Schuljahr2011/12

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P-Seminar „Rhetorik“ am Ortenburg-Gymnasium

Am Ortenburg-Gymnasium wurde im Schuljahr 2011/12 das P-Seminar „Rhetorik“ im Fach Deutsch eingerichtet. Ziele dieses Seminars unter der Leitung von StD Wohlge-muth sind, einen Rhetorikkurs für die Klassen 6 und 7 der Unterstufe sowie eine öf-fentliche Abendveranstaltung zu dieser Thematik vorzubereiten und zu gestalten. Mittels Vorträge von verschiedenen Referenten erhoffen sich die Teilnehmer zu-nächst einen vertieften Einblick in die Kunst der Redelehre bzw. Sprachkompetenz.

Am 15. November kam Martin Birner, der Erste Bürgermeister der Stadt Neunburg v. W. als Referent an das Ortenburg-Gymnasium, um von seinen Erfahrungen als Mann, der in der Öffentlichkeit steht, zu berichten.
Nach einer kurzen Einführung durch Andrea Fritz, die den Kontakt zu Herrn Birner hergestellt hatte, begann dieser seinen Vortrag mit der Darstellung seiner eigenen Biographie, ehe er in einem weiteren Schritt einige Grundlagen für eine gelungene Rede erläuterte: So ist es unabdingbar, die Gründe und die Ziele für eine Rede zu erfassen. Man soll sich also überlegen, zu welchem Anlass man die Rede hält und vor welchem Publikum man spricht. Zudem ist die Vorbereitung einer Rede von großer Bedeutung, denn im Vorfeld eine Strategie auszuarbeiten verleiht Sicherheit und mindert die Gefahr von Wiederholungen in einer Rede. Aber auch Blickkontakt zum Publikum sowie das zielgerichtete Einsetzen der Stimme gehören zu einem gelungenen Auftritt vor Publikum. Ein ordentliches Äußeres erachtet Herr Birner als wichtig und ausdrücklich hebt er hervor, dass man bei einer Rede man selbst bleiben müsse; andernfalls wirke sie nicht authentisch.
Eine Woche später durften die Kursteilnehmer Dr. Lutz Bergmann, einen pensio-nierten Juristen, begrüßen. Dieser Kontakt war von Daniela Graf hergestellt worden.
Im Mittelpunkt seiner Präsentation stand der klassischen Aufbau einer Rede, welche aus Ist-Aufnahme, Ist-Analyse und Soll-Konzeption besteht. Mit einer Anekdote aus seinem Leben brachte er dieses Konzept allen Zuhörern überzeugend näher. Eine andere gebräuchliche Möglichkeit sei die Pro-Contra-Abwägung, die, je nach Redestil, mit einer Lösung des Problems anfängt oder endet.
Anschließend erfolgte im Kurs die Erarbeitung des Textes „Ratschläge für einen schlechten Redner“ von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1930. Mit viel Witz geschrie-ben erklärt der Text dem Leser, wie sich ein Redner möglichst nicht verhalten sollte, wie zum Beispiel in endlos langen und ineinander verschlungenen Sätzen zu spre-chen, alles von einem Blatt abzulesen oder nie unter anderthalb Stunden zu reden.
Insgesamt wusste Herr Bergmann zu überzeugen, er zeigte Spaß an der Sache, ging sehr konsequent auf den Kurs ein und wusste durch seine große Lebenserfahrung den Schülern die Inhalte seiner Position sehr gut näherzubringen.
Während Herr Birner an das weite Feld der Rhetorik eher praxisorientiert heranging, zeigte Herr Bergmann wichtige theoretische Grundlagen einer Rede auf. Beide vermittelten den Schülern nicht nur Wissen, sondern stellten durch ihr eigenes Auftreten ein anschauliches Beispiel für einen gelungenen Vortrag vor Publikum dar. Gespannt dürfen die Kursteilnehmer sein, wenn Dr. Bergmann in einer zweiten Unterrichtseinheit die von ihm ausgegebenen Referate halten und in der Gruppe des Seminars bewerten lässt, wenn also die Seminarteilnehmer die Chance haben eigene praktische Erfahrungen zu sammeln.

Bettina Fenzl, Kilian Pietsch, Tina Wieczorek, alle Q 11

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Jahrgangsstufentests

Hier gibt es die Tests der vorausgehenden Jahre als Download!

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Kreativ schreiben in der Unterstufe

- Klasse 6b: Schreiben von Erklärungssagen
- Klasse 5b:
Exkursion ins Kainzbachtal


Rückblick

Hier geht es zu den Aktivitäten der letzten Schuljahre!