Strukturwandel der Bundeswehr vorgestellt
Bundeswehr am OGO Oberstleutnant Jochen Schneider, hier mit Schulleiter Hans Wurm, beim Gespräch mit den Schülern der 10. Jahrgangsstufe. Bild: lg
Sozialkundeunterricht mit den Offizieren Jochen Schneider und Frank Hauenstein
am OGO
Oberviechtach. (lg) "Der Soldat ist heute Beschützer und Helfer!", erklärte
Bataillonskommandeur Jochen Schneider, als er zusammen mit Hauptmann Frank
Hauenstein im Rahmen des Sozialkundeunterrichts das Ortenburg-Gymnasium
besuchte. Zuhörer und Gesprächspartner der beiden Offiziere der Oberviechtacher
Grenzlandkaserne waren die Schüler der 10. Jahrgangsstufe.
"Wir pflegen den Kontakt mit einer der wichtigsten Institutionen vor Ort!",
stellte Oberstudiendirektor Hans Wurm fest, als er die Veranstaltung eröffnete.
Der Schulleiter blendete zurück auf die Entwicklung der Wehrpflicht, die die
Integration der Armee in Staat und Gesellschaft gewährleiste und Motivation
sowie Identifikation fördere.
Zu Eingang stellten sich beide Offiziere in ihrem privaten und beruflichen
Werdegang vor und riefen die Schüler zum offenen und ungewzungenen Gespräch auf.
Beide sind Absolventen der Bundeswehrhochschule in Hamburg, beide haben Familie
und beide haben schon eine Vielzahl beruflicher Stationen in ganz Deutschland
hinter sich. Im Mittelpunkt ihre Powerpoint-Präsentation und des "Teachings"
stand der Strukturwandel der Bundeswehr, deren militärisches Personal sich bis
2010 von derzeit 282400 auf 252500 Soldaten verringern wird.
Die Auslandseinsätze als neue Aufgabe seit den neunziger Jahren standen ebenso
im Mittelpunkt der Schülerfragen wie die Wehrgerechtigkeit. Auch bei der neuen
Gliederung der Bundeswehr mit Eingreif-, Stabiliserungs- und
Unterstützungskräften habe die Wehrpflicht ihre Berechtigung, so Oberstleutnant
Schneider, der sich auch beim kürzlichen Neujahrsempfang für die "Wehrpflicht
als die bessere Wehrform" ausgesprochen hatte.
Nicht alle Fragen konnten in der knapp bemessenen Zeit von nur zwei
Unterrichtsstunden geklärt werden. Die beiden Offiziere erklärten sich bereit zu
einem späteren Zeitpunkt wieder für eine ähnliche Gesprächsrunde zur Verfügung
zu stehen.
Hilfe für Straßenkinder in Bolivien
Scheckübergabe Josef Grabinger freute sich über die stattliche Spende für die Straßenkinder in Bolivien, die von der SMV und Lehrern überreicht wurde.
Spende der Weihnachtsaktion übergeben - Josef Grabinger als Gewährsmann
Oberviechtach. (lg) "Es ist wichtig, dass die Straßenkinder von der Straße
geholt werden und eine Schulbildung erhalten!", betonte Josef Grabinger,
Mitglied im Förderverein "Bolivienhilfe Pater Luis Espinal e.V.". Der
Bodenwöhrer Lehrer war an das Ortenburg-Gymnasium gekommen um die stattliche
Spende von 675 Euro für die Bolivienhilfe in Empfang zu nehmen.
"Hilfe, die ankommt!" ist die Devise des Fördervereins und für die
Schülermitverantwortung und die Lehrkräfte Silke Zettlmeißl und Matthias
Schaller ist Josef Grabinger der Gewährsmann, dass die Gelder für Projekte
zugunsten der Ärmsten in Bolivien verwendet werden. Als Beispiel nannte
Grabinger die Schulbildung, für die in Bolivien Schuldgeld bezahlt werden muss.
"Ausbildung ist die einzige Chance für Kinder um im Leben Fuß zu fassen!",
betonte Josef Grabinger.
Der zweite Teil aus dem Erlös der SMV-Weihnachtskation am Ortenburg-Gymnasium
fließt einem Projekt in Indien zu. Hier bildet die ehemalige Schülerin Karin
Ritzinger die Gewährsfrau, dass die Spendengelder den körperlich und geistig
behinderten Frauen zugute kommen, die von den Ordenschwestern der "Bethany
Sisters" betreut werden.
Einig waren sich stellvertretender Schulleiter Günter Jehl und die Orgnaisatoren
des SNV-Tages, dass die SMV-Veranstaltung vor Weihnachten für alle Beteiligten
ein Gewinn war. Die Sensibilisierung der Oberviechtacher Schüler für die
Situation der Kinder in ärmeren Ländern und die Bereitschaft zu teilen stellt
nach Meinung der Religionslehrerin und Initiatorin Silke Zettlmeißl ein
wichtiges Erziehungsziel dar.