Schulsektretärin Maria Pösl tritt in den Ruhestand.

Oberviechtach. (lg) „Was haben Sie und die englische Königin gemeinsam?“ fragte Schulleiter Ludwig Pfeiffer, als er die Verwaltungsangestellte Maria Pösl in den Ruhestand verabschiedete.

„Eine lange Regierungszeit!“, gab Pfeiffer selbst zur Antwort. Über 47 Jahre war Maria Pösl im Sekretariat des Ortenburg-Gymnasiums tätig, seit sie am 1. März 1972 ihren Dienst antrat und in dieser langen Zeit alle bisherigen sechs Schulleiter erlebte. Oberstudiendirektor Pfeiffer skizzierte den Wandel der Tätigkeiten im Schulsekretariat. „Was sich trotz Digitalisierung nicht verändert hat, ist Ihre Bereitschaft, sich zu kümmern – um die Schüler, die Kollegen, die Eltern“. „Deswegen haben Sie einen maßgeblichen Anteil daran, dass sich alle bei uns gut aufgehoben fühlen!“, lautete das Kompliment des Schulleiters. Bei ihrem Einstieg befand sich das Gymnasium unter der Leitung von Erwin Spitz noch im Aufbau. „Turbulent war es damals wie heute“, erinnert sich Maria Pösl beim Rückblick auf ihre Sekretariatstätigkeit von nahezu einem halben Jahrhundert. Die Vervielfältigung erfolgte durch den Abzug von Matrizen, selbst der Jahresbericht wurde in der Anfangszeit auf diese Weise hergestellt. Die Zeugnisse wurden mit der Hand oder mit Schreibmaschine geschrieben. Den Wandel vom eher handschriftlichen zur maschinellen Arbeitsweise bis zum heutigen digitalen Zeitalter hat Maria Pösl während ihrer Dienstzeit durchlaufen. Den Dienst hat sie übrigens immer mit Freude ausgeübt: „Es gab nicht einen Tag, an dem ich nicht gerne das Gebäude betreten hätte!“, gesteht sie wehmütig und stellt fest, dass die Schule für sie „wie ein Jungbrunnen“ gewirkt habe.