Workshop mit Katharina Gierlach

für die Gäste aus Saint-Pourcain

Begeisterte Maler aus Saint-Pourcain

Kunst und Kultur stehen diesmal im Mittelpunkt des Schüleraustauschprogramms. Theorie und Praxis dieses Themas kommen erstaunlich gut bei den Jugendlichen an.

Oberviechtach. “Art et Culture” ist das Leitthema beim 17. Partnerschaftsbesuch von Jugendlichen aus Saint-Pourcain am Ortenburg-Gymnasium. Der Hundertwasserturm in Abensberg und das Lenbach-Haus in München waren unter anderem Stationen des Kulturprogramms. Die 28 Schülerinnen und Schüler, die aus dem französischen Zentralmassiv in der Nähe von Vichy kommen, waren aber nicht nur passive Kunstbetrachter, sondern sie wurden auch selbst aktiv. Die Kunstmalerin Katharina Gierlach, die als Schülerin des Ortenburg-Gymnasiums einst selbst am Schüleraustausch mit Frankreich teilgenommen hatte, führte die jungen Gäste in die Fertigkeiten der Ölmalerei ein.

Ausgangspunkt für den Workshop waren die überdimensionalen Arbeiten, die als Leihgaben von Katharina Gierlach im OGO bestaunt werden können. Vor allem das Stadionbild vom 1. FC Nürnberg, das in der Schulaula hängt, hatte es den jungen Franzosen angetan. Nach der Theorie über Malstile, Epochen und die Techniken der Ölmalerei schulterten die jungen Gäste ihre mit Leinwand bespannten Rahmen und mischten eifrig die Ölfarben, bevor sie die von ihnen gewählten Themen umsetzten.

Mir Erlebnissen aus dem Austauschprogramm, Landschaften und Galaxien füllten manche Jugendliche ihre Leinwände.  Andere zeigten sich als Fan des FC Bayern und sogar die der Schule benachbarte Burg Haus Murach fand überraschend Eingang in den Motivreigen. “Wir werden eine Ausstellung arrangieren!”, war sich Katharina Gierlach nach der Werkschau mit Oberstudienrat Stephan Sturm einig, der die Schülergruppe aus Frankreich betreut. Unterstützt wird er hierbei von den begleitenden französischen Lehrkräften Audrey Schiess, Sylviane Perrot und Emmanuel Torregrosa.

Für alle drei ist Oberviechtach kein unbekannter Fleck auf der deutschen Landkarte mehr, wie sie auch gegenüber 1. Bürgermeister Heinz Weigl erklärten, der zur Begrüßung der jungen Leute ans OGO gekommen war. Das Stadtoberhaupt verwies auf die jüngst erfolgte Neuauflage des Élysée-Vertrags von 1963. Die Begegnung von Jugendlichen in Europa stufte er für die heutige Zeit als sehr wichtig ein. Als Geschenk der Stadt brachte der Bürgermeister T-Shirts, DVDs und Bücher mit. Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer und Audrey Schiess als Sprecherin der französischen Gäste bedankten sich bei Heinz Weigl für die Unterstützung der OGO-Partnerschaft mit französischen Schulen. Der Dank galt aber auch den Gastgeber-Familien, in denen die jungen Franzosen untergebracht sind.

Zum aktuellen Besuchsprogramm gehörten aber auch eine Besichtigung der Münchner Allianzarena und eine Fahrt in den Bayerischen Wald, wo die Jugendlichen auf den Spuren der Glaskunst und der Glasbläserei wandeln. Ein gemeinsames Unterrichtsprogramm mit den Oberviechtacher Schülern und Sportwettkämpfe standen ebenfalls auf dem Stundenplan der französischen Gäste. (glg)

Bildtext:

Die Malerin Katharina Gierlach freut sich zusammen mit den Organisatoren der Schulpartnerschaft über den motivierten Einsatz der jungen Franzosen beim Workshop Ölmalerei. Foto: glg