Protest mit Verzicht verbunden

„Fridays for Future“ mal anders. Über 100 Schüler des Ortenburg-Gymnasiums fahren mit dem Rad zur Schule und drücken so ihren Protest aus, dass zu wenig gegen den Klimawandel unternommen wird.

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Der Aktion am Donnerstag gingen kontroverse Diskussionen über die europaweiten Schüleraktionen „Fridays for Future“ im Religionsunterricht der Klassen 10b und 10c unter Leitung von Oberstudienrat Michael Teplitzky voraus.

Etwas abverlangen

Die einen pochten auf die unerlässliche Mahnung zur Verringerung des Kohlendioxidausstoßes, die anderen redeten von Schulschwänzerei. Gibt es denn keine Alternative, um die Sorgen um den Klimawandel zu demonstrieren? Diese Aktion sollte den Schüler auch etwas abverlangen und so verzichteten am Donnerstag über 100 Jugendliche auf den Schulbus und fuhren mit dem Fahrrad ans Ortenburg-Gymnasium. Früheres Aufstehen und der Einsatz der eigenen Körperkraft auf dem Schulweg waren mit dieser Form der Demonstration verbunden.

Für die Initiatoren war die Umsetzung ihrer Idee aus der Ethik-Einheit im Religionsunterricht mit Organisationsarbeit verbunden, denn die morgendliche Fahrt an das Gymnasium musste durchorganisiert werden. Und schließlich sollten die Jugendlichen auch unversehrt an ihrer Schule ankommen. Insgesamt neun Routen arbeiteten die Zehntklässler in Kleingruppen aus. Hauptlinien kamen aus Neunburg, Eslarn, Stadlern/Schönsee, Winklarn/Muschenried, Gleiritsch/Tännesberg und Altendorf.

Die Eltern im Boot

Wo es möglich war, wurden die vorhandenen Radfahrwege in die Routenplanung einbezogen. Ältere Schüler übernahmen als Leitfahrer auf den unterschiedlichen Linien die Regie. Die Planung sah auch vor, dass kein einziger Schüler alleine fahren musste. In Verbindung mit einem Elternbrief gaben die Erziehungsberechtigten der fünften bis zur achten Jahrgangsstufe ihre Einwilligung zu der besonderen Aktion der Umweltschonung ab. Bei ihrer Ankunft an der Schule bekamen die Teilnehmer im Pausenhof Obst und Getränke. Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer begrüßte die Radfahrer und dankte ihnen sowie den Organisatoren für diese besondere Aktion, bei der nicht nur demonstriert, sondern den Akteuren auch etwas abverlangt wurde. „Super habt ihr das gemacht!“ lobte der Schulleiter diese Form des Protestes.

Geschichtswettbwerb


Preisträger beim Schülerwettbewerb „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“

„Warschau, Weichsel, Wawel – Entdecke Polen!“ lautete das Motto der abgelaufenen Runde im Schülerwettbewerb „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“. OStD Pfeiffer gratulierte den Gewinnern des OGO sehr herzlich und sprach ihnen seinen Dank und seine Anerkennung aus für ihre herausragenden Leistungen im Quizwettbewerb. Dieser bot die Möglichkeit, die wechselvolle Geschichte des Nachbarlandes sowie seine kulturelle Vielfalt kennenzulernen und so einen Beitrag zur deutsch-polnischen Freundschaft zu leisten. Auch StR Konrad und OStRin Kiowski als betreuende Lehrkräfte für die Fächer Geographie und Geschichte freuten sich über die Auszeichnung der Schüler durch die Jury.

Feier zur Entlassung der Abiturienten