeiten.
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Vielfältige Einblicke in gymnasiale Welt
Schnuppertag am OGO genutzt - Unterricht besucht - Am Mittag in die neue Mensa
Oberviechtach. (lg) Informations-, Gesprächs- und Begegnungscharakter, so Schulleiter Hans Wurm, hatte der Schnuppertag am Ortenburg-Gymnasium, bei dem übertrittswillige Schüler zusammen mit ihren Eltern nicht nur sämtliche Einrichtungen der Schule in Augenschein nehmen konnten, sondern auch Unterrichtseinheiten in den fünften Klassen erleben durften.
Hochbetrieb herrschte bei den Biologielehrern Wolfgang Graf und Matthias Schaller im Fach Natur und Technik. Aber auch bei den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik sowie in Musik und Geographie gab es keinen Mangel an Interesse. Die Schüler der derzeitigen fünften Jahrgangsstufe boten zusammen mit ihren Lehrkräften Einblicke in den regulären Unterricht.
Bevor aber der Schulbetrieb mit den "verkürzten Stunden" losging, wurden die Gäste unter den Klängen der Junior-Big-Band unter der Stabführung von Musiklehrerin Stefanie Jehl gebührend in der Pausenhalle empfangen. Oberstudiendirektor Hans Wurm wünschte den Kindern und Eltern "Geduld, Spaß und Gesprächswillen". Die Schülermitverantwortung und der Elternbeirat waren an diesem Samstagvormittag ebenfalls präsent und boten im "Gesprächscafe" nicht nur Informationen, sondern auch Stärkungen an. Auch die neue Dreifachturnhalle war eine Anlaufstelle für die zahlreichen Besucher. Am Mittag war auch die moderne Mensa im Neubau geöffnet, so dass die Küche daheim kalt bleiben konnte.
Im Fach Natur und Technik durften die jungen Gäste unter der Anleitung der Fünftklässler selbst aktiv werden. Oberstudienrat Graf hatte hierfür einen Versuch zur Trennung von Farbstoffen vorbereitet. Farbige Schokolinsen, Filterpapier und eine so genannte Petrischale zählten zu den Laborobjekten, mit denen die Schüler bei der Trennung von Lebensmittelfarbstoffen (Chromatographie) eifrig im Biologiesaal hantierten, bevor sie in die nächste Unterrichtseinheit wechselten.
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Auf den Spuren der "Erfolgsgeschichte Europa"
Um mehr Verständnis für Europathemen warb Staatsministerin Emilia Müller vor Schülern des Ortenburg-Gymnasiums. Bilder: lg
Staatsministerin Emilia Müller am OGO - Reger Meinungsaustausch mit Schülen - Alle relevanten Themen
Oberviechtach. (lg) "Wird das gut gehen?", fragte sich Europaministerin Emilia Müller und wies ihr Büro an, den Samstagstermin am Oberviechtacher Gymnasium nochmals zu überprüfen. "Welche Schüler gehen schon an einem Samstagvormittag in Schule?" Am Ortenburg-Gymnasium war dies der Fall, als Oberstufenschüler die Gelegenheit nutzten, aktuelle europapolitische Fragen von kompetenter Seite beantwortet zu bekommen.
Wirtschaftsentwicklung im Grenzraum, europäische Migration, Aufnahme der Türkei in die EU und die weltpolitische Positionierung der EU waren Themenbereiche, über die sich die Kollegiaten mit der Staatsministerin austauschten. Sie war übrigens mit dem eigenen Pkw ohne Chauffeur und Staatslimousine gekommen. Das machte Eindruck auf die Jugendlichen und auch den Elternbeirat, der zusammen mit der Schülermitverantwortung und Schulleiter Hans Wurm die Ministerin am Schulportal empfing.
Nach einer kurzen Schulführung durch Oberstudiendirektor Wurm traf man sich im Medienraum zu Meinungsaustausch und Diskussion. "Sie können alles fragen!", ermunterte die Ministerin ihre jugendlichen Gesprächspartner, bevor sie die derzeitige Situation Europas mit der Formulierung eines grundlegenden Spannungsverhältnisses umriss: "Die Chance Europas liegt in der unterschiedlichen Vielfalt - aber wie viel Vielfalt kann man zulassen, ohne dass der Handlungsspielraum schwindet?"
Akzeptanz der Bevölkerung
Die Schüler kamen sehr schnell auf den Beitritt weiterer Länder zu sprechen. Bekenntnis zu Frieden, Freiheit, Demokratie, Menschenrechten nannte die Ministerin als Beitrittskriterien, die über diese fundamentalen Bedingungen bis ins Kleinste geregelt seien. Zum jetzigen Zeitpunkt sieht die Ministerin allerdings die Aufnahmefähigkeit Europas erschöpft. Neben den obigen Kriterien spielten auch die Akzeptanz der Bevölkerung und die Balance zwischen wirtschaftlichen und sozialen Interessen eine wesentliche Rolle.
"Wie steht es mit der Aufnahme der Türkei?" wollte ein Schüler wissen. Die Türkei gehöre geographisch nicht zu Europa, außerdem würde die Aufnahme dieses Landes die EU "total verändern". 65 Prozent der türkischen Bevölkerung wollten zudem gar nicht in die EU. Ministerin Müller blendete auf die türkischen Parallelgesellschaften in Deutschland und warb für eine Integration der hier lebenden Türken. Die Beherrschung der deutschen Sprache sei hier unabdingbare Voraussetzung. Hierfür seien neue Initiativen ergriffen worden wie z.B. spezielle Sprachkurse für türkische Frauen. Die Türkei sollte durch eine privilegierte Partnerschaft mit der EU verbunden werden.
Nationen im Wettbewerb
Schülersprecher Manuel Schöberl und Barbara Dietlinger richteten das Augenmerk auf die Aufnahme anderer europäischer Staaten. "Es besteht derzeit kein Handlungsbedarf, dass weitere Staaten aufgenommen werden", bekräftige die Ministerin, "die EU befinde sich in einer Vertiefungsphase" mit Wertediskussion und Festschreibung von Grundrechten. Von einer einheitlichen Kunstsprache "Esperanto" hält die Ministerin nichts. Vielmehr sollte innerhalb der EU die deutsche Sprache ein stärkeres Gewicht bekommen.
Detailliert listete die Staatsministerin die öffentlichen Fördermittel auf, die Ostbayern und Tschechien abrufen könnten. Das Selbstbewusstsein der osteuropäischen Staaten sei angesichts von deren rasantem Aufstieg gewaltig gewachsen. Die Nationen stünden im Wettbewerb. Trotz einzelner Querschüsse von politischer Seite sei das Nachbarschaftsverhältnis zu Tschechien gut - sowohl an der Basis als auch seitens der Staatsregierung. Der Freistaat eröffnet demnächst seine 20. Bayerische Vertretung und zwar in Prag.
Auch weltweit müsse die EU wettbewerbsfähig bleiben, gab die Ministerin Christopher Herzog zur Antwort. Trotz Rückschlägen, z.B. beim Verfassungsvertrag, "ist Europa eine Erfolgsgeschichte", so das Resümee der Ministerin im Jahr der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.
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Böhmische Wirtshauskultur in der Literatur
Lesung mit Bernhard Setzwein - Im "Goldenen Tiger" - Zoiglbier und "Grüne Jungfer"
Oberviechtach. (lg) Das Prager Altstadtwirtshaus "Goldener Tiger" war die "Residenz" des berühmten Dichters Bohumil Hrabal. Hier verbrachte er seine Zeit, hier fand er Motive für seine Werke. Grund genug für den einstigen Staatspräsidenten Vaclav Havel seinen Kollegen Bill Clinton in dieses urige Wirtshaus zu führen.
Bernhard Setzwein nahm diese Begegnung im "Goldenen Tiger" als Aufhänger für seine Dichterlesung im Oberviechtacher Kulturzentrum in der ehemaligen Marktsmühle, wo heute das Doktor-Eisenbarth- und Stadt-Museum untergebracht ist. Eingeladen hatte das Ortenburg-Gymnasium, das mit dieser Lesung und der originellen musikalischen Begleitung durch die Waldmünchner "Stoibachmuse" einen nicht alltäglichen Tupfer als Abschluss einer schulischen Fortbildungsveranstaltung setzte.
Die "bafelnde Wirtshauskultur", wie Jaroslav Hasek die vielfältigen Wirtshausdiskurse und -begegnungen auf den Punkt brachte, stand im Mittelpunkt dieser vielfältigen Lesung, bei der sich die Lebendigkeit nicht nur aus dem reichhaltigen literarischen Schatz einschlägiger Themen speiste, die Bernhard Setzwein mit glücklicher Hand zusammengetragen hatte, sondern auch noch gewürzt wurde durch die Polkas, Walzer und Märsche aus Bayern und Böhmen. Die "Stoibachmuse" (Harfe, Akkordeon, Tenorhorn, zwei Klarinetten) verband Setzweins Texte mit unverfälschter Musik - mal heiter, mal ernst, mal schmissig.
Der unermüdliche Rezitator Bernhard Setzwein "inszenierte" Wirtshaus-Passagen aus Heimito von Doderers Roman "Die Dämonen" oder Glossen von Jan Skacel. Er entführte die Zuhörerschaft zu einem Zoiglbierabend nach Bärnau und schloss mit einem Auszug aus seinem eigenen Roman "Die grüne Jungfer". Der Titel bezieht sich auf ein Gasthaus in dem fiktiven böhmischen Ort Hlavanice, der seit der Wende im geographischen Mittelpunkt Europas liegt.
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Polka, Walzer und Märsche von der "Stoibachmuse" verbanden die Wirtshaustexte von Bernhard Setzwein. Bild: lg
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Bayern - Böhmen: belebende Herausforderung
Geschichte und Literatur des Nachbarlandes riefen das Interesse zahlreicher Zuhörer hervor. Bild: lg
Lehrer-Fortbildung am OGO - Vorbereitung der Landesausstellung - Blick in Literatur
Oberviechtach. (lg) Ein nachgebauter hussitischer Kampfwagen stand vor dem Ortenburg-Gymnasium, als sich dort Lehrer aus der gesamten Oberpfalz von ganz unterschiedlichen Schulen zu einer halbtägige Fortbildungsveranstaltung mit den Thema "Bayern - Böhmen" trafen. Dieses Symposium diente der Vorbereitung der diesjährigen Bayerischen Landesausstellung in Zwiesel (25. Mai bis 14. Oktober).
Oberstudienrat Stephan Lippold vom Haus der Bayerischen Geschichte machte die Lehrer auf die Spezialitäten dieser landesübergreifenden Ausstellung aufmerksam. Konzeption, Inhalte und Begleitmaßnahmen wurden vorgestellt, dazu auch der Blick für die pädagogischen Nutzungschancen geschärft.
Rektor Rainer Christoph von der Grundschule Altenstadt, unter dessen Federführung ein internationales Begleitwerk zur Landesausstellung herausgegeben wird, ging in seinem Vortrag auf die kultur-touristische Erschließung Böhmens ein. Wenige Tage vor dieser Fortbildungsveranstaltung kam beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. eine pädagogische Handreichung zum Thema "Deutsche und Tschechen" heraus. Autorin ist die Oberviechtacher Geschichtslehrerin Dr. Christine Paschen, die in den zurückliegenden Jahren auch für Ungarn und Polen vergleichbare Werke herausgebracht hat.
In ihrem profunden und lebendigen Vortrag ging die Referentin auf "Tschechiens schwierige Identität zwischen übermächtigen Nachbarn" ein. Der Staatsname (nicht Tschechei!), die Reichbildung und Anbindung an das Deutsche Reich, aber auch die Nationalbewegung im 19. Jahrhundert waren Themen des Vortrags, die in der Handreichung nachgelesen werden können. Manche der aufgegriffenen Themen sind nach wie vor eine "belebende Herausforderung", wie sich Oberstudiendirektor Hans Wurm in seiner Begrüßung ausdrückte.
Zahlreiche tschechische Autoren mit ihren vielfältigen Themen stellte Dr. Peter Becher, Geschäftsführer des Adalbert-Stifter-Vereins München, vor. Ob Ludvik Vaculik, der in den achtziger Jahren die so genannte "samtene Revolution" mittrug, Jan Trefulka, der den Europäischen Feuilleton-Preis ins Leben rief, Ota Filip, Jiri Grusa, Pavel Kohout oder Libuse Monikova - sie alle haben das Bild ihrer tschechischen Heimat im Westen mitgeprägt. Manche von ihnen haben auch in Oberviechtach schon gelesen, wie die zwischenzeitlich verstorbene Libuse Monikova bei den Freunden der Kunst oder Ota Filip am Ortenburg-Gymnasium.
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Frauenhaus, Kinderhilfe, Aids-Waisen
Die Schülermitverantwortung, Verbindungslehrer und Schulleitung übergaben jetzt die Erlöse der OGO-Weihnachtsaktionen, unter anderem an die Leiterin des Weidener Frauenhauses. Bild: lg
SMV spendet für Hilfsprojekte 1800 Euro - Erlös der OGO-Weihnachtsaktionen
Oberviechtach. (lg) Soziales Verantwortungsbewusstsein beweisen die Schülerinnen und Schüler des Ortenburg-Gymnasiums, wenn sie alljährlich den Erlös der Weihnachtsaktionen für gemeinnützige Initiativen spenden. Mit dem Erlös von 1800 € wurden dieser Tage drei regionale und weltweite Hilfsprojekte für Frauen unterstützt.
Die Leiterin des Frauenhauses Weiden, Bäumler-Lenz, nahm von der Schülermitverantwortung einen Scheck in Höhe von 800 € in Empfang. Im Beisein von Mitgliedern der Schulleitung und der Verbindungslehrer Matthias Schaller und Birgit Schneider umriss sie das Aufgabenfeld und berichtete von der alltäglichen Arbeit. Misshandelte Frauen und ihre Kinder finden Schutz und Unterbringung im Frauenhaus, dazu wird aber auch durch Beratung und Angebote insbesondere auch für Kinder Hilfe geleistet.
Mit weiteren 800 € unterstützte die SMV die Friedens-Schulen von Dr. Reinhard und Annette Erös in Afghanistan. Die "Kinderhilfe Afghanistan" von Dr. Erös, mit dem das Ortenburg-Gymnasium seit Jahren Kontakte pflegt, unterhält mittlerweile 16 Schulen mit 450000 Schülerinnen und Schülern sowie 1600 Lehrern in dem von Krieg und Unruhen erschütterten Land.
Die Aktion "Kostbar wie ein Edelsten" unterstützte die Klasse 5b mit 200 €. Diese Spende kommt Aids-Waisen in Namibia zugute.
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Rotwein und würziger Käse aus St. Pourcain
Oberstudienrätin Bettina Meier bedankte sich für die tatkräftige Mitarbeit der Elternbeiräte. Bild: lg
Verabschiedung der Gäste aus Frankreich - Zehn Tage am OGO - Dank an alle Eltern
Oberviechtach. (lg) "Die technischen Kommunikationsmöglichkeiten sind super, aber noch besser ist die Pflege der Freundschaft vor 0rt!", erklärte Monique Lachérade von der französischen Partnerschule in Saint-Pourcain, als die 36 Schüler und die drei Lehrerinnen im Speisesaal des Ortenburg-Gymnasiums zum Ende ihres zehntägigen Aufenthalts verabschiedet wurden.
Fast alle Gastgebereltern aus der gesamten Schulregion waren zugegen und nahmen den Dank von Schülern und Lehrern aus Frankreich entgegen. Die Französischlehrer des Ortenburg-Gymnasiums kredenzten Rotwein, der Elternbeirat lud alle Gäste zu einer bayerischen Brotzeit ein und die französischen Gäste hatten ihre berühmten Käsespezialitäten aus dem Zentralmassiv mitgebracht.
Per Power-Point zeigte Andreas Zeiser in einem aufschlussreichen Vortrag beeindruckende Bilder von Patrick Holler aus der Region der Partnerschule. Studiendirektor Arwid Krauß bedankte sich als Organisator dieser Schulpartnerschaft bei allen Beteiligten. Bettina Meier übergab eine Weinspezialität an den OGO-Elternbeirat. Ohne sein tatkräftiges Mitwirken unter der Leitung von Vorsitzender Iris Steindl wäre die harmonische Pflege dieser langjährigen Freundschaft mit der französischen Schule nicht möglich.
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Mitreißendes OGO-Faschingskonzert
Oberviechtach. (glg) "Ach, wenn ich nur so wär wie dein kleiner Teddybär", sang Andreas Wirnshofer im improvisierten Bärenkostüm und eroberte sich beim OGO-Faschingskonzert die Sympathien der zahlreichen Zuschauer im Emil-Kemmer-Haus. Mal als Fee, mal als Westernlady dirigierte Musiklehrerin Stefanie Jehl Orchester, Bands und Chöre souverän durch den dreistündigen Faschingsabend.
Bereichert wurden die musikalischen Beiträge durch dramaturgische Elemente wie die riesigen Stelzengänger, die scheinbar aus dem Nichts plötzlich im Saal auftauchten, oder die hintergründige "Hasenjagd". Die phantasievolle Choreographie stammte von Beate Rothmeier.
Welche verborgenen Talente in manchem Lehrer stecken, erlebten die Zuschauer nicht nur bei der von Schulleiter Hans Wurm angeführten Polonaise, sondern auch bei der Didgeridoo-Einlage von Harald Höpfl und Hans Kistler, die sich als Australier und Amerikaner in den Saal des Emil-Kemmer-Hauses verirrt hatten.
Matthias Höpfl aus der K 12 führte auf lockere Art durch das Programm des Konzertabends, zu dem auch die Elisabeth-Serenade und das Adiemus des Orchesters gehörten. Mit einem Can Can, "Motown forever" und "Born to be wild" trumpfte die inzwischen stattliche Junior Big Band vor der Pause gewaltig auf. Mit dem Trompetenecho (Akkordeon, Trompete, Tuba und Schlagzeug) kam anschließend das bayerische Element, bevor der Kriminal-Tango der Combo die Zuschauer erschaudern ließ, zumal plötzlich ein Gangster im schwarzen Ledermantel mit Pistole (Christopher Herzog) von der Szene Besitz ergriff. Mitreißende Evergreens der mit ehemaligen Schülern aufgestockten Big-Band bildeten den Höhepunkt des Abends.
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Empfang der französischen Gäste
"Nationale Vielfalt im Haus Europa erleben"
Sechster Partnerschaftsbesuch aus Saint-Pourcain - 36 Jugendliche am OGO - Freundschaft braucht Pflege
Oberviechtach. (lg) Seit fünf Jahren floriert der Schüleraustausch zwischen dem Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach und Saint-Pourcain im französischen Zentralmassiv. Diesmal besucht eine besonders große Delegation von 36 Schülern im Alter von 14 bis 17 Jahren das Oberviechtacher Gymnasium unter der Begleitung der Lehrerinnen Monique Lachérade, Véronique Allezard und Nathalie Chapuis.
Am Samstagabend kamen die Jugendlichen mit dem Bus am Ortenburg-Gymnasium an und wurden von ihren Gasteltern aus der gesamten Schulregion in Empfang genommen. Bei der offiziellen Begrüßung am Montagmorgen würdigten 1. Bürgermeister Wilfried Neuber, Oberstudiendirektor Hans Wurm und Elternbeiratsvorsitzende Iris Steindl die "Erfolgsgeschichte" der lebendigen Schulpartnerschaften, die auf Seiten des Ortenburg-Gymnasiums von Arwid Krauß und Bettina Meier betreut werden.
Kein Kulturtourismus
"Saint-Pourcain ist eine Stadt wie Oberviechtach", meinte Monique Lachérade, die als Sprecherin der französischen Gäste von Anfang an die Partnerschaft forcierte. Am Ortenburg-Gymnasium gehört die sympathische Lehrerin schon zum Kollegium. Dort freut man sich alljährlich über die mitgebrachten Pfefferminz-Pastillen, die in unterschiedlichen Größen und Packungen zu den Spezialitäten der Region um Vichy zählen.
Oberstudiendirektor Hans Wurm erwähnte in seiner Begrüßung die herausragenden Integrationsleistungen der großen Europäer Robert Schuman und Graf Coudenhove-Kalerghi, wobei letzterer im benachbarten tschechischen Rondsperg seinen Familiensitz hatte. Der Schulleiter dankte den Eltern und dem Bürgermeister für ihre gastfreundliche Haltung. Den französischen Jugendlichen wünschte er ein "aufnahmebereites Herz" für die Region. Die Schulpartnerschaft sei "kein Kulturtourismus", sondern aufgrund der erlernten Sprache eine neue Form "eines kulturellen Miteinanders". "Die nationale Vielfalt im Haus Europa erleben", sei das Ziel.
Zeit, Energie und Geld
Bürgermeister Wilfried Neuber blendete zurück auf den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag vom Januar 1963, der die Grundlage für die heute lebendigen Schulpartnerschaften bildete. In diesen sah er einen maßgeblichen Beitrag zur europäischen Einigungsbewegung. Trotz der angespannten Haushaltslage unterstütze die Stadt die Schulpartnerschaften gerne. "Behalten Sie uns in guter Erinnerung, wenn Sie wieder daheim sind!", wünschte sich der Bürgermeister. Seine mitgebrachten T-Shirts mit dem Eisenbarth-Emblem werden in Saint-Pourcain sicherlich Sympathieträger für Oberviechtach sein.
Elternbeiratsvorsitzende Iris Steindl würdigte in ihrer in Französisch gehaltenen Begrüßungsrede den Einsatz der Lehrer. Den jungen Gästen aus Frankreich wünschte sie, dass diese die verschiedenen Aspekte Bayerns kennen lernen mögen. Monique Lachérade dankte allen, "die Zeit, Energie und Geld nicht scheuen, dass dieser Austausch weiterlebt".
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Mikrotechnologie und "mathematische Weiber"
Lehrer und Schüler als Auditorium der Fortbildungsveranstaltung zur Mikrotechnologie am OGO. Bild: lg
Fortbildung am OGO - Lehrer aus der Oberpfalz zu Gast - Zusammenarbeit mit Fachhochschule
Oberviechtach. (lg) Nahe dran der Wissenschaft der Mikrotechnologie und ihren Anwendungsbereichen sind die Physik-, Chemie- und Mathematiklehrer der Oberpfalz, wenn sie zu den Lehrerfortbildungsveranstaltungen ans Ortenburg-Gymnasium kommen. In dieser Woche fand bereits zum dritten Mal eine derartige Veranstaltung in Kooperation mit der Fachhochschule Regensburg statt.
"Günter Jehl hat eine wunderbare Menüfolge aufbereitet", kündigte Oberstudiendirektor Hans Wurm in seiner Begrüßung das von seinem Stellvertreter zusammengestellte abwechslungsreiche Programm an. Zahlreiche Professoren der FH Regensburg und Vertreter der Firma Klug GmbH integrierte Systeme in Teunz wirkten als Referenten dieser ganztägigen regionalen Lehrerfortbildung.
In die "Optische Messung dünner Schichten" (Prof. Dr. Helmut Hummel) und die "Gasphasenätzung zur Glättung rauer Halbleiter-Oberflächen" (Prof. Dr. Alfred Lechner) wurden die Zuhörer ebenso eingeführt wie in eine Methode zur Berechnung elektrischer Felder anhand des Gaußschen Satzes. Prof. Dr. Ernst Wild, ein Ehemaliger des Ortenburg-Gymnasiums, lieferte mit seiner anschaulichen Vorstellung ein wertvolles Instrumentarium für den Kollegstufenunterricht in Physik.
Den Nachmittagsblock eröffnete Prof. Dr. Franz Graf - erstmals am OGO - mit Einblicken in elektrotechnische Abläufe in der Automobiltechnik. Insbesondere für die Kollegiaten des zwischenzeitlich anwesenden Leistungskurses Mathematik waren die Ausführungen von Angela Klotz (Fa. Klug) interessant, da sie das duale Studium ihrer Firma in Kooperation mit der FH Regensburg vorstellte.
Eine sehr unterrichtsnahe Thematik bot Studienrat Jürgen Dörfler vom Gymnasium Eschenbach. Er referierte mit besonders praxisnahen Aussagen und sehr anschaulichen Vorführungen über die Möglichkeiten des Einsatzes von LEGO-Roboterbauelementen im Informatikunterricht des Gymnasiums. Unter dem Thema "Über die mathematischen Weiber" bot Prof. Dr. em. Herbert Zeitler von der Universität Bayreuth ein umfassendes Bild von den Mathematikerinnen seit der Antike, wobei er insbesondere aufschlussreiche historischen und gesellschaftspolitischen Aspekte einfließen ließ.
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Bedrohung durch "Lärm von Nichtigkeiten"
"Freuet euch all" - stimmgewaltig vom Großen Chor unter Leitung von Stefanie Jehl vorgetragen. Bild: lg
Besinnliches OGO-Weihnachtskonzert - Meditative Texte von Papst Benedikt
Oberviechtach. (lg) Meditative Texte von Papst Benedikt XVI. und besinnliche Musik stimmten die Besucher des OGO-Weihnachtskonzertes in der evangelischen Auferstehungskirche auf die bevorstehenden Festtage ein. Die verschiedenen Chöre des Ortenburg-Gymnasiums und das Streichorchester unter der Leitung von Stefanie Jehl sowie das Bläserensemble unter Leander Sünkel fanden die richtigen Klänge, um eine Atmosphäre der Ruhe und Besinnlichkeit in die voll besetzte Kirche zu zaubern.
Oberstudiendirektor Hans Wurm wünschte in seinen Eingangsworten Stille und Besinnung in einer "vom Lärm der Nichtigkeiten" geprägten Zeit, damit die Menschen wieder Lebenskraft und Hoffnung gewinnen könnten. Mit Bachs Choral "Wachet auf" eröffneten Hans Bock (Orgel) und David Sorgenfrei (K 13) den Konzertabend, der von meditativen Texten, vorgetragen von Schülersprecher Manuel Schöberl, durchzogen war. "Machen wir uns bereit, aktive Träger des Friedens zu sein", lautete sein Resümee, als er die Hirten - von Haus aus mit schlechtem Leumund belegt - als "wachende Menschen" vorstellte.
Ruhige und getragene Kompositionen wie Händels Largo aus "Xerxes" (Stefan Grimm, Günter Jehl) oder die von Hans Kistler (Klarinette) und Stefanie Jehl (Klavier) vorgetragene "Thais Meditation" waren es, die die Besucher dem Weihnachtsgeheimnis näher brachten. Der talentierte Pianist Florian Sorgenfrei (10b) begleitete alle Chorstücke sehr einfühlsam auf dem Klavier. Eindrucksvolle Kompositionen aus dem bekannten französischen Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu" oder das gemeinsam gesungene Schlusslied "Ubi caritas" gingen vielen Besuchern zu Herzen.
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Rätsel um verschwundene Wurstsemmeln
Die Spieler der neu gegründeten Theatergruppe der Unter- und Mittelstufe bei ihrer Kriminalkomödie. Bild: lg
Erfrischende Kriminalkomödie in einer kurzweiligen Aufführung der OGO-Theatergruppe
Oberviechtach. (lg) Die Kriminalkomödie, welche die OGO-Theatergruppe der Unter- und Mittelstufe kurz vor den Weihnachtsferien vor voll besetztem Saal im Emil-Kemmer-Haus aufführte, passte in die Vorweihnachtszeit. Denn die Handlung dieses Stücks beginnt mit der Vorbereitung einer Weihnachtsfeier, die die Gymnasiasten für ein benachbartes Seniorenheim organisieren.
Das Verhängnis und die Missverständnisse beginnen, als alle fleißig mithelfen und spenden, nur nicht der Hausmeister (Matthias Lohrer). Als seine Frau (Sarah Lorenz) dessen Geiz gutmachen will, beginnen die Verwicklungen, die auch der Schuldirektor Dr. Wurz (Stefanie Schinner) und die Lehrerin Frau Reibeis (Iris Ruider) nicht mehr entwirren können. Den Schülern, die selbst ermitteln, raucht die Birne, als sie erkennen: "Tote schmieren keine Brote".
Den Witz und die Situationskomik des kurzweiligen Kriminalstücks, das sich durchaus auch an realen Schulverhältnissen ausrichtete, brachten die jungen Spieler mit Frische und Elan auf die Bühne. Ihr begeistertes Spiel bedeutete auch einen Dank an die Leiterinnen der Theatergruppe, Amanda Rieß und Beate Rothmeier.
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Mädchen als Vizemeister der Oberpfalz
Schulleiter Hans Wurm und Betreuer Günter Jehl würdigten den Erfolg der jungen Schulschachspieler. Foto: G. Lang
Hervorragende Schachspieler am OGO - Jungen auf Mittelplätzen
Oberviechtach. (lg) Insgesamt 71 Mannschaften von der Grundschule bis zu den beruflichen Schulen waren dieses Jahr bei den Oberpfälzer Schulschachmeisterschaften in der Regensburger RT-Halle am Start. Trotz dieser Rekordbeteiligung konnten sich die Aktiven des Ortenburg-Gymnasiums hervorragend platzieren.
Das OGO war wie schon den Vorjahren vor allem im Mädchenbereich ganz vorne mit dabei. Als Titelverteidigerinnen zählten Maria Zinkl (9a), Katharina Wittmann, Lisa Steindl (beide 10b) und Lisa Semmelmann (10d) heuer wieder zu den Favoritinnen. Leider mussten sie - nachdem alle anderen sieben Partien gewonnen wurden - gegen das Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburg eine knappe 2,5 - 1,5 - Niederlage hinnehmen und sich diesmal mit dem 2. Platz unter neun Mannschaften begnügen.
Die erfolgreichste Einzelleistung des gesamten Turniers erbrachte Maria Zinkl, die alle acht Partien überlegen gewann. Das Talent aus den Reihen der Schachabteilung des TSV Oberviechtach hatte damit maßgeblichen Anteil am Erfolg der Mädchenmannschaft.
In der WK II erreichten Johannes Hilburger (10b), Sebastian Forster (11c), Markus Hofstetter (10d) und Johannes Höcherl (10a) unter 12 Mannschaften einen beachtlichen 6. Rang. Die jüngsten OGO-Schachspieler Andreas Schneider, Alex Reitinger, Martin Wolak (alle 7d) und Albert Kiener (6a) traten erstmals in der WK III an und erzielten gegen die altersmäßig überlegene Konkurrenz einen 12. Platz unter 17 Mannschaften.
Der langjährige Betreuer Günter Jehl freute sich über den Erfolg seiner Schützlinge und überreichte ihnen zusammen mit Schulleiter Hans Wurm Einzelurkunden. Jehl hofft, im nächsten Jahr noch mehr Schüler der Unterstufe für das königliche Spiel gewinnen zu können.
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Klavierabend 21.11.06
Beschwingter Klavierabend am OGO
Oberviechtach. (lg) Bei den Klavierabenden am Ortenburg-Gymnasium kann Musiklehrer Hans Bock auf einen Stamm an Pianisten zählen, die dieser traditionsreichen Veranstaltung des Oberviechtacher Gymnasiums die Treue halten. Bei den zahlreichen Schülern, die dieses Jahr am Vorabend des Buß- und Bettages ihre Fähigkeiten am Flügel unter Beweis stellten, war sowohl musikalisch als auch technisch eine Steigerung festzustellen.
Noch bevor der Reigen begann, dankte der stellvertretende Schulleiter Günter Jehl den Jugendlichen, die ihre Freizeit für die Pflege der Klaviermusik nutzten. Jehl begrüßte aber auch die etwa 120 Zuhörer, die sich im Musiksaal des Gymnasiums eingefunden hatten.
Katharina Kiener (6c) eröffnete mit einem Wiegenlied von Stojanoff und dann ging es Schlag auf Schlag. Jana Hartinger (7c) bewies mit dem 1. Satz aus Haydns Sonate in C-Dur ihre gut entwickelte Technik, während Ann-Katrin Weiß (8c) mit Tschaikowskys Neapolitanischem Tanzlied Schwung in den Musiksaal brachte. Mit dem modernen Stück "November" bot Janina Dirmeier (10a) den jahreszeitlich adäquaten Abschluss des ersten Teils.
Die Schülermitverantwortung, der Elternbeirat und Schülerinnen der Berufsfachschule halfen mit, dass die Gäste bei Sekt und Häppchen eine angenehme Pause erlebten. Nach Katharina Reimls (8c) russischem Volkslied spielte Julia Ruß (9a) auswendig Stücke von Mendelssohn und Bartok in technisch und musikalisch einwandfreier Form. Den 1. Satz aus Beethovens "Mondscheinsonate" brachte Florian Sorgenfrei (10b) einfühlsam zur Aufführung. Lisa Ruhland (K 13), seit Jahren als Saxophonistin der Big Band aktiv, wechselte diesmal mit ihrer Sonatine das Genre. Christina Tretter (8a) spielte Prokofjews "Grashüpfer Parade" auswendig, bevor Barbara Dietlinger (K 12) mit Händel und Mussorgski dem Barock und der Moderne ihren Tribut zollte. Julia Ruß und Christina Tretter brachten mit ihrem schmissig vorgetragenen "Coburger Marsch" (M. Schulze) den krönenden Abschluss des Klavierabends.
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Brückenbau bei Schulpartnerschaft mit Prag
Herbstbesuch in der Goldenen Stadt - Direktorin lobt Nachhaltigkeit des Austausches
Oberviechtach. (lg) Nicht nur die regelmäßigen Schülerbesuche prägen mittlerweile die Partnerschaft zwischen dem Ortenburg-Gymnasium und der Prager Obchodni-Akademie, sondern auch die Eltern waren mehrmals schon bei einem Tagesbesuch in der Goldenen Stadt. Zudem bietet das Ortenburg-Gymnasium für einzelne Schülerinnen mehrwöchige Hospitationsmöglichkeiten an.
Direktorin Jana Meierova würdigte bei der Begrüßung der Oberviechtacher Schüler anlässlich des Herbstbesuches diese Weiterentwicklung der Schulpartnerschaft, die bereits seit November 1989 besteht. Diese Nachhaltigkeit hob sie ebenso hervor wie den dadurch erreichten Brückenbau in vielerlei Hinsicht. Begleitet wurden die Oberviechtacher Schüler von den Lehrkräften Dr. Christine Paschen, Erik Waengler und Ulrich Wohlgemuth.
Erlebnis Karlsbrücke
Das Besuchsprogramm bestand aus Führungen durch die Prager Altstadt und durch die so genannte "Jugendstadt mit den Synagogen und dem weltberühmten jüdischen Friedhof mitten in der Altstadt. Die Prager Burg mit Veitsdom durfte ebenso wenig fehlen wie die Karlsbrücke mit ihren zum "Shopping" verführenden Schmuck- und Bilderständen. Man konnte aber auch einfach den Musikgruppen zuhören oder die Bronzefigur des heiligen Nepomuk berühren und sich etwas wünschen. Ein einmaliges Erlebnis war die zur Zeit stattfindende Fotoausstellung auf der Insel Kampa unterhalb der Karlsbrücke, wo großformatige Luftbilder der Erde gezeigt werden.
Tschechisch für Anfänger
Eine Tagesfahrt führte mit der Eisenbahn hinaus zur Burg Karlstein, wo lange Zeit die deutschen und böhmischen Reichskleinodien aufbewahrt wurden. Aber auch an der Obchodni Akademie selbst wurde einiges geboten. Die deutschen Gastschüler erhielten eine Einführung in das Tschechische, sie konnten aber auch am Englischunterricht teilnehmen und sich mit der Geschichte des Kommunikationswesens auseinandersetzen. Beim Abschlussquiz lösten deutsche und tschechische Schüler gemeinsam Fragen zu Mozart in Prag, zur Deutschen Botschaft und zur Karlsbrücke.
Zum Abschluss des Aufenthalts wurden Anja Maly, Jessica Illmer und Christiane Rückerl geehrt, die bereits dreimal nach Prag gefahren waren und im Gegenzug Austauschpartner aufgenommen hatten.
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Jürgen Banscherus fand Draht zu den Schülern
Lesungen an Hauptschule und Gymnasium - Einblicke in die Schreibwerkstatt
Oberviechtach. (lg) Über 900 000-mal wurden weltweit Jürgen Banscherus´ Kriminalgeschichten aus der Reihe "Ein Fall für Kwiatkowski" verkauft. Als der Autor bei der Lesung am Ortenburg-Gymnasium verriet, dass er pro Buch 0,60 Euro verdiente, da wunderten sich einige Schüler: "Da haben Sie ja über eine halbe Million Euro bekommen!"
Der 57-jährige Autor aus Witten an der Ruhr las nicht nur bei den Schülern am OGO, sondern auch bei 7. und 8. Klassen der Hauptschule. Oberstudiendirektor Hans Wurm hatte den bekannten Jugendbuchautor nach Oberviechtach geholt und Rektor Rudolf Teplitzky und Lehrerin Gertrud Waldherr organisierten für mehrere Klassen auch an der Hauptschule eine Lesung, bei der die Jugendlichen den "Dichter zum Anfassen" ebenso mit Fragen bestürmten wie später die Gymnasiasten im Medienraum ihrer Schule.
Aktuelle Themen
Die obligatorische Frage nach den Honoraren gehörte ebenso dazu wie ein Blick in die Familiensituation: "Meine Tochter hat heuer ihr Abitur gemacht." Banscherus´realitätsnahen Büchern wie "Novemberschnee", "Die Warnung", "Das Lächeln der Spinne" oder "Davids Versprechen" gingen jeweils aufwändige Recherchen voraus: Befragungen, Interviews, vielfältige Lektüren. Er schreibt übrigens seit 23 Jahren Jugendbücher. Damals sagte er der Lyrik "Ade" und wandte sich angesichts der selbst erlebten Ausländerfeindlichkeiten aktuellen Themen zu. Dass auch bei einem Profi-Schriftsteller ein Buch "nicht gleich sitzt", zeigte sich beim "Skateboard", das er siebzehnmal umschreiben musste. Einzelne Bände waren ein Flop, andere große Erfolge.
"Fernsehen im Kopf"
"Lesen ist Fernsehen im Kopf!", ermunterte der Autor die Kids zur sinnvollen Freizeitgestaltung des Lesens. Bei seinem lebendigen Vortrag aus seinem neuesten Werk "Bis Sansibar und weiter" gewann der Vorleser und "Schauspieler" Jürgen Banscherus sicherlich wieder neue Fans für die Lesegemeinde. Dies ist ein Ziel dieser Lesereisen an Schulen. In dem neuen Buch geht es um Schule, Freundschaft, erste Liebe und Familiensituationen. Die Mutter ist übergewichtig und langsam und leidet unter Diskalkulie (Rechenschwäche), während ihr Junge Marius, der die ganze Geschichte erzählt, spindeldürr ist und als Rechengenie die wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie regelt, seit der Vater beim Sturz aus dem Kirschbaum tödlich verunglückte. Wie die erste Liebe zwischen Marius und der forschen Linda, die neu in die Klasse kam, ausgeht, verriet der Autor nicht. Dafür konnten sich die Schüler seine Bücher kaufen und auch signieren lassen.
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Ortenburg-Kalender 2007
36 Darstellungen von früher - Alte Ortsansichten und Gebäude
Oberviechtach. (lg) Nicht Fotos, sondern gezeichnete Ansichtskarten stehen dieses Jahr im Mittelpunkt des vierten Ortenburg-Kalenders, der zur Zeit am Oberviechtacher Gymnasium entsteht. Die 36 Bilder decken die gesamte Schulregion ab.
Studiendirektor a.D. Paul Wallinger trug wieder die Raritäten unter den Ansichtskarten zusammen, so dass auch dieser vierte Ortenburg-Kalender ein optisches Schmankerl für Heimatfreunde und Sammler alter Publikationen wird.
Zielsetzung der "Kalender-Macher" war die Erfassung der gesamten Schulregion des Ortenburg-Gymnasiums. So stehen den gezeichneten Ortsansichten von Altendorf, Zangenstein und Schwarzhofen auf einer Seite des Kalenders ein Kupferstich von Schönsee um 1700 oder eine gezeichnete Ansichtskarte von Weiding mit dem historischen Kramerladen und dem alten "Gasthaus zum Frauenstein" gegenüber. Aus dem Jahr 1905 stammen die gezeichneten Ansichten der "Kgl. Klöppelschule in Stadlern". Eine Erinnerung an den einstigen Bahnhof von Pertolzhofen findet sich auf einer mit Jugendstilornamenten gestalteten Karte von 1906.
Ansichtskarten des Neunburger Künstlers Georg Dorrer, dessen Arbeiten bei Sammlern besonders hoch im Kurs stehen, beziehen sich nicht nur auf die Vaterstadt dieses bekannten Zeichners. Lorenz Lehners Titelbild zur Oberviechtacher Heimattruhe ziert zusammen mit einigen Miniaturbildern das Deckblatt des Kalenders, der rechtzeitig zum Ende des Jahres im Gymnasium und in den einschlägigen Verkaufsstellen der Schulregion angeboten wird.
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"Fester Zukunftswille unserer Schulregion"
Oberstudiendirektor Hans Wurm und FH-Präsident Prof. Josef Eckstein bei der Vertragsunterzeichnung. Im Hintergrund Prof. Ernst Wild, Ministerialbeauftragter Günther Trüb und Studiendirektor Günter Jehl. Bild: lg
Kooperationsvertrag OGO - FH - Musterbeispiel für ideale Zusammenarbeit
Oberviechtach. (lg) Eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Ortenburg-Gymnasium und der Fachhochschule Regensburg zum Nutzen der Schüler ist das Ziel eines Kooperationsvertrags, den FH-Präsident Dr. Josef Eckstein und Oberstudiendirektor Hans Wurm im Rahmen einer Feierstunde am OGO unterzeichneten.
Wegbereiter dieser bisher einmaligen Initiative in der Oberpfalz sind Prof. Dr. Ernst Wild, ein ehemaliger Schüler des Ortenburg-Gymnasiums, sowie Studiendirektor Günter Jehl, der stellvertretende Schulleiter der Oberviechtacher Bildungseinrichtung. Beide umrissen ihre Zielsetzungen und ließen die bereits bisher praktizierte fruchtbare Zusammenarbeit Revue passieren.
Erfreuliche Öffnung
Das Traditional "The trees they do grow high", vorgetragen von Karolin Felgenträger (Flöte), David Sorgenfrei (Gitarre) und Stefanie Jehl (Klavier) thematisierte musikalisch die gewünschte Perspektive des Kooperationsvertrags, den der Ministerialbeauftragte Günther Trüb als erfreuliche "Öffnung der Schule gegenüber ihrem Umfeld" wertete, wie es seit 2000 auch im Erziehungs-- und Unterrichtsgesetz verankert sei. Gerade die Fachhochschule biete neben Bildung und Ausbildung auch die Schärfung des Blickes für Industrie und Gewerbe. Dem richtungsweisenden Oberviechtacher Projekt wünschte der "Chef" aller Oberpfälzer Gymnasien Glück "und dazu auch noch Ausstrahlungskraft".
Die 1971 vom damaligen Landrat Josef Spichtinger herausgegebene Broschüre über den kleinsten und strukturschwächsten bayerischen Landkreis Oberviechtach war für Schulleiter Hans Wurm der Ausgangspunkt seiner Eröffnungsrede, die darauf hinauslief, "eigene Begrenzungen zu überschreiten" und "geographische und intellektuelle Geländegängigkeit zu beweisen". Die Öffnung zur Welt des Wissens und der Wissenschaft für die Jugendlichen sei eine Aufgabe der Schule. Den Kooperationsvertrag wertete Oberstudiendirektor Wurm als Demonstration des "festen Zukunftswillens unserer Schulregion".
Mehr Ingenieure erforderlich
Der Präsident der Fachhochschule Regensburg, Prof. Dr. Josef Eckstein stufte den Kooperationsvertrag als "Musterbeispiel für die Zusammenarbeit Schule - Hochschule" ein. Von dieser "Verzahnung" erwartet er sich eine Steigerung der Studierenden im Ingenieursbereich. Wenn Deutschland den jetzigen technologischen Vorsprung halten wolle, müsse die Zahl der Technik- und Ingenieursstudenten unbedingt gesteigert werden. Vor allem müsse hier auch die Frauenquote erhöht werden.
In der Ebnung der beruflichen Startbahn sah Prof. Dr. Ernst Wild ein gemeinsames Ziel von FH und Gymnasium. Was liege näher, als hier zusammenzuarbeiten, zumal dank der Mitwirkung vielfältiger Kräfte schon bisher produktive Kooperation betrieben worden sei. Prof. Wild und Studiendirektor Günter Jehl verwiesen auf Regionale Lehrerfortbildungen in den Mikrosystemtechnik oder auf Facharbeiten von Kollegiaten, bei denen die FH involviert gewesen sei. Günter Jehl erinnerte in diesem Zusammenhang auch auf enge Kontakte zur Teunzer Firma Klug, die nach der Vertragsunterzeichnung von den Ehrengästen besucht wurde.
Ehrengäste bei der Feierstunde
Oberviechtach. (lg) 1. Bürgermeister Wilfried Neuber, Professoren der FH Regensburg, der Elternbeirat mit Vorsitzender Iris Steindl wohnten vorgestern der feierlichen Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen OGO und FH bei. Vertreter von Behörden, Schulen und Institutionen konnte OStD Hans Wurm ebenso begrüßen wie Studiendirektor a.D. Walter Wölfel, unter dem einst entscheidende Weichenstellungen am OGO erfolgt seien. Adolf Klug vom gleichnamigen Informationstechnik- und Logistikunternehmen in Teunz hieß Wurm als hochgeschätzten Kooperationspartner willkommen. "Klug Integrierte Systeme" zählt derzeit rund 150 Beschäftigte.
Weitere Bilder!
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Abi 07
67 Abiturienten am Ortenburg-Gymnasium
Mensa als Prüfungsraum - Grundkurse und Leistungskurse - Nach Pfingsten Colloquium
Oberviechtach. (lg) Für 67 Abiturienten begannen gestern am Ortenburg-Gymnasium die diesjährigen Abiturprüfungen. Mathematik, Deutsch, Englisch und Biologie waren die zahlenmäßig stärksten Fächer, für die sich die Schulabgänger im so genannten dritten Abiturprüfungsfach entschieden, bei dem - ebenso wie bei den beiden Leistungskursen - die Aufgaben bayernweit einheitlich vom Kultusministerium herausgegeben werden.
Angesichts der hohen Zahl an Abiturienten mussten die Kollegstufenbetreuer bei der Lösung des Raumproblems neue Wege gehen. Für den ersten Prüfungstag, an dem alle 67 Kandidaten gleichzeitig antreten müssen, wurde die neue Mensa als Prüfungssaal hergerichtet.
Lange vor dem Examen wird spekuliert, "welche Aufgaben dieses Jahr drankommen könnten". Sogar in der Wahrscheinlichkeitsrechnung der Mathematik schwang heuer König Fußball das Szepter, während bei den Aufgaben aus der Physik z.B. die bei der radioaktiven Strahlung frei werdende Energie berechnet werden musste. In Deutsch konnten sich die Abiturienten z.B. mit dem 1815 entstandenen Goethe-Gedicht "Wiederfinden" oder mit Friedrich Hebbels Tragödie "Judith" beschäftigen, wohingegen im Fach Kath. Religion unter anderem die Begründung christlich-ethischer Werte eine Rolle spielte.
Am Montag beginnen die Prüfungen in den Leistungskursen, wobei am Ortenburg-Gymnasium die Fächer Geschichte, Geographie sowie Wirtschafts- und Rechtslehre anstehen. Deutsch, die Fremdsprachen, Mathematik und die Naturwissenschaften folgen bis zum 25. Mai. In der Woche nach den Pfingstferien steht als viertes Abiturprüfungsfach die Colloquiumsprüfung auf dem Terminplan.
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OGO-Läufer starteten in Regensburg durch
Starke Präsenz und hohe Laufleistung der Oberviechtacher Schüler beim "Ostwind-Minimarathon" in Regensburg. Foto: G. Lang
46 Teilnehmer am Start - Bei Quote und Leistung vorne mit dabei - Christian Richthammer kam aufs Treppchen
Oberviechtach. (lg) Bereits zum vierten Mal beteiligte sich das Ortenburg-Gymnasium am Ostwind-Minimarathon in Regensburg. Dieses Jahr konnte sich das Oberviechtacher Gymnasium mit der Rekordteilnehmerzahl von 46 Läufern hinter zwei Regensburger Schulen auf Platz 3 in die Rangliste der teilnehmerstärksten Schulen einreihen.
Nicht allein aber durch ihre Präsenz konnten die Schüler vom OGO überzeugen, sondern vor allem durch ihre durchwegs guten Laufleistungen, mit denen sie sich erfolgreich hinter den starken Konkurrenten behaupteten. Beim Straßenkurs durch den Stadtrandbereich am Westbad mussten die jüngeren Teilnehmer 2,1 Kilometer, die älteren 4,2 Kilometer absolvieren.
Hierbei erreichten die Jugendlichen aus Oberviechtach nahezu in jedem Lauf bemerkenswerte Platzierungen, oftmals sogar vor den Vereinspartner der Laufclubs aus Regensburg und Umgebung. So gelang Christian Richthammer (11c) mit einem 3. Platz in der Altersgruppe Jugend B sogar ein Sprung aufs Treppchen, während sich Josef Biehler (10a), Magdalena Kellner (8b), Isabella Vogl (9b), Thomas Walbrun (6d) und Paul Steindl (5c) mit Plätzen zwischen 4 und 8 innerhalb ihrer Altersklasse knapp geschlagen geben mussten.
Auch die weiteren Teilnehmer verdienen für ihre sportliche Leistung hohen Respekt, zumal bei den nahezu hochsommerlichen Temperaturen großer Kampfgeist und Einsatzbereitschaft gefragt waren. Zusammen mit allen Beteiligten freuen sich über den Erfolg auch die beiden Betreuerinnen Beate Rothmeier und Gisela Bader.
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Korrektur einer lateinischen Inschrift
Fit in Latein sind die ausgezeichneten Zehntklassschüler des Ortenburg-Gymnasiums, die von Oberstudiendirektor Hans Wurm ihre Urkunden erhielten. Bild: lg
Zwölf Schüler bei Lateinwettbewerb erfolgreich - Daniel Woschée an der Spitze
Oberviechtach. (lg) "Badeten Frauen und Männer in den Thermen gemeinsam? Gab es weibliche Gladiatoren? Durften Frauen in der Kurie sitzen? Mit diesen und ähnlichen Fragen setzen sich Oberviechtacher Gymnasiasten beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Fach Latein auseinander, nachdem sie vorher eine anspruchsvolle Übersetzung zum Thema "Die Frau in der Antike" bestritten hatten.
Zwölf Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen nahmen mit großem Erfolg an diesem Bundeswettbewerb teil. Daniel Woschée aus der Klasse 10c erreichte bei der dreieinhalbstündigen Klausur über 90 Prozent aller Punkte. Er vertritt das Ortenburg-Gymnasium als Jurymitglied beim Sprachenfest in Regensburg und darf dann zum Sprachenturnier nach Niedersachsen reisen.
Die weiteren prämiierten Schüler des Ortenburg-Gymnasiums sind Alexandra Bader (10a), Matthias Sperl (10a), Sophia Schmidt (10a), Fabian Fuchs (10c), Stefanie Zinkl (10b), Kristina Kramer (10b), Johannes Hilburger (10b), Daniela Schießl (10b), Corinna Plach (10b), Andrea Spichtinger (10b) und Florian Sorgenfrei (10b). Bayernweit wurden 207 Arbeiten ausgezeichnet.
Zu den kniffligen Aufgaben, die die Preisträger zu lösen hatten, zählten auch die Korrektur einer lateinischen Inschrift aus dem 5. Jahrhundert, die Bestimmung von Stilfiguren und sprachgeschichtliche Analysen, etwa das Weiterleben des Lateinischen in den romanischen Sprachen nachzuweisen. Die Fachbetreuerin für Latein, Monika Krauß, und Schulleiter Hans Wurm würdigten bei der Preisverleihung die herausragenden Lateinleistungen der Schüler.
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Brückenbau nach Böhmen in der Geschichte
Ein Team aus Geschichtslehrern und Schülern des Ortenburg-Gymnasiums gestaltete das bayerisch-böhmische Buchprojekt zur Zwieseler Landesausstellung mit. Bild: lg
Gymnasium wirkt bei Buchprojekt mit - Werk zur Bayerischen Landesausstellung
Oberviechtach. (lg) "Mal bayerisch - mal böhmisch, Geschichten, die Brücken bauen" heißt das Buch, das dieser Tage in einer Auflage von 2000 Stück auf den Markt kam. Zwei der insgesamt 41 Beiträge stammen von einem Autorenteam des Ortenburg-Gymnasiums. Bei der Präsentation des Werks in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste stellte Oberstudiendirektor Hans Wurm die grundsätzliche Intention dieses Projektes vor.
Der Zielsetzung des Buches, Brücken zu schlagen, trägt die Internationalität des Werkes Rechnung. Auch tschechische und polnische Beiträge sowie ein Luxemburger Aufsatz helfen beim Brückenbau mit. Sämtliche Arbeiten sind in Deutsch und Tschechisch abgedruckt. Das Buch entstand im Zusammenhang mit der Landesausstellung Bayern - Böhmen (Haus der Bayerischen Geschichte), die in der Vorwoche von Kultusminister Siegfried Schneider feierlich in Zwiesel eröffnet wurde.
Religiöse Verbindungen
Unter dem Titel "Die Straß von Regensburg nach Behemb" beleuchtet der Geschichtslehrer Georg Lang religiöse und wirtschaftliche Aspekte einer Altstraße im Raum Oberviechtach. In Oberviechtach ist die von Schwarzhofen kommende Hochstraße mit der Route Sattelross, Johannisberg, Nunzenried, Pirkhof, Rackenthal als "Salzstraße" bekannt, obwohl Salz nur eines der hier transportierten Handelsgüter war. Der Beitrag von Georg Lang behandelt neben der wirtschaftlichen Seite (Gasthaus und Schmiede in Nunzenried, Vorspanndienste) vor allem die Stellung der Wallfahrtskirche zum heiligen Johannes Nepomuk an dieser alten Handelsstraße, die zum Netz der Goldenen Straße gehörte. Der Pilsener Bischof Frantisek Radkovsky zelebrierte 1998 in Erinnerung an die böhmische Verbindung vor dieser Wallfahrtskirche einen Festgottesdienst zu Ehren des hl. Johannes Nepomuk.
Illustrationen von Schülern
Über "Hussiten und die Oberpfälzer" verfassten Susanne Kiowski und Martina Süssl einen weiteren Aufsatz, der in diesem bayerisch-böhmischen Buch erschien. Die Geschichte von Jan Hus und die Hiltersrieder Schlacht von 1433 stehen im Mittelpunkt dieses Beitrags, der mit der hussitischen Wagenburg illustriert ist. Das gesamte Werk enthält zahlreiche Fotos und Schülerarbeiten, die noch bis zum 8. Juni im Maria-Seltmann-Haus in Weiden bei einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden; so z.B. die Stadtwappen von Oberviechtach und Neunburg oder Wagengespanne auf der alten böhmischen Handelsstraße.
"Alle Geschichten dokumentieren die über 1000-jährige Verbindung von Böhmen und Bayern", erklärte Rektor Rainer Christoph, der zusammen mit Dr. Dagmar Svatkova (Pilsen) und Vaclav Peterik (Stribro) dieses Buch herausgegeben hat. Die ausgewählten Beiträge stammen von Lehrern aus jenen vier Ländern, die im 14. Jahrhundert mit der Krone Böhmens unter Karl IV. verbunden waren.
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Ein Team aus Geschichtslehrern und Schülern des Ortenburg-Gymnasiums gestaltete das bayerisch-böhmische Buchprojekt zur Zwieseler Landesausstellung mit. Bild: lg
Das Buch ist zum Preis von 14 Euro bei der Bayerischen Landesausstellung Zwiesel (25. Mai bis 14. Oktober 2007) oder im Buchhandel erhältlich. Der Erlös des "Brückenbuches" fließt der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit zu, um die sich Rektor Rainer Christoph aus Altenstadt auf dem schulischen Sektor besonders verdient gemacht hat.
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25 Preise bei Känguru-Wettbewerb
Mit 25 Preisen beim Mathematikwettbewerb schnitten die Teilnehmer des Ortenburg-Gymnasiums hervorragend ab. Foto: lg
Europäischer Mathematikwettbewerb - Rekordbeteiligung des Ortenburg-Gymnasiums
Oberviechtach. (lg) Weite Sprünge machten dieses Jahr die Spitzenmathematiker des Ortenburg-Gymnasiums, das beim Mathematikwettbewerb "Känguru" eine Rekordbeteiligung verzeichnete. Innerhalb der Jahrgangsstufen 5 mit 13 nahmen vom OGO 256 Schülerinnen und Schüler an diesem europäischen Wettbewerb teil. Hieraus gingen 25 Preisträger hervor.
Dreißig besonders anspruchsvolle Aufgaben aus dem weiten Bereich der Mathematik mussten innerhalb von 75 Minuten gelöst werden. Dabei waren weit über den Unterricht hinaus gehende Kenntnisse gefordert, so auch räumliches Anschauungsvermögen, logisches Denkvermögen und auch taktisches Geschick.
Im herausragenden Spitzenbereich konnten sich folgende Schüler einen 1. Preis sichern: Stefan Hutzler, Thomas Zimmermann (beide 5a), Thomas Pregler, Andreas Schneider (beide 7d), Martin Zwack (9a), Johannes Höcherl, Kristina Kramer, Florian Sorgenfrei, Andrea Spichtinger, Lukas Bodensteiner, Andreas Gollwitzer, Tobias Stöckerl und Christian Zwick (alle 10. Jahrgangsstufe).
Einen 2. Preis erreichten Andreas Rückerl (5b), Tina Wieczorek (6b), Julia Diermeier und Theresa Gillitzer (10. Jahrgangsstufe). Einen ebenfalls beachtenswerten 3. Preis erhielten Lukas Fuchs und Daniel Paulus (beide 5a), Christina Dobmeier (5c), Matthias Lohrer (6a), Sebastian Roith (9a), Paul Winderl, Markus Hofstetter und Katharina Weidner (alle 10d).
Die Betreuer des Wettbewerbs, Studiendirektor Karl Frisch und Studienrätin Elisabeth Hüttner gratulierten zusammen mit stellvertretendem Schulleiter Günter Jehl den Preisträgern.
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67 OGO-Absolventen erhalten ihre Abiturzeugnisse
Neunburg v.Wald/Oberviechtach. (glg) Alle 67 Kandidaten, die sich heuer am Ortenburg-Gymnasium der Abiturprüfung unterzogen haben, erhalten an diesem Freitag die begehrten Zeugnisse. Ihre Einzelergebnisse wurden ihnen schon in der Vorwoche mitgeteilt, so dass für einigen Abiturienten noch die Möglichkeit zu einer Notenverbesserung durch eine freiwillige mündliche Prüfung bestand.
Bayernweit findet die Zeugnisverleihung am Freitag, 29. Juni statt. Am Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach beginnt dieser Festtag für die Abiturienten und ihre Angehörigen und Freunde traditionsgemäß mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Johannisbergkirche (Beginn 9.30 Uhr). Anschließend treffen sich die Jugendlichen und ihre Gäste zu einem Sektempfang in der Aula des Gymnasiums, bevor um 11.15 Uhr die feierliche Verabschiedung beginnt, bei der Oberstudiendirektor Hans Wurm die begehrten Zeugnisse aushändigen wird.
Am Abend steigt im "Fassl" des Hotels St. Hubertus in Schönsee der Abiturball mit der Band "Rattle X".
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Die 67 Abiturienten des Ortenburg-Gymnasiums freuen sich über die erfolgreichen Abschlussprüfungen. Foto: G. Lang
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18 Jahre Partner der Obchodni Akademie
Deutsche und tschechische Schüler besuchten gemeinsam die Landesausstellung "Bayern - Böhmen" in Zwiesel. Bild: lg
Jugendliche aus Prag besuchen OGO - Viele Schülergenerationen verbunden
Oberviechtach. (lg) Bereits zum 18. Mal kam dieser Tage eine Abordnung der Prager Obchodni Akademie an das Ortenburg-Gymnasium, wo die tschechischen Schüler gemeinsam mit ihren Gastgebern den Unterricht, aber auch zahlreiche Begegnungsveranstaltungen außerhalb der Schule erlebten.
Bei einem Empfang im Lehrerzimmer des Gymnasiums stellte Schulleiter Hans Wurm den beiden Prager Begleitlehrkräfte Vera Hylisova (stellvertretende Schulleiterin) und Michal Nejedlo das Kollegium vor. Die Prager Schüler wurden anschließend im Medienraum des Gymnasiums willkommen geheißen, wo auch 3. Bürgermeister Heinz Weigl und Elternbeiratsvorsitzende Iris Steindl Grußworte an die Jugendlichen richteten.
"Verstehen und Verständigung unter Völkern sind keine beendbaren Vorgänge", betonte Oberstudiendirektor Hans Wurm in seiner Begrüßung, deshalb müsse jede Schülergeneration diese Aufgabe wieder neu für sich entdecken. Heinz Weigl dankte der Prager Schule für die Möglichkeit, dass die Oberviechtacher Jugendlichen in der Goldenen Stadt ihren Horizont erweitern könnten. Umgekehrt würdigte Vera Hylisova das Engagement der Stadt Oberviechtach bei der Pflege dieser Schulpartnerschaft.
Iris Steindl hob unter anderem die Unterbringung der Jugendlichen in Gastgeberfamilien hervor, wobei beide Seite die jeweilige Lebensweise im Kreise von Altersgenossen kennen lernten. Alle Redner dankte den Eltern, ohne deren Mitwirken der Jugendaustausch nicht zu machen wäre.
Eine Fahrt nach Regensburg und zur Bayerischen Landesausstellung nach Zwiesel gehörten ebenso zum gut einwöchigen Programm wie ein Besuch im ehemaligen Flüchtlingsdorf Bügellohe bei Stadlern und eine Besichtigung des neuen Stadtmuseums Oberviechtach.
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Zeit als kostbares Gut schätzen
Pfarrer Leander Sünkel und Pfarrer Leo Heinrich spendeten vor dem "Altar der drei Johannes" gemeinsam den Segen. Bild: lg
Oberviechtach. (lg) Der richtige Umgang mit der Zeit stand im Mittelpunkt des ökumenischen Wortgottesdienstes, den Pfarrer Leo Heinrich und Pfarrer Leander Sünkel mit den 67 Abiturienten sowie ihren Eltern, Geschwistern und Freunden in der Johannisbergkirche feierten.
Der Gottesdienst in der traditionsreichen Wallfahrtskirche am Johannisberg gehörte bisher für fast alle Abi-Jahrgänge zum festen Programm. Wer sich nicht die Zeit für Ruhe und innere Muse nehme, der ist irgendwann ausgebrannt, gab Pfarrer Heinrich zu bedenken. Den richtigen Umgang mit der Zeit stellte auch Pfarrer Sünkel in den Mittelpunkt seiner Predigt. "Leerlauf ist keine Faulheit!", war eine der Grundaussagen seiner Predigt, während der - für alle augenscheinlich - der Sand durch eine mitgebrachte Sanduhr rieselte. Jeder Besucher bekam anschließend von der Abiturientin Bettina Hutzler einen "Gutschein für eine Stunde Zeit".
Mit einem beeindruckenden Solo von David Sorgenfrei (O Happy Day) und der Intonierung von Henry Purcells klanggewaltigem "Trumpet Voluntary" wurde die meditative Feier beendet.
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Jobtrainer machen fit für den Beruf
Bewerberseminar am OGO - Gesprächsverhalten, Körpersprache und Teamfähigkeit
Oberviechtach. (lg) "Job-Train - Zug um Zug ins Berufsleben" heißt das Projekt, mit dem neben anderen Schülern auch Kollegiaten des Ortenburg-Gymnasiums fit für den Einstieg ins Berufsleben gemacht werden sollen. Die Jugendlichen des Grundkurses für Wirtschaftsenglisch und Kommunikation von Studiendirektor Arwid Krauß hatten sich während der zweisemestrigen Kursphase bereits mit Aspekten wie Gesprächverhalten und Körpersprache beschäftigt.
Die Bundesagentur für Arbeit (Ludwig Riedl), die Lernende Region Schwandorf (Holger Schenk) und die Firma "topfit jobfit" (Jörg Hallberg) aus Regensburg richteten neben weiteren Fachleuten den "Einstellungstag" am Ortenburg-Gymnasium aus und betreuten die Jugendlichen bei deren Gruppenarbeit. Bei der Übung von Bewerbungsgesprächen erwarben die Kollegiaten ein sichereres Auftreten in derartigen Situationen. Die Teamfähigkeit wurde in der kreativen Bearbeitung gemeinsamer Gruppenaufgaben getestet.
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Geschichte hautnah in der KZ-Gedenkstätte
Bei Dauerregen besuchte die gesamte 9. Jahrgangsstufe im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Entstehung und Aufbau des nationalsozialistischen Konzentrationslagers wurde den Schülern in den Gruppenführungen ebenso anschaulich vermittelt wie der Lageralltag der Häftlinge, die unter anderem in den nahe gelegenen Granitsteinbrüchen geschunden wurden. Pfarrer Herbert Sörgel (Foto) war einer der Gruppenbetreuer, die den Jugendlichen ihre Fragen beantworteten.
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Geschichtsstunde mit Zeitzeugen Hans Schuierer
Altlandrat Hans Schuierer kam als Zeitzeuge in den Geschichtsunterricht ans Ortenburg-Gymnasium. Bild: lg
Altlandrat stellte sich Schülerfragen - Vom Nationalsozialismus bis in die Gegenwart
Oberviechtach. (lg) "In den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg wurden Fragen des Nationalsozialismus an den Schulen totgeschwiegen!" Diese Erfahrung machte Altlandrat Hans Schuierer, der das Kriegsende als Vierzehnjähriger in seinem Heimatort Klardorf erlebte. Mit persönlichen Erfahrungen und Eindrücken aus dieser Zeit gestaltete Schuierer (Geburtsjahrgang 1931) als Zeitzeuge zwei hochinteressante Geschichtsstunden am Ortenburg-Gymnasium.
Schüler aus der 9. Jahrgangsstufe und die Kollegiaten des Leistungskurses Geschichte traten in einer ungezwungenen Gesprächsrunde dem früheren Landrat von Schwandorf gegenüber. Vorher hatten die Jugendlichen schon im Geschichtsunterricht von Susanne Kiowski und Georg Lang die einschlägige Thematik behandelt. Auch ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gehörte für die 9. Klassen zu dieser Unterrichtseinheit.
Während der NS-Zeit war der Vater des Altlandrats, Max Schuierer, in Flossenbürg inhaftiert gewesen. Insgesamt dreimal war der Arbeiter der Bayerischen Braunkohle Industrie (BBI) von den Nazis verhaftet worden. Seine parteipolitische Orientierung zur SPD und sein gewerkschaftliches Engagement brachten ihm nach dem Attentat auf Hitler 1944 die Inhaftierung in Flossenbürg ein. Vorher war er schon in Schwandorf und Weiden eingesperrt worden. In diesen schwierigen Zeiten musste sich die Familie Schuierer als Tagelöhner bei Bauern oder als Beeren- und Schwammerlsammler über Wasser halten. Hans Schuierer war das jüngste von sieben Kindern, drei ältere Brüder waren im Krieg.
Schuierer erzählte von der NS-Propaganda in den Schulen den Dritten Reiches und von den täglichen politischen Schulungen vor Unterrichtsbeginn. Manchmal mussten schon in der Frühe die von den Amerikanern abgeworfenen Flugblätter eingesammelt werden oder man musste zum Einsammeln der Kartoffelkäfer auf die Felder. Laut NS-Propaganda stammten auch die Kartoffelschädlinge von den Amerikanern. Bei Kriegsende erlebte Schuierer am 23. April 1945 den Einmarsch der Amerikaner und die Häftlingszüge von Flossenbürg.
Im Jahr 1946 hat Hans Schuierer die Gewerkschaftsjugend mitbegründet. Mit 25 Jahren wurde er in den Gemeinderat und Kreistag gewählt, mit 33 Jahren wurde er Bürgermeister in Klardorf, 1970 Landrat in Burglengenfeld und 1972 nach der Gebietsreform Landrat im Großlandkreis Schwandorf. Schuierers Engagement gegen die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf in den achtziger Jahren konnte nicht unerwähnt bleiben. Dabei war er anfangs ein Befürworter der Anlage, als es hieß, es sei ein "sauberer Betrieb". Stutzig wurde der Landrat, als der Bau eines 200 Meter hohen Kamins in den Plänen auftauchte. Dann kam es "zu einer Art Bürgerkrieg im Landkreis Schwandorf", resümierte der Altlandrat, der in der Hochzeit des WWA-Widerstands eine bundesweite Medienpräsenz erlebte.
Als er kürzlich mit seiner Frau in Hamburg war und sich die Unterhaltung mit unbekannten Leuten auf den Herkunftslandkreis Schwandorf konzentrierte, da fragten die Gesprächspartner den unbekannten Besucher aus Bayern: "Sagen Sie mal, was ist eigentlich aus dem Landrat geworden, der sich damals so vehement gegen die WAA stellte?"
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Beschwingtes Konzert mit launigen Einlagen
Streicher, Chor und Junior-Big-Band - Sommerfest mit Ehemaligentreffen - "Lauschiger Schulhof"
Oberviechtach. (lg) Man glaubte fast Margret Rutherford spaziere in die Aula des Ortenburg-Gymnasiums herein, als mit "Miss Marple´s Theme" das diesjährige Sommerkonzert von Matthias Salomon (Saxophon), Florian Sorgenfrei (Klavier), Günter Jehl (E-Bass) und Jonas Sorgenfrei (Schlagzeug) eröffnet wurde. Dem beschwingten Konzert unter der Leitung von Studienrätin Stefanie Jehl schloss sich ein Ehemaligentreffen im festlich dekorierten Schulhof an.
Nach der Hommage an die "schrullige alte Dame" aus England bot das Streicherensemble zwei Stücke von Karl Jenkins (geb. 1944), der sich mit Pop, aber auch ethnischer und geistlicher Musik einen Namen gemacht hat. "My way" wurde durch Frank Sinatra weltberühmt. Das Schulorchester überraschte die Besucher des OGO-Sommerkonzerts mit einer getragenen Instrumentalversion dieses Lieds, bevor mit zwei beschwingten Jazzstücken der Combo und mit "Alexander´s Ragtime Band" Rhythmen ganz anderer Art die Aula erfüllten.
Sein breites Repertoire mit Klassik, Pop und Gospel stellte der Chor unter Beweis. Bei den launigen Traditionals aus England schien für kurze Zeit ein betrunkener Seemann (Harald Höpfl) die Feier stören zu wollen. Einen Höhepunkt des Konzerts bildete der Auftritt des Solisten Andreas Wirnshofer. Der Mathematik- und Physiklehrer geht jetzt in den Ruhestand und deshalb schien sein Vortrag von "Time to say goodbye" auf Italienisch wie für ihn gemacht. Für seine ausgereifte Darbietung erntete der beliebte Lehrer zum Abschied von allen Seiten stehende Ovationen.
"Können Trompeter nur blasen?", war Gegenstand eines tiefsinnigen ehelichen Streitgesprächs mit vielen Konjunktiven, bei dem Kim und Kira Gilch in die Fußstapfen Loriots traten. Die vielschichtigen Beiträge der klanggewaltigen Junior-Bigband brachten die Zuhörer zum Finale in Feierstimmung, denn zum Ende des Konzerts wartete die Schülermitverantwortung schon mit Getränken und kulinarischen Angeboten auf.
Breiten Dank erntete Studienrätin Stefanie Jehl, die mit ihrer gelassenen und umsichtigen Leitung den zahlreichen Besuchern eine erlesene musikalische Unterhaltung servierte. Das Konzert ging nahtlos in ein Sommerfest über, das am OGO zur festen Tradition geworden ist. Die Schülermitverantwortung richtete nicht nur für mehrere Ehemaligenjahrgänge, sondern auch für Mitschüler, Lehrer und Eltern ein gut organisiertes Fest aus, zu dem Schulleiter Hans Wurm alle Gäste "im lauschigen Schulhof" willkommen hieß.
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Erziehung mal realistisch und mal schräg
Schulunterricht aus den fünfziger Jahren als Kontrastprogramm präsentierten die Schüler der Unterstufe. Bild: lg
Theaterabend des OGO im Emil-Kemmer-Haus - Vier kurzweilige Sketche über ein zeitloses Thema
Oberviechtach. (lg) Wie sah früher eine Unterrichtsstunde zum Thema "Die Kuh" aus - und wie könnte sie in 50 Jahren gestaltet werden. Die Antwort darauf gab die Theatergruppe der Unter- und Mittelstufe des Ortenburg-Gymnasiums unter der Leitung der Lehrerinnen Amanda Rieß und Beate Rothmeier. Unter dem Titel "Verrückte (V)Erziehung" boten Schülerinnen und Schüler vier kurze Stücke dar, die - mal stark überzeichnet, mal realistisch heiter - das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern, aber auch zwischen Lehrern und Schülern beleuchteten.
"Schule gestern - Schule morgen" hieß die erste Vorstellung, welche die Zuschauer zuerst in die Schulzeit der 50er Jahre, dann in einen Unterricht der Zukunft entführte. Eine weitere Szene erzählte die Situation in einer ganz alltäglichen Familie, in der die 15jährige Tochter den ersten Freund mit nach Hause bringt, die Mutter mit der Schulangst des Sohnes zu kämpfen hat und der Vater sich geschickt aus der Verantwortung stiehlt. Das Stück nach der Pause, in der sich die Zuschauer mit Getränken und Pizzaschnitten stärken konnten, bewegte sich in den Tiefen der Psychologie und führte die Zuschauer in ein Land, in dem "jedermann ein Huhn sein kann".
Den Abschluss dieses kurzweiligen Theaterabends bot das Ensemble der Mittel.- und Oberstufe unter der Leitung von Wolfgang Pöhlmann. Mit ihrem Stück "Am Sandkasten" beleuchteten die jungen Schauspieler die Situation auf einem Spielplatz, der von ganz unterschiedlichen Eltern und ihren Kindern besucht wird. Wenn dort die konservative Mutter auf den alleinerziehenden Vater trifft und zugleich ein alter Mann das Geschehen mit nervigen Einwürfen kommentiert, dann wird dem Zuschauer klar: "Da ist live, ein Spielplatz ist besser als Fernsehen!"
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UNICEF-Lauf für "Schulen in Afrika"
Über einen Spendenscheck von 2000 Euro freute sich die Leiterin der Regensburger UNICEF-Arbeitsgruppe, Alexandra Meindl-Müller. Bild: lg
Spende von 2000 Euro überreicht - Insgesamt 860 km zurückgelegt
Oberviechtach. (lg) "Schulen für Afrika" heißt das UNICEF-Hilfsprojekt, an dem sich Schüler des Ortenburg-Gymnasiums mit einer Laufveranstaltung beteiligten. Fleißig drehten die Schüler der 6., 7., 8., 9. und 10. Klassen im Jahnstadion ihre Runden, wobei Eltern, Freunde, Lehrer und diverse Firmen pro Runde einen Euro bezahlten. 550 Schüler legten auf diese Weise insgesamt 860 Kilometer zurück und "erliefen" somit ein Spendenergebnis von 2000 Euro.
Die Leiterin der UNICEF-Arbeitsgruppe Regensburg war äußerst überrascht, als ihr Schülersprecher Manuel Schöberl in Anwesenheit der organisierenden Sportlehrer im Direktorat des Gymnasiums den Spendenscheck überreichte. "Mit diesem Betrag können wir eine ganze Schule ausstatten!", freute sich die Regensburger UNICEF-Repräsentantin. Allein mit 50 Euro kann in Afrika das Schulgeld eines Kindes für ein ganzes Jahr bezahlt werden. Die Spendengelder fließen nur in befriedete Gebiete, betonte Alexandra Meindl-Müller, die voll des Lobs für die Initiative der Oberviechtacher Gymnasiasten war.
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Chancengleichheit künstlerisch umgesetzt
Die diesjährigen Sieger des Europäischen Wettbewerbs vom Ortenburg-Gymnasium konnten sich gegenüber einer landesweiten Konkurrenz behaupten. Bild: lg
Landessieger beim Europäischen Wettbewerb - Kreativität bei bildnerischen Arbeiten
Oberviechtach. (lg) "Chancengleichheit für alle" heißt das Thema des 54. Europäischen Wettbewerbs, mit dem seit Jahrzehnten die europäische Integrationsbewegung unter den Jugendlichen erfolgreich voran gebracht wird. Seit über 20 Jahren mischen auch Schüler des Ortenburg-Gymnasiums erfolgreich bei diesem Wettbewerb im bildnerischen Bereich mit. Diese jungen Künstler des OGO holten schon zahlreiche Landes- und Bundespreise in die Eisenbarth-Stadt.
Die Kultusminister-Konferenz, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für Bildung und Forschung sind unter anderem Träger dieses internationalen Jugendwettbewerbs, an dem sich auch heuer wieder Oberviechtacher Gymnasiasten unter der Betreuung der Kunsterzieher Wolfgang Pöhlmann und Vera Holzleitner erfolgreich beteiligten. Schirmherr dieses traditionsreichen Wettbewerbs ist Bundespräsident Horst Köhler.
Bei der Ausrichtung eines Europafestes an der Schule oder der Gestaltung einer selbst erfundenen Flugmaschine konnten die Jugendlichen der Klassen 5 mit 7 ihre Kreativität beweisen. Muhammed Akdogan, Katharina Blattmeier, Nina Buschbach, Katrin Forster, Luise Goldmann, Amelie Hermann, Lisa Kraus, Christina Meier, Marina Posset, Stefan Probst, Nicole Pauli und Stefan Zimmet sicherten sich bei diesen Themenbereichen Landessiege.
"Anders als die anderen" lautete ein Leitthema für die 8. bis 10. Klassen, beim sich die Mittelstufenschüler mit Außenseitern oder Trendsettern in der Gesellschaft beschäftigten. Andere Jugendliche dieser Altersgruppe gestalteten "Jugendräume" für interkulturelle Begegnungen. Die Brüder Florian und Thomas Herl aus Neunburg (beide Klasse 9a) sowie Saschia Fuchs aus derselben Klasse waren in dieser Altersgruppe erfolgreich.
Johannes Steidl (K 12) aus Neunburg und die Oberviechtacher Abiturientin Silvia Foißner waren die Teilnehmer aus der Oberstufe, deren Arbeiten nicht nur mit Landespreisen bedacht wurden, sondern auch an die Bundesjury weitergeleitet werden konnten. Eine kritische Beleuchtung der Chancengleichheit für Mann und Frau oder die Auseinandersetzung mit den Gegensätzen auf dem europäischen Kontinent waren in dieser Altersgruppe problemorientierte Aufgabenstellungen, die von den beiden Kollegiaten hervorragend gemeistert wurden.
Auch die Beiträge von Lukas Fuchs (5a), Hannah Fröhler (6a), Magdalena Schlehuber (5d), Sonja Kramer (6a), Maximilian Eder (6a) und Denise Horn schafften den Sprung zur Bundesjury. Die Sieger erhielten Urkunden und Sachpreise. All die Arbeiten sind ein Beitrag zu dem von der Europäischen Union 2007 ausgerufenen "Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle".
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Mensa, Bibliothek und Sporthalle punkten
Viele Schülergenerationen verschönern das Schulgebäude. Die bunt bemalten Wände kommen bei den Neulingen in den Einstiegsklassen gut an. Bild: lg
Umfrage bei Schülern der Einstiegsklassen - OGO um gute Lernatmosphäre bemüht
Oberviechtach. (lg) Die neue Mensa, die Möglichkeiten der Dreifachturnhalle die Kreisbibliothek und die Malereien an den Wänden sind Vorzüge, die neben der allgemein angenehmen Lernatmosphäre bei den Fünftklässern des Oberviechtacher Gymnasiums positiv zu Buche schlugen.
In einer von der Schulleitung durchgeführten Erhebung konnten die Jüngsten des Ortenburg-Gymnasiums nach einem guten halben Jahr Gymnasiumszeit auf einem Skalensystem ihre Eindrücke wiedergeben. Ziel der Schulleitung ist die Herstellung einer dauerhaft angenehmen Arbeits- und Lernatmosphäre. Die Aussagen der Schüler aus den Eingangsklassen werden hierbei berücksichtigt. So enthielt ein Fragebogen Angaben zum Schwierigkeitsgrad des Unterrichts, zum täglichen Aufwand für die Hausaufgaben und zur Verfügung stehenden Freizeit, jeweils im Vergleich zur Situation an der Grundschule. Gefragt wurde auch nach den Lehrmethoden am Gymnasium, dem Engagement der Lehrer, dem häufigen Lehrerwechsel sowie nach Eindrücken, die für die Schule insgesamt einschlägig sind wie Baugestaltung, Schulgebäude und Mittagsverpflegung.
Anforderungen und Hilfen
Die Schulleitung erhielt hier wertvolle Rückmeldungen, wobei sich deutliche Kritikpunkte der Jugendlichen auf den Zustand des Hauptgebäudes richteten, wo Toilettenanlagen und manche Fenster einer Erneuerung bedürften. Die Ergebnisse insgesamt lassen das Ortenburg-Gymnasium aber in einem durchaus positiven Licht erscheinen. So zeigen sich z.B. eindeutige Tendenzen, dass entgegen allgemein geäußerter Befürchtungen der Unterricht nicht über Gebühr schwieriger wird und der tägliche Aufwand für Hausaufgaben nicht deutlich ansteigt.
Je nach Herkunftsschule meint eine Mehrheit der Schüler von 60 Prozent, dass die Anforderungen zwar ansteigen, dass zu deren Bewältigung aber so gut wie keine fremde Hilfe benötigt werde. Auch im Bereich der Freizeit sind keine gravierenden Einschränkungen zu spüren. "Der Unterricht läuft sehr gut. Ich habe weniger schriftliche Hausaufgaben auf als in der Grundschule, muss aber mehr lernen!", ist der Eindruck von Matthias Eckl (5d) aus Moosbach.
Einsatz der "Ortenburger"
Dass nach Meinung der Befragten die Lehrer am Ortenburg-Gymnasium als "sehr nett und hilfsbereit" erscheinen (je nach Klasse bis zu 87 Prozent) und sich bei der Vermittlung des Unterrichtsstoffes auch nicht scheuen, schwierige Inhalte mehrfach zu erklären, erfüllt die Schule mit Stolz. Deutlich ist bei der Umfrage allerdings auch geworden, dass manches durchaus noch verbesserungswürdig ist. So sollten z.B. im Hauptgebäude Renovierungsarbeiten zügig angegangen werden. Der Wunsch mancher Schüler nach zusätzlichen Unterrichtsmaterialien für freie Unterrichtsformen kann nach Aussage von Studiendirektor Ulrich Wohlgemuth wohl erfüllt werden, denn die "Ortenburger", Förderverein des Gymnasiums, ermöglichen durch ihre finanzielle Unterstützung Anschaffungen, die aus dem regulären Haushalt nicht finanziert werden könnten.


















